Oumou Sangaré

Oumou Sangaré

Queen der Wassoulou-Musik

Oumou Sangaré

Anfang der 1990er ist sie eine der ersten, die Mali international auf die Karte der Weltmusik positionieren. Die Queen der Wassoulou-Musik hat sich seitdem ein paar Mal rundum erneuert und ist nach wie vor einer der großen Sahel-Stars.


Sangaré wird 1968 in Malis Hauptstadt Bamako geboren, ihre familiären Wurzeln jedoch liegen in der grünen Wassoulou-Region des Südostens. Schon als Kind lässt sie ihre Vokal-Talente erkennen. Ende der 1980er startet sie ihre Karriere, experimentiert mit dem Arrangeur Amadou Ba Guindo und dem Gitarristen Boubacar Diallo, nimmt schließlich in Abidjan erste Songs auf "Moussoulou" (Frauen) erscheint zunächst auf Kassette und revolutioniert Malis Pop durch die Abkehr vom modisch-elektrischen Sound hin zur Akustik mit einsaitiger Fiedel, der Buschharfe Kamalengoni und Gitarre.

Auf Empfehlung von Ali Farka Touré kann sie ihren Ruf nach Europa ausweiten. Das Label World Circuit nimmt sie unter Vertrag, und fortan dominiert Sangaré die Weltmusikcharts. Auf dem dritten Werk "Worotan" schlägt sie Brücke in die USA, James Brown-Mitstreiter Pee Wee Ellis steuert die Bläsersätze bei. Neben ihrem funky Sound macht die von der UNESCO Geehrte auch als Mahnerin von sich reden, die in ihren Texten etwa die Vielweiberei anprangert. Nach dreizehn Jahren Pause veröffentlicht sie mit einer 40köpfigen internationalen Bigband "Seya", Will Calhoun und Cheikh Tidiane Seck mischen mit.

Vorläufiger Höhepunkt ist "Mogoya": Mit schwedisch-französischem Produktionsteam umschifft sie erneut Afro-Klischees, Buschharfe trifft auf Synthesizer, die majestätisch gesungenen Fünftonskalen auf Tony Allens perkussive Zauberei. 2017 erhält Oumou Sangaré auf der WOMEX den Artist Award.

Diskografie:

  • Moussolou (1991, Worl Circuit)
  • Bi Furu (1993, Eigenvertrieb)
  • Ko Sira (1993, World Circuit)
  • Worotan (1996, Nonesuch)
  • Denw (1996, Mali K7 SA)
  • Laban (2001, Showbiz)
  • Non Stop (2003, Eigenvertrieb)
  • Seya (2009, World Circuit)
  • Kounadia (2009, Ben BD)
  • Moussowla Diala (2010, Ben BD)
  • Mogoya (2017, No Format)
  • Acoustic (2020, No Format)

Stand: 10.03.2021, 17:43