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Haiyti

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Zwischen Streetgirl und Filmstar

Haiyti

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Herkunftsland: Deutschland

Sie ist die neue freche Rapstimme Hamburgs – und wurde schon mal als Kreuzung zwischen Nina Hagen, Falco und Haftbefehl bezeichnet. Mit spontan inszenierten Clips trifft sie das Lebensgefühl der Generation Smartphone.

Bürgerlich heißt sie Ronja Zschoche und wächst in Langenhorn und St.Pauli auf. Ihre frühen Einflüsse sind lokal und kommen von Kollegen wie 4.9.0. Friedhof Chiller oder GPS, sie orientiert sich gleichzeitig aber auch am Southern Rap aus den Staaten. Das ist sicher auch der Grund für ihren ersten Künstlernamen Miami, später nennt sie sich Rendezvous, Ovadoze, Robbery und schließlich Haiyti. Auf Youtube erregt sie erstmals Aufmerksamkeit, als sie vor der Boutique Yves St.Laurent ihren Song „Szeneviertel” interpretiert.

Nach dem selbstproduzierten Erstling „Havarie” und einem Mixtape tut sie sich 2016 mit Kitschkrieg für die EP „Toxic” zusammen. Das Album „Nightliner” führt 2016 zu ihrem Durchbruch, danach nimmt Universal sie unter Vertrag. „Montenegro Zero“ ist ihr Major-Debüt, an dem wiederum das Kitschkrieg-Kollektiv beteiligt ist.
Stilistisch ist Haiyti darauf schwer zu fassen: Aus dem Cloud Rap und Trap übernimmt sie die sphärischen bis dunklen Hintergrund-Drones, aus dem Gangsta Rap die Gewaltinszenierungen wie etwa im Stück „Mafioso”. In anderen Stücken gibt sie sich eher gefühlsbetont wie in „American Dream”, auch Reggae-Rhythmen und Anlehnungen an Janis Joplin sind zu finden. Eine genauso breite Palette haben ihre Selbstinszenierungen zwischen Streetgirl und Filmstar. Mit „ATM“ und der zuckersüßen Liebeserklärung „Homezone“ stellt Hayiti noch im gleichen Jahr 2018 wieder ihre Mixtape-Kunst unter Beweis.

Diskografie:

  • ATM (Mixtape) 2018 VertiMontenegro Zero 2018 Vertigo
  • Follow Mich Nicht 2017 Hayati Records
  • Nightliner 2016 Katamaran Music
  • Havarie 2015 Eigenproduktion

Hayiti bei COSMO:

Stand: 16.03.2018, 17:04