Xavier de Maistre

Xavier de Maistre

Solist der Saison 2014/2015

Xavier de Maistre

Mit neun Jahren verliebte er sich in die Harfenlehrerin an der Musikschule seiner Heimatstadt Toulon. Damit war für Xavier de Maistre alles entschieden: Das nobel geschwungene und üppig vergoldete Instrument prägte fortan seinen Lebensweg.

Flankierend zu einem Harfenstudium am Pariser Conservatoire schrieb sich de Maistre auch für Politische Wissenschaften ein – den Eltern zuliebe, die nicht so recht glauben wollten, dass er mit Harfenspiel jemals seinen Lebensunterhalt bestreiten könnte. Diese Bedenken waren freilich schnell ausgeräumt, als der Franzose 1994 mit nur 22 Jahren vom Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks engagiert wurde. Von hier wechselte de Maistre 1999 zu den Wiener Philharmonikern – eine Traumstelle, die er aber nach elf Jahren wieder verließ, um sich ganz auf seine solistische Karriere zu konzentrieren.

Der Hamburger Musikhochschule, die ihn 2001 zum Professor berufen hatte, blieb er weiterhin verbunden. Ob als Solist mit Orchester, in Solo-Rezitals oder an der Seite hochrangiger KünstlerkollegInnen wie der Sopranistin Diana Damrau – Xavier de Maistre spielt alle Klischees vom neblig-verhangenen Harfenklang mit virtuoser Bravour und fesselnder Gestaltungskraft hinweg.

Xavier de Maistre

Xavier de Maistre

Als »Solist der Saison« des WDR Sinfonieorchesters präsentiert er zentrale Werke seines Repertoires: Konzerte von Georg Friedrich Händel und Joseph Haydn, vom Leipziger Gewandhauskapellmeister Carl Reinecke und dem russischen Nachromantiker Reinhold Glière. Preziosen des französischen Impressionismus stehen beim Kammerkonzert mit MusikerInnen des WDR Sinfonieorchesters auf dem Programm – neben einer spektakulären Harfenfassung von Smetanas Moldau, mit der Xavier de Maistre schon rund um den Erdball Furore gemacht hat.

Stand: 21.05.2014, 12:08