Peter Fox

Global Pop News 10.11.2023

Peter Fox mit "Tuff Cookie" im Remix

Stand: 10.11.2023, 08:35 Uhr

Der heimliche Hit auf "Love Songs" wird aufgepimpt | Yaya Bey mit coolem neuen Soul-Song | Neue Musik von Beirut, PinkPantheress und Quantic | Neue Songs von Mon Laferte, Noite & Dia und JAEL | Unsere News aus der Welt des Global Pop

Von Marc Mühlenbrock

Er war der heimliche Hit auf Peter Fox Album "Love Songs", jetzt wird "Tuff Cookie" mit einem Remix aufgepimpt. Peter Fox hat sich wie viele Global Pop Fans total in Amapiano verliebt, die House Musik aus Südafrika. Kennzeichnend ist diese luftig leichte Produktion mit trockenem Tribal Beat. Man schwebt förmlich auf dem Amapiano-Remix von "Tuff Cookie" davon. So hat sich Peter Fox ja auch nach 15 Jahren solo zurückgemeldet, mit seinem Song "Zukunft Pink", welcher ihm direkt Ärger eingebracht hat. Die Vorwürfe der kulturellen Aneignung sind zum Glück ausdiskutiert, schon lange steht wieder die Musik im Vordergrund. "Tuff Cookie" ist ein Song der Peter Fox persönlich wichtig ist, es geht um seine Frau, seinen Partner in Crime, wie er sie nennt, die Komplizin fürs Leben, die mit ihm durch dick und dünn geht.

Peter Fox hat sich für diesen Remix Hilfe aus Köln geholt. 255 ist ein Producer-Trio, das inzwischen auch in Berlin und Lagos lebt. Da haben sie auch zuletzt am aktuellen Album von Burna Boy mitproduziert. Auch mitgeholfen beim Remix haben M.I.K., eigentlich Peter Fox‘ Dance Crew, die hier eben besonders auf die Tanzbarkeit geachtet haben. Die Grundidee von Peter Fox war nämlich, diesen Amapiano-Remix von "Tuff Cookie" nur für seine Live-Shows zu verwenden. Aber weil der da so gut angekommen ist, gibt’s den jetzt nochmal als offiziellen Release.

Yaya Bey mit coolem neuen Soul-Song

Falls es eines Beweises bedurfte, wie cool Soul-Musik klingen kann, ist er jetzt erbracht - "The Evidence" klingt einerseits superorganisch, nach Soul der 70er Jahre, dann aber auch sehr modern, durch die federleichte elektronische, LoFi Produktion mit Drum-Machine Beats - die ja wiederum in den 80ern groß waren. Verwurzelt in der Soul-Geschichte mit dem Blick in die Zukunft, so könnte man die Musik von Yaya Bey also beschreiben.

Yaya Bey, 35, kommt aus Brooklyn, New York, und hat da schon als 9-Jährige Songs geschrieben - für ihren Vater, Rapper Grand Daddy I.U.. Heute lebt sie in Miami und hat inzwischen vier Alben draußen, das letzte "Remember Your North Star" gerade erst vor anderthalb Jahren, danach kam noch eine EP. 2024 soll dann wieder ein Album kommen, Yaya Bey ist also in einem kreativen Fluss. Und aus diesem neuen Album hat sie jetzt schon zwei Songs releast. Die neue Musik sei ein Ruhepol in harten Zeiten, schreibt Yaya Bey zur Veröffentlichung, in einer Phase des Übergangs, der Trauer und des finanziellen Struggles. Zu "The Evidence" gibt’s auch ein Video. Da sehen wir Yaya dann wiederum als 9-Jährige - von einer Kinderschauspielerin dargestellt - wie sie in die Kirche geht und zuhause auf einem Schaukelpferd sitzt und auch die Erwachsene Yaya Bey auch auf dem Schaukelpferd und in stilvoller Abendgarderobe.

Beirut mit Album aus Norwegen

Mit Beirut macht man immer eine halbe Weltreise: Zach Condon, der Mann hinter diesem Ein-Mann-Projekt kommt aus Santa Fe in den USA. Er Lebt in Berlin, das Album hat er vorrangig eingespielt in Hadsel – und so heißt es nun auch. Hadsel ist ein Fjord ganz im Norden von Norwegen, wo die Tage kalt und kurz sind. Genau da wollte Zach hin, um sich zu erholen und Abstand zu gewinnen vom Kräfte zehrenden Tourleben – und hat dann doch wieder vor Ort gearbeitet und ein Album gemacht. Zach Condon ist dafür bekannt sich für jedes Album von einem neuen Ort und dessen Kultur inspirieren zu lassen. Seine ersten Alben mit Balkan-Klängen haben ihn Mitte der Nullerjahre berühmt gemacht. Album Nummer sechs "Hadsel" fängt nun also die karge norwegische Einöde im Winter ein, die ja auch eine unglaubliche Schönheit besitzt.

PinkPantheress mit Debüt

PinkPantheress ist eine der gefeiertsten jungen Künstlerinnen der vergangenen Jahre. Gerade mal 22 ist sie und hat in der Musik mit ihren Schlafzimmer-Pop-Produktionen einen neuen Trend gesetzt, indem sie 90er Jahre Jungle- und House-Instrumentals mit Indie-Pop-Gesang kombiniert. "Heaven Knows" ist der Name des heiß erwarteten Debüts auf dem Major-Label Warner und das ist ein bisschen glatter produziert – unter anderem von Superstar-Produzent Greg Kurstin, der ja auch schon für Adele gearbeitet hat. Klingt also mehr nach Studio als nach Schlafzimmer. Für ihr erstes Album hat sich PinkPantheress auch noch Global Pop Beistand von Rema geholt, neuer Star des Genres aus Benin und von Kelela aus den USA, der Queen des alternativen House.

Quantic mit Soul-Disco-Album "Dancing While Falling"

Hinter dem Projektnamen Quantic steckt Will Holland, New Yorker mit britischem Pass, der seit der Jahrtausendwende mit verschiedenen Outputs schon um die 20 Alben veröffentlicht hat, am bekanntesten ist er eben für Quantic – und für den super-ästhetischen und stimmungsvollen Retro-Soul der 70er Jahre. "Dancing While Falling" sollte diesmal eigentlich ein Disco-Album werden, das hört man auch noch stellenweise raus, aber es ist dann doch eine Soul-Platte geworden – nur eben ein bisschen positiver und noch tanzbarer als die Sachen von Quantic bisher.

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Mon Laferte mit Genre-Mix auf neuem Album

Mega-Star Mon Laferte aus Chile hat gerade ihr neues Album "Autopoiética" rausgebracht. Sie gilt als Königin der Genre-Clashes und so klingt auch ihr neues Album, auf dem sich traditionelle Latino-Sounds mit modernen und experimentellen Klängen abwechseln. Von Cumbia, Bolero, Reggaeton über Salsa und lateinamerikanische Balladen bis hin zu Pop, Rock oder zuletzt Electro auf der gleichnamigen Single "Autopoiética" ist alles zu hören. Mon Lafertes Album besteht aus 14 Songs und durch die vielen Musikstile hört es sich weniger an wie ein Album, sondern eher wie eine Playlist von unterschiedlichen Artists und Genres. Langweilig wird es auf jeden Fall nicht!

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Neue EP von Noite & Dia

"A Truta" heißt die neue EP der angolanischen Sängerin Noite & Dia. Zu hören ist Kuduro, was einerseits ein Musikgenre aus Angola ist und andererseits ein schneller und energiegeladener Tanzstil. In den letzten 40 Jahren ist Kuduro auch über die Grenzen von Angola hinaus bekannt geworden, zum Beispiel in Portugal. Als "Queen of Kuduro" gilt auch die Sängerin Pongo, die auch auf der EP zu hören ist: Im Song "Mana Pancha". Der Sound erinnert an Pongos Mega-Hit "Kalemba", mit dem sie zusammen mit Buraka Som Sistema weltweit Erfolge gefeiert hat.

JAEL mit neuem Remix von Biga*Ranx

"Ice On Cool" heißt der Song von Biga*Ranx, der jetzt im neuen Remix von JAEL erschienen ist. Er ist schneller und sphärischer als das Original, aber genauso catchy. Der französische Reggae-Star Bigga*Ranx bleibt dabei seinem Stil "Vapor Reggae" treu. Er gilt als wichtigster Künstler der Musikrichtung, die Reggae und Vaporwave vermischt. Vaporwave bezeichnet eine Ästhetik, die an die 80er Jahre angelehnt ist. Und im Dezember kommt Bigga*Ranx nach Berlin: Er spielt am 2. Dezember bei COSMO Big Up! Im Club Gretchen.