Angriff der Hamas auf ein Techno Festival in Israel

Global Pop News 07.11.2023

Kid Cudi und Fusion zeigen Solidarität für Opfer in Nahost

Stand: 07.11.2023, 10:17 Uhr

Kid Cudi und Fusion zeigen ihre Solidarität mit israelischen und palästinensischen Opfern | 52 Prozent aller Artists würden Verwendung von KI verheimlichen | Snoop, Ice-T auf Mega-Posse-Track | Neuer Song von Yaeji – wie eine Sommerbrise | Unsere News aus der Welt des Global Pop

Von Marc Mühlenbrock / Anna Kravcikova

Kid Cudi und Fusion zeigen ihre Solidarität mit israelischen und palästinensischen Opfern

Einen Monat ist der terroristische Angriff der Hamas auf Israel her, seitdem gibt es keinen Tag ohne Schreckensmeldungen aus Israel und dem Gaza-Streifen. und auch kein Tag ohne Menschen, die sich mit den Opfern der Gewalt solidarisieren. Jetzt hat sich Kid Cudi zu Wort gemeldet. Der US Rapper und Schauspieler will Trost und Verständnis für beide Seiten des Konflikt, hat er gepostet.

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Cudi schreibt: "Es versteht sich von selbst, dass ich meine jüdischen Brüder und Schwestern liebe und jegliche Gewalt gegen sie verurteile. Ihre Verluste sind unvorstellbar, und ich bete für sie alle. Besonders die Geiseln und ihre Familien - mögen sie sicher zurückkehren."

Kid Cudi sagt aber auch im gleichen Atemzug, dass die kollektive Bestrafung, die die Palästinenser unter der illegalen israelischen Besatzung erleiden, unfassbar und falsch sei. Der Krieg beeinflusst auch das Leben von Kid Cudi. Der Rapper aus Ohio sagt noch am Rande, es fühle sich nicht richtig an, im Moment neue Musik zu veröffentlichen. Fans im Netz befürchten, Cudi wird sein Album "Insano", angekündigt für Januar, und eh schon mal verschoben, noch weiter nach hinten schieben.

Zum Krieg im Nahen Osten haben sich auch die Macher des Fusion Festivals geäußert und sich nachvollziehbarerweise erstvmal mit den Festivalmachern und -besuchern des israelischen Supernova Festivals solidarisiert, das von der Hamas überfallen wurde. Das Fusion schreibt: "Wir sind immer noch fassungslos und entsetzt über diesen sinnlosen durch nichts zu rechtfertigenden terroristischen Angriff der Hamas auf Israel. […] Die Hamas soll zur Hölle fahren." Gleichwohl verurteilt das Fusion auch die Palästina-Politik der israelischen Regierung unter Netanjahu und unterstützt die Forderung nach einer sofortigen humanitären Waffenruhe zum Schutz der Zivilbevölkerung.

52 Prozent aller Artists würden Verwendung von KI verheimlichen

Die Künstliche Intelligenz hat längst die Musikwelt erreicht. Bisher gab es nur Mutmaßungen darüber, ob Artists die neue Technologie befürworten oder verteufeln. Der Eindruck ist aber, dass die Befürworter in der Minderheit sind. Nun gibt eine erste Studie Aufschluss darüber, wie Musiker und Musikerinnen wirklich zur KI stehen. Das Ergebnis überrascht, denn die Zahl der Benutzer und Befürworter ist höher als man meint: Ein Viertel aller Befragten hat schon mal mit Künstlicher Intelligenz gearbeitet. 46 Prozent aller befragten Musiker gaben an, grundsätzlich interessiert zu an der neuen Technik zu sein und in der Zukunft mit ihr arbeiten zu wollen - vor allem aus Neugierde und Verbesserung ihrer kreativen Möglichkeiten.

Durchgeführt wurde die Untersuchung von Pirate Studios, einer internationalen Musik Community mit einem globalen Netzwerk an Aufnahmestudios, die knapp 1141 Musiker und Musikerinnen befragt haben. Mit 52 Prozent gaben knapp über die Hälfte aller Befragten an, sie würden, wenn sie KI benutzen, das lieber verheimlichen. Als Hauptgrund gaben sie die Furcht vor dem Verlust von Kredibilität bei ihrem Publikum an. Interessanterweise gaben die Artists, die mit der KI schon gearbeitet haben an, dass sie sie hauptsächlich fürs Songwriting benutzt haben.

Die Auftraggeber der Studie vergleichen dies mit einer ähnlichen Vorsicht vor dem Gebrauch von Autotune – heute gang und gäbe in der Musik oder sogar schon so sehr im Mainstream verankert, dass es als Stilmittel wieder out ist.

Snoop, Ice-T auf Mega-Posse-Track

Es gibt einige Rap-Tracks mit außergewöhnlich vielen Feature-Gästen, aber der hier sprengt wirklich alles. "Rolling 200 Deep" hat wie der Name schon sagt 200 Gast-MCs am Start. Diese sogenannten Posse-Tracks sind Songs, bei denen ununterbrochen ein Beat läuft und mehrere Rapper nacheinander ihre Zeilen droppen. Posse-Tracks gehören von Anfang an zur HipHop-Kultur dazu, aber DJ Kay Slay hat die jetzt aufgepimpt zum Mega-Event.

Auf "Rolling 110 Deep" hatte er 110 MCs versammelt, die auf seinem Beat gerappt haben. Im April 2022 ist DJ Kay Slay im Alter von nur 55 Jahren an den Folgen einer COVID-Erkrankung verstorben. Kay Slay war eine Institution im New Yorker HipHop und hat mit unzähligen Artists zusammengearbeitet. 200 von ihnen erweisen ihm jetzt die Ehre. Neben Snoop und Ice-T sind noch so bekannte Namen wie T.I., B-Real von Cypress Hill und Raekwon und Ghostface Killah vom Wu-Tang Clan dabei. Alle nicht nur am Mic, sondern auch einem ultralangen Video-Clip.

Neuer Song von Yaeji – wie eine Sommerbrise

Yaejis neuer Song "Easy Breezy" bringt wie uns den Sommer zurück. Das liegt einmal am sommerlichen Tital und auch an der entspannten Bossa Nova Gitarre mit Brasilien-Feeling. Dazu gibt’s Jungle-Beats aus London. Yaeji ist New Yorkerin mit koreanischen Roots, für sie ist diese ungewöhnliche Kombination die Musik ihrer Kindheit und Jugend, denn brasilianische und britische Musik ist sehr groß in Korea.

"Easy Breezy" ist der erste neue Song nach ihrem Debut-Album  "With a Hammer", das im April rauskam.  Zu dem Song gibt’s auch ein Video: Yaeji und zwei Freundinnen machen da New York mit E-Scooter und E-Bike unsicher.