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Komponist Li Huanzhi

Werkeinführung: Li Huanzhi - Frühlingsfest-Ouvertüre

Stand: 01.02.2020, 08:00 Uhr

Von Anja Renczikowski

Erst vor ein paar Tagen, am 25. Januar 2020, wurde das chinesische Neujahrsfest gefeiert und damit das Jahr der Ratte eingeläutet. Das Neujahrsfest, auch bekannt als Frühlingsfest, ist einer der wichtigsten Festtage in China. Eine besonders schöne Szene während des Neujahrsfests in der Region von Shanbei schildert die "Frühlingsfest"- Ouvertüre von Li Huanzhi.

Geboren 1919 in Hongkong, wuchs Li Huanzhi mit verschiedenen musikalischen Einflüssen auf, darunter mit der kantonesischen und taiwanesischen Oper. Er sang im Kirchenchor und lernte das Orgelspiel – und er hatte ein Faible für westliche Popsongs. Viele seiner Kompositionen sind westlich geprägt, unter anderem hat er Texte von Alexander Puschkin vertont. Die "Frühlingsfest"-Ouvertüre ist der erste Satz einer Suite, die Li Huanzhi 1955/56 für die Feierlichkeiten schrieb, bei denen das neue Jahr mit farbenreichen Paraden, spektakulär anmutenden Drachenschlangen – und eben mit Musik willkommen geheißen wird. Im Mittelteil gibt es eine erzählerisch-lyrische Passage, die an die Gesänge des Yangge erinnert, eines chinesischen Volkstanzes in Shanbei, der neben Tiger- und Drachentanz Teil des Immateriellen Kulturerbes der Volksrepublik China ist. Die Ouvertüre war 2007 eines der Musikstücke, die mit der Raumsonde Chang’e-1, der ersten Mission im Mondprogramm von China, ins All ausgesendet wurde.