Harper Lee, Truman Capote und der amerikanische Süden

Harper Lee und Truman Capote, zwei der großen amerikanischen Schriftsteller des zwanzigsten Jahrhunderts, verband  eine Kinderfreundschaft. Haus an Haus wuchsen sie in einer ländlichen Kleinstadt in Alabama auf. Was sie literarisch bewegte, ist dort bis heute präsent.

Von Marc Bädorf, Konstantin Schönfelder

Truman Capote 1979 im legendären New Yorker Studio 54 | Bildquelle: dpa Picture-Alliance / UPI

Klein, exzentrisch, mit heller Stimme – Truman Capote war ein Außenseiter in Monroeville, Alabama. Und auch Harper Lee passte nicht richtig in die kleine Gemeinde: Am liebsten las sie oder schrieb mit Capote Geschichten auf einer Schreibmaschine, die ihr Vater gekauft hatte, ein bekannter Anwalt der Gegend. Als Jugendlicher zog Capote mit Mutter und Stiefvater nach New York.

Harper Lee und die Schauspielerin Mary Badham | Bildquelle: picture alliance / Everett Collection

Lee folgte ihm nach Abbruch ihres Studiums. In New York schrieb sie ihren Südstaatenroman  „Wer die Nachtigall“ stört, in dem auch Capote als Figur auftaucht. Lee unterstützte Capote bei den Recherchen für seinen Tatsachenroman „Kaltblütig“, der ein neues Genre begründete. Dann zerbrach ihre Freundschaft. In ihren vielverkauften Romanen erzählen Capote und Lee vom Leben im amerikanischen Süden, von Rassismus und Ungerechtigkeit – Themen, die bis heute aktuell sind.

Ausstrahlung am Samstag, den 01. April 2022 um 12.04 Uhr
Wiederholung am Sonntag, den 2. April 2022 um 15.04 Uhr

Von: Marc Bädorf, Konstantin Schönfelder
Redaktion im WDR: Adrian Winkler
Produktion: HR 2023