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Grandseigneur des Ethio-Jazz

Mulatu Astatke

Mulatu Astatke

Grandseigneur des Ethio-Jazz

Erster afrikanischer Student in Berklee, Erfinder des Ethio-Jazz, Netzwerker zwischen Addis und Amerika, Fusionist von Afro- und Latin-Sound, Professor in Harvard, Soundtracker für Jim Jarmusch - der äthiopische Gigant ist einer der vielseitigsten Musiker Afrikas.

Der Mann aus Jimma im Westen Äthiopiens kommt Mitte der 1950er nach Großbritannien, um Luftfahrtingenieur zu werden. Doch stattdessen studiert er am Trinity College Musik, jamt in den Clubs von Soho. Am Berklee College in Boston legt er die Grundlagen für seinen Ethio-Jazz, in dem die Fünftonskalen seiner Heimat auf das westliche Tonsystem, auf Latin und Soul treffen.

In der Heimat revolutioniert er damit die Musikszene, muss sich unter Diktator Mengistu aber als Dozent über Wasser halten. Seine Wiederentdeckung kommt im neuen Jahrtausend: Nachdem Regisseur Jarmusch seinen Streifen "Broken Flowers" mit Astatkes Klängen unterlegt, sampeln ihn Kayne West und Damian Marley und mit den Heliocentrics aus London und dem Either/Orchestra aus Boston bekommt der Grandseigneur plötzlich ganz neue Begleitbands.

Diskografie (Auszug)
NameJahrLabel
Sketches Of Ethopia2013Jazz Village
Mulatu Steps Ahead2010Strut
Timeless2010Mochilla
New York - Addis - London (Compilation)2009Strut
Mulatu of Ethopia2006Worthy
Éthiopiques 41998Buda
mit den Heliocentrics:
Inspiration Information2009Strut

Stand: 23.05.2013, 11:58