Pierre-Alain Chamot

Pierre-Alain Chamot

Pierre-Alain Chamot

  • Instrument/Position: 2. Violine
  • Geboren: 1963
  • Ich komme aus: der Schweiz
  • Mitglied im WDR Sinfonieorchester seit: 1987

Mein Weg zum WDR Sinfonieorchester:
Ich habe in Lausanne und Genf mein Studium angefangen und an der Folkwang Hochschule in Essen mit dem Konzertexamen abgeschlossen. Mein wichtigster Lehrer war Prof. Vesselin Paraschkevov, ehemaliger Konzertmeister im WDR Sinfonieorchester; ich habe Meisterkurse bei Tibor Varga, Victor Pikaizen, Valery Gradow und anderen besucht. Ich habe auch Kammermusik studiert unter der Anleitung von Walter Levin, Menahem Pressler, Heinrich Schiff und Eberhard Feltz.

Ich engagiere mich sehr gern für den Musikernachwuchs und betreue seit 2006 die Patenschaft zwischen dem Landesjugendorchester NRW und unserem Orchester. In der Akademie des WDR Sinfonieorchesters arbeite ich als Mentor und im Vorstand. Mit einigen Kolleg*innen habe ich den Verein Elongo e.V. gegründet, um Musiker*innen in Kinshasa (Kongo) zu unterstützen (www.elongo-verein.de).

MEHR ZU MIR

MEHR ZU MIR

So kam ich zu meinem Instrument:
Beim Spielen auf dem Dachboden unseres Hauses in der Schweiz fand ich eine alte Geige; es war Liebe auf den ersten Blick.

Mein erstes / prägendstes musikalisches Erlebnis:
In unserem Dorf gab es eine Blaskapelle; ich war als Kind fasziniert, dass so viele Instrumente harmonisch zusammenspielen können. Meine Mutter spielte auch ein wenig Klavier, ich hörte gern immer wieder den gleichen Stücken zu.

Wichtige künstlerische Erfahrungen:
Viele unserer Solisten sind für mich sehr inspirierend: Frank-Peter Zimmermann, Christian Gerhaher, Herbert Schuch und viele weitere.

Weitere musikalische Interessen:
Ich höre gern Jazz, Klezmer und Musik aus anderen Kulturkreisen.

Leidenschaften neben der Musik:
Ich spiele mit Begeisterung Go, ein sehr altes Brettspiel aus Asien, und ich zeichne sehr gern und regelmäßig.

Das fasziniert mich an meinem Beruf:
Ich bin davon fasziniert, dass Musik die Menschen auf so vielen Ebenen berühren kann; an Orchestermusik fasziniert mich ihre Vielseitigkeit und der große Bogen, den sie zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schlägt.

Mein erstes Konzert im WDR Sinfonieorchester:
Es war ein Konzert in der Kirche St. Maria im Kapitol mit Werken von John Cage, der anwesend war. Er sagte während einer Probe: "Das Schönste ist die Stille zwischen den Tönen."

Was bedeutet mir das WDR Sinfonieorchester:
Das WDR Sinfonieorchester ist der Ort, wo ich unter den besten Bedingungen und mit hervorragenden Kolleg*innen Musik machen kann. Ich empfinde es als großes Glück und Privileg.

Das mag ich an der Rolle meines Instruments im Orchester:
Wir zweite Geigen erleben die Musik vom Zentrum des Orchesters aus und können tief in den Klang eintauchen. Wir sitzen auch immer wieder neben unterschiedlichen Instrumenten: vor den Holzbläsern, neben den Hörnern usw., das ist sehr erfrischend.

Eine lustige Anekdote aus dem Orchesterleben:
Der junge, noch unbekannte Kirill Petrenko forderte uns in einer Probe auf: "...und jetzt bitte singen!", worauf das ganze Orchester spontan lauthals lossang. Petrenko kam nie wieder...

Herausragende Erlebnisse / Konzerte / Reisen:
Besonders schön waren der Mahler-Zyklus mit Gary Bertini, konzertante Opern mit Semyon Bychkov und die Sibelius-Sinfonien mit Jukka-Pekka Saraste.

Mit diesem Stück / Komponisten fühle ich mich besonders verbunden:
Die Sinfonien von Gustav Mahler finde ich tief bewegend; ich liebe besonders die dritte Sinfonie mit ihrem nicht endenden Strom an Gefühlen, Bildern und Ideen und mit ihrer unwiderstehlichen, glücklichen Schlussapotheose.