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Rappoet

Trettmann

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Sächseln und rappen – dass diese Kombi geht, hat Ronny Trettmann zu beginn der Karriere bewiesen. Auf dem eigenen Label wandelte sich der Chemnitzer später zum Rapper, der mit schwermütiger, hintergründiger Poesie punktet.

"Der Sommer ist da!", hieß es 2006 vier Wochen an der Spitze der deutschen Singlecharts, und verantwortlich für den Rap im Offbeat war ein Mann aus Oberbergenhain bei Chemnitz. Ronny Trettmann steht zu seinem Dialekt, den er als "deutsches Patois" bezeichnet, und der sächselnde Sprechgesang trägt ihn auch bis 2008 zu großen Erfolgen, darunter Auftritte beim Summerjam und Spalsh-Festival. Auch ein Teamwork mit Nosliw ist im Aufgebot. Kritische Texte hat er in dieser Phase auch schon im Gepäck, rappt zum Beispiel über die Streckung von Cannabis mit Blei.

Mit der Gründung des eigenen Labels Heckert Empire lässt er die Phase des Reggae-Persiflierers zunehmend hinter sich: Trettmann (ab 2016 nur noch mit Nachnamen) wird zum seriösen Künstler mit engagierter und melancholische Rappoesie. Die schlägt sich zunächst auf einer Handvoll EPs nieder, unter denen die mit dem Produzententeam Kitschkrieg herausragen. "#DIY" ist Trettmanns neuestes Statement: In Albumlänge beweist er seine dichterischen Fähigkeiten, schafft auf "Grauer Beton" und "Billie Holiday" regelrecht eine urbane Blues-Atmosphäre und zieht sich in "Fast Foward" den Kollegen Marteria ans Mikro.

Diskographie
Kaffe-Mix (2006)
Zwei Chlorbleiche Halunken (2010 )
Tanz auf dem Vulkan (2013 )
#DIY (2017)

Stand: 16.02.2017, 14:35