Zehnjähriger studiert Mathematik an Universität Münster

Lokalzeit Münsterland 24.04.2024 04:00 Min. Verfügbar bis 24.04.2026 WDR Von Detlef Proges

Zehnjähriger ist jüngster Student der Uni Münster

Stand: 24.04.2024, 15:39 Uhr

Friedrich Wendt ist ein Überflieger. Mit nur zehn Jahren studiert er im zweiten Semester Mathe an der Uni Münster. Er ist hier der bisher jüngste Student.

Friedrich Wendt schreibt mit einem roten Stift an eine weiße Tafel.

Friedrich Wendt studiert mit nur zehn Jahren Mathe

Es gibt nicht viele Kinder, die so sehr von Zahlen begeistert sind wie der zehnjährige Friedrich aus Nottuln. Und zwar so sehr, dass er seine Mathekenntnisse in einem freiwilligen Studium neben der Schule vertieft.

Es ist so, als würde ich vor einem großen Mathematikrätsel mit lauter Formeln und Nummern sitzen und das macht sehr viel Spaß. Friedrich Wendt

Bei einer Uni-Veranstaltung für Kinder lernte der Zehnjährige den Mathematik-Professor Matthias Löwe vom Institut für Mathematische Stochastik kennen. Schnell hat Löwe gemerkt, dass er es mit einem Hochbegabten zu tun hat.

Auf der linken Seite ist Professor Matthias Löwe zu sehen. Recht im Bild steht der Student Friedrich Wendt.

Der Zehnjährige trifft einmal in der Woche Mathematik-Professor Matthias Löwe

Vor allem Friedrichs Gedächtnis und seine Fähigkeit, Muster zu erkennen, haben ihn beeindruckt. "Das hilft natürlich sehr in der Mathematik", so der Professor und Mentor. Einmal die Woche trifft er sich mit dem Zehnjährigen, um über Zahlenreihen zu diskutieren und mathematische Probleme zu erörtern.

Morgens Schule, dann ab zur Uni

Die Uni ist für Friedrich Wendt aber nur Nebensache, er geht natürlich noch zur Schule. Aber: Statt in die fünfte Klasse zu gehen, besucht er bereits die siebte Jahrgangsstufe des Gymnasiums in Dülmen-Buldern. Im Fach Mathe bekommt er Einzelunterricht.

Professor Matthias Löwe (links im Bild) spricht mit Student Friedrich Wendt (rechts im Bild).

Mit dem Professor Matthias Löwe knackt Friedrich Rechenprobleme

Für das Studium wird er mehrmals die Woche nach Münster gebracht. Montags und donnerstags lernt er zuerst morgens in der Schule, danach geht es in die Uni zur Vorlesung. Mittwochs gibt es noch den 1:1-Unterricht bei Professor Löwe.

Mittlerweile hat sich Friedrich an die älteren Kommilitoninnen und Kommilitonen gewöhnt. "Sie sind nett und freundlich," sagt der Zehnjährige. Und zu der Frage, was er davon hält, wenn er als Wunderkind bezeichnet wird, antwortet er selbstsicher: "Ich finde es großartig, wenn meine Fähigkeiten geschätzt werden."

Quellen:

  • Uni Münster
  • WDR-Reporter vor Ort