
Global Pop News 25.03.2025
Neue Doku: "Block Party – Peter Fox feiert mit Berlin"
Stand: 25.03.2025, 09:13 Uhr
Neue Doku: "Block Party – Peter Fox feiert mit Berlin" | Lizzos erste Hauptrolle als Sister Rosetta Tharpe | NJZ (früher NewJeans) machen eine Auszeit
Von Joyce Lok Teng Lee / Anna Karvcikova
Neue Doku: "Block Party – Peter Fox feiert mit Berlin"
Der Konzert- und Dokumentarfilm "Block Party – Peter Fox feiert mit Berlin" begleitet Peter Fox, als er im Sommer 2024 mehrere kostenlose Konzerte in Berliner Brennpunktvierteln organisierte - darunter das Columbiabad, der Wohnpark Pallasseum und der Görlitzer Park. Es wird auch erzählt, mit welchen bürokratischen Hürden die Veranstalter:innen in sozial sensiblen Orten wie Marzahn zu tun hatten. Der Film mischt lebendige Konzertaufnahmen mit persönlichen Geschichten und Träume lokaler Musiker:innen und Newcomer:innen.
Im Fokus stehen Rapper Kevin (31) aus Neukölln, Sängerin Cerin (16) aus Gropiusstadt und Rapper/Producer Nik (24) aus Marzahn, der seinen ersten Plattenspieler von einem Sozialarbeiter bekam.
Lizzos erste Hauptrolle als Sister Rosetta Tharpe
US-Superstar Lizzo bekommt ihre erste Hauptrolle als Sister Rosetta Tharpe - eine Pionierin der Gospelmusik, die sie mit Jazz, Blues und Rock kombinierte. Sie war eine der ersten Musikerinnen, die mit der E-Gitarre experimentierte und damit den Weg für Rock’n’Roll freimachte. Dadurch prägte sie Größen wie Elvis Presley, Bob Dylan und Johnny Cash. Obwohl sie eine der einflussreichsten Musikerinnen ihrer Zeit war, ist sie heute leider nicht so bekannt wie viele ihrer männlichen Nachfolger.
Die Filmbiographie spielt in den 30ern und 40ern, als sie mit ihrer Musik schon Grenzen durchbrochen hatte und immer populärer wurde. Außerdem wird erzählt, wie sie sich als Schwarze Frau in einer männerdominierten Musikszene behauptet hatte und wie ihre geheime Beziehung zu der Gospelsängerin Marie Knight war. Lizzo freut sich auf Instagram: "Schwarze Menschen haben Rock'n'Roll erschaffen, yeah" - eine klare Anspielung darauf, dass oft übersehen wird, dass afroamerikanische Musiker:innen verantwortlich für die Entstehung des Rock'n'Roll sind.
NJZ (früher NewJeans) machen eine Auszeit
NJZ ist aktuell eine der erfolgreichsten K-pop-Bands. Gerade haben sie ihre neuen Song "Pit Stop"veröffentlicht. Jetzt kündigten NJZ nach einem Konzert in HongKong an, dass sie sich eine Auszeit nehmen würden. Hintergrund ist ein jahrelanger Streit mit ihrem Label ADOR. Die Band möchte aus dem Vertrag austreten und änderte dafür den Bandnamen leicht ab. Sie schreiben sich jetzt "NJZ“, was aber weiter wie "NewJeans"ausgesprochen wird.
Letzte Woche Freitag erkannte ein Gericht eine einstweilige Verfügung von ADOR an, mit dem das Label gegen die Namensänderung vorging. Auch wenn der Name der Band abgeändert wurde, dürfen die Mitglieder von New Jeans ohne Zustimmung des Labels keine Auftritte und Promosachen machen und keine Musik veröffentlichen.
New Jeans werfen ihrem Label ADOR und dessen CEO u.a. Sabotage innerhalb der Band und toxisches Arbeitsumfeld vor. Man habe ihren Style kopiert und eins zu eins an einer jüngeren K-Pop-Girl-Group angewendet. Daraus sei ein Streit entstanden. NewJeans habe noch eine Anklage wegen Mobbing und sexuellen Übergriffen im Job gegen ADOR laufen. Am 3. April gibt es den nächsten Gerichtstermin. Es soll dann entschieden werden, wem die Marke New Jeans gehört.
Janelle Monáe erhält Equality Award
Der Equality Award wird von der Human Rights Campaign verliehen, welche mit drei Millionen Mitgliedern die größten Menschenrechtsorganisation für queere Menschen in den USA ist. Janelle Monáe, selbst queer und nicht-binär, wird für das Engagement für die queere Szene ausgezeichnet. Die Musiker:in gilt auch als Vorbild für andere queere Artists in der Musikindustrie. Bei der Dankesrede spricht Janelle Monáe über den Kampf für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung– und über Mobbing: "Mobber gewinnen nur, wenn wir sie in dem Glauben lassen, dass sie es können. Die Wahrheit ist, dass Mobbing nicht aufhört, wenn wir erwachsen sind. Es hört auch nicht auf, wenn wir die Schule verlassen. Es wird nur größer. Es gibt sich einen neuen Namen. Der Tyrann wird zum Präsidenten gewählt", sagt Janelle Monáe.
Eine klare Anspielung auf US-Präsident Donald Trump, obwohl sein Name nicht genannt wird. Außerdem geht es in der Rede darum, wie marginalisierte Menschen unter Trumps Regierung systematisch eingeschränkt werden: "Das Mobbing findet jetzt durch die Gesetzgebung statt. Und anstatt dass die Menschen Würde und Respekt bekommen, sehen wir dabei zu, wie sie von genau dem System schikaniert werden, das keinen Tag ohne sie auskommen könnte." Janelle Monáe fordert, sich für marginalisierte Menschen einzusetzen – Nicht weil sie das System wirtschaftlich am Laufen halten, sondern aus Menschlichkeit.