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Baloji

Baloji

Afropäische Collagen

Baloji

Zwar kommt er vom HipHop, doch Balojis Vision von afrikanischer Musik ist allumfassend. Mit vielen Gastmusikern bündelt der Belgo-Kongolese Rumba, Soukous, Rap, Trap und Funk zu einer fantastischen afropäischen Collage.

Baloji kommt 1978 im kongolesischen Lubumbashi zur Welt. Seine Mutter ist Kongolesin, sein Vater Belgier, und der nimmt ihn in seine Heimat. Dort fühlt sich der nur Swahili-sprechende Baloji fremd, desorientiert wächst er auf und gerät mit der Polizei in Konflikt. In einer Jugendstrafanstalt entdeckt er seine Vorliebe für Rap. Erste musikalische Schritte unternimmt er als MC Balo mit der HipHop-Crew Starflam, die bis 2004 große Erfolge in Belgien feiert. Nach Differenzen setzt Baloji seine Laufbahn solo fort.

Der Start ist 2007 das Album "Hotel Impala", auf dem er autobiographisch seine Erfahrungen und Gefühle als Halbafrikaner in Belgien verarbeitet. Die Identitätssuche verdichtet sich mit "Kinshasa Succursale": Erstmals geht Baloji wieder in die DR Kongo zurück und erschafft mit riesiger Gastbesetzung (u.a. Zaiko Lang-Langa, Konono No1) ein Kaleidoskop von afrikanischen Tönen. Kamerunischer Chorgeang, Balafone, Daumenklaviere, Rumba, Soukous und Funk verschmelzen um seinen Rap herum zu einem Gesamtkunstwerk.
Auch auf dem Nachfolgewerk "137 Avenue Kaniama" huldigt Baloji der Heimat seiner Mutter: Der Titel des Albums ist die Adresse seiner Geburt. Neben den kongolesischen Roots fügt der Rapper dieses Mal auch Farben aus Ghana, Nigeria und Somalia und Simbabwe ein, den Anschluss ans 21.Jahrhundert hält er mit Dance- und Afrotrap-Elementen.

Diskografie:

  • 137 Avenue Kaniama (2018, Bella Union)
  • 64 Bits And Malachiate (2015, Bella Union)
  • Kinshasa Succursale (2010, Crammed Discs)
  • Hotel Impala (2007, EMI)

Stand: 18.08.2021, 13:08