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Four Tet

Four Tet

Jazz, Ambient, "Folktronica"?

Four Tet

Nicht etwa vier, sondern nur ein Mastermind steckt hinter Four Tet: Der Londoner Kieran Hebden schafft seit zwanzig Jahren die Qudratur des Dancekreises, indem er Free Jazz und Techno, HipHop und Ambient verknüpft.

Früh übt sich: Der Sohn einer südafrikanischen Inderin und eines Briten hat in London bereits mit 15 Jahren seine erste Band: Fridge spielen Postrock. 1997, während seines Studiums der Mathematik, macht er sich selbständig und nennt sich fortan Four Tet. Die am heimischen Computer entstehenden Werke – darunter eine 25-minütige Single – sind genauso Free-Jazz- wie HipHop-beeinflusst. Ab dem zweiten Longplayer "Pause" schafft er 2001 einen Stil aus Folk, Electronica und Krautrock, den Kritiker "Folktronica" nennen. Hebden selbst mag das Etikett nicht: Seine Reaktion ist die harsche Platte "Everything Ecstatic", die sehr rhythmusbetont ist und auch mit frühen Techno-Versatzstücken spielt. Die Jazzästhetik bleibt aber wichtig für den Turntable-Produzenten: 2005 kollaboriert er mit dem Jazzdrummer Steve Reid.

Remixes hat er Mitte der Nullerjahre bereits für Aphex Twin, Radiohead, Bonobo, Bloc Party und The xx erstellt. 2008 wird Hebden für den Abspann zum Bond-Film "Ein Quantum Trost" eingespannt.  Weitere Teamworks mit so unterschiedlichen Köpfen wie Laurie Anderson und Hebdens Ex-Schulfreund Burial folgen. Über die neuesten Scheiben von Four Tet, die oft liebliche Hang- und Harfensamples mit sphärischen Grooves paaren, gehen die Meinungen auseinander - von "Hintergrundmusik" zu "tiefschichtigem Ambient" reichen die Urteile.

Diskografie:

  • Dialogue, 1999 Output
  • Morning / Evening, 2015 Text Records
  • Beautiful Rewind, 2013 Text Records
  • There Is Love In You, 2009 Domino
  • Everything Ecstatic, 2005 Domino
  • Pause, 2001 Domino
  • Dialogue, 1999 Output