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Global Pop News 17.11.2023

Frauen dominieren Latin Grammys

Stand: 17.11.2023, 15:32 Uhr

Ein Abend der Frauen in Sevilla | Snoop Dogg will mit dem Rauchen aufhören | Neue Musik von Teni, Andre 3000 und Symba | Unsere News aus der Welt des Global Pop

Von Lukasz Tomaszewski

Gestern Abend (16.11.23) wurden in Sevilla, Spanien, erstmals die Latin Grammys verliehen. Also die wichtigsten Musikpreise der spanisch- und portugiesisch-sprachigen Welt. Diese Grammys dominierten klar weibliche Artists.

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Es war ein Abend der Frauen: Denn die beiden Kolumbianerinnen Shakira und Carol G und die Mexikanerin Natalia Lafourcade haben jeweils drei Goldene Grammophone gewonnen. Carol G gewinnt in den wichtigen Kategorien: Album oft the Year für "Manana sera bonito" - erstes Album einer spanischsprachigen Frau, dass die Billboard Album Charts angeführt hat. Außerdem gewinnt sie auch das "Best Urban Album". Den dritten Latin Grammy gab es für "TQG", die Collabo mit Shakira ist die "Best Urban/Fusion Performance".

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Landsfrau Shakira gewinnt den natürlich auch plus: "Song Of The Year" und "Best Pop-Song" für "Bzrp Music Sessions, Vol. 53".

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Ein Song, der in diesem Jahr überraschend ein Youtube-Hit wurde und Newcomer-Produzent Bzrp ist damit über Nacht von einem Noname zum Superstar geworden. Der Song thematisiert genau wie "TQG" die Trennung Shakiras von Fußballer-Ehemann Gerard Piquet. Darum widmete sie ihre Trophäen ihren Söhnen mit den Worten: "Ich habe euch versprochen, dass ich eine glückliche Mutter bleiben werde".

Emotional wurde es auch nochmal bei Juaquina, die 19-jährige Venezolanerin gewann den Latin-Grammy für den "Best New Artist" und sie sagte: "Ich singe seitdem ich acht bin Covers. Alle sagten: Du schaffst es nicht mit eigenen Songs. Jetzt stehe ich hier".

Männer seien der Fairness halber erwähnt: Edgar Barrera hat auch dreimal gewonnen: "Producer of the Year", "Songwriter of the Year" und "Best Regional Song" für "Cien por ciento" mit Bad Bunny. Und der hat auch zusammen mit Eladio Carión den Grammy "Bester Rap Song" für "Coco Chanel" gewonnen.

Snoop Dogg will mit dem Rauchen aufhören

Der Post mit dem Snoop Dogg, das ankündigt, sieht aus wie eine Traueranzeige bei Todesfall. Es ist eine Sensation: so als wenn Papst Franziskus aus der Kirche austritt. Der 52-jährige Snoop Dogg postete auf all seinen Sozialen Netzwerken ein Schwarz-weiß-Bild. Darauf ist er mit zum Gebet gefalteten Händen und ernstem Blick zu sehen, dazu die große Ankündigung.

"Nach vielen Überlegungen und Gesprächen mit meiner Familie habe ich entschieden, das Rauchen aufzugeben. Bitte respektiert in dieser Zeit meine Privatsphäre". Snoop Dogg

Dazu eine schwungvolle Unterschrift, als eine Art Beweis, dass es kein Fake ist. Das klingt tatsächlich nach bevorstehendem Leid. Nach Trauer.

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Kein anderer Musiker seit Bob Marley hat sich so medienwirksam als Kiffer inszeniert wie Snoop Dogg. Während der Superbowl-Halbzeitshow 2022 soll er vor Millionen von TV-Zuschauern einen Joint geraucht haben. Angeblich hat er eine Angestellte fürs Drehen seiner Blunts, die damit 50.000 USD im Jahr verdient. Zuletzt zeigte er auf Insta seine Tagesration: Neun Stück am Tag. In einem Insta-Video ist er mal vor das Weiße Haus gegangen, hat sich auf eine Bank gesetzt und geraucht. 

Seit diesem Jahr hat er seine eigene Marke: "Death-Row Cannabis" - benannt nach seinem Label "Death-Row Records". Außerdem investierte er in mehrere Unternehmen, die in den USA legales Gras herstellen. Im vergangenen Jahr auch 13 Millionen Euro in das hessische Startup "Cansavita". Das einzige Unternehmen hierzulande, das die Erlaubnis hat, medizinisches Cannabis aus deutschem Anbau zu vertreiben.

Es gibt natürlich mittlerweile Hunderttausende von Reaktionen im Netz. Manche Fans machen sich Sorgen um seine Gesundheit. Andere halten es für eine schlaue Kampagne. Snoop Dogg ist schließlich dafür bekannt, dass er Dinge ankündigt und sie dann wieder zurückzieht. Er hat immer wieder seinen Künstlernamen geändert, wollte nur noch Reggae machen, nie wieder rappen. Am Ende ist er immer wieder zurückgekommen zum Original. Ein Hintertürchen hält er sich ja auch offen. Er schreibt ja: Ich will nicht mehr rauchen. Er schreibt nicht explizit: Nie wieder Kiffen.

Teni mit "Lanke"

Die Junge Afrobeats-Sängerin aus Lagos Nigeria sagt: Wer Erfolg hat, weiß auch wie sich Schmerz und Leid anfühlen. Denn für weltweiten Erfolg, muss Frau hart arbeiten. So viel zum Albumtitel "Tears Of The Sun". Im Interview mit Billboard erklärt Teni den aktuellen Erfolg von Afrobeats und Afropop. "Unsere Musik kann froh und tanzbar sein und trotzdem sehr soulig und traurig klingen", sagt sie. So auch ihr eigener Sound auf "Tears Of The Sun" und insbesondere mit der Single "Lanke". Schnelle, treibende Beats und doch so viel Tiefgang!

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André 3000 - "I swear, I Really Wanted To Make A Rap Album [..]"

Der Ex-Outcast-Rapper hat ein rein instrumentales Album rausgebracht: "New Blue Sun". Aber: Es ist kein Rap-Album. Es geht hier um Spiritual-Jazz, um experimentelle Flötenmusik. Von Bass- bis Maya-Flöte. Aufgenommen in Studiosessions mit anderen Jazz-Musikern in L. A.. Die acht Titel sind bis zu siebzehn Minuten lang, entwickeln sich langsam und lassen auf den 84 Minuten Gesamtlänge viel Luft zum Atmen, Meditieren, Wegträumen. André 3000 liebt immer noch HipHop. Aber das sei jetzt nun mal eine neue Lebensphase, sagt er. Mal schauen womit er uns als Nächstes überrascht.

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Symba, Jerry und Tom  

Der Berliner ist seit über drei Jahren im Game und kein Newcomer mehr. Und er lässt es uns wissen: "Alles was ich brauche, find’ ich nicht im KaDeWe / Trotzdem seh’ ich uns im Beamer fahren und nicht im ICE". Die Scheine sind natürlich lila – und so weiter. Aber in dem neuen Song gelingt ihm doch ein Spagat zwischen Rap-Allüren und eben ganz viel ehrlichen Family-Feelings. Die Hook wurde von einem Kinderchor eingesungen: "Was kostet die Welt? / Ich trag Sorgen und trag Geld / Hab ich zwei Stück / Bekommt mein Bruder eins ab / Was für ein Glück / Dass ich mein’ Bruder hab". Auch im Video ist Symba mit einem Kind auf nem Spielplatz unterwegs. Und auch immer wieder mit seinem stylisch gekleideten Vater, der mit Sohn Symba durch Neukölln kurvt. Also zero Gangsta. Eher Family-Man. Das macht den Rapper irgendwie sympathisch und nahbar.

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