Eine kleine Hebebühne steht auf der belebten Venloer Straße in Köln-Ehrenfeld und auf dem Bürgersteig stehen die fünf Schwestern Hacer, Rukiye, Fatma, Zeynep und Saliha und reden durcheinander.
Die Beleuchtung selbst organisiert
Für Rukiye und die anderen ist das alles sehr aufregend. "Es war eine lange Vorbereitungsphase für uns. Wir haben die Elemente entworfen, aber wir wussten auch nicht wirklich, was auf uns zukommt und die jetzt live zu sehen, ist total toll für uns."
Die Ramadanbeleuchtung lernte die jüngste Schwester Saliha bei ihrem Auslandspraktikum in London vor einem Jahr kennen und brachte die Idee mit nach Köln. Die anderen vier Schwestern waren direkt begeistert.
Vor einem Jahr haben sie dafür extra einen privaten Verein gegründet, unabhängig von religiösen Gemeinschaften und Spenden gesammelt. Drei Lichter haben sie aus der Türkei importiert, die anderen wurden in Deutschland gefertigt.
Am Donnerstag war es dann soweit: Die Ramadan-Beleuchtung wurde an dreizehn Laternen auf der Venloer Straße in Köln Ehrenfeld montiert. Jedes einzelne Lichtelement wie der Halbmond oder der Ramadan Schriftzug wurde an die Straßenlaternen angeschraubt.
Ramadan sichtbarer machen
Bei jedem fertig angeschraubten Lichtelement klatschen die Schwestern. Saliha, die jüngste Schwester ist gerührt. "Wenn ich auf diese Lichter schaue, das gibt mir so ein erfüllendes Gefühl."
Die Lichter werden bis Mitte April von der Dämmerung bis Mitternacht leuchten und damit für eine festliche Ramadan-Stimmung in Köln sorgen.
Unsere Quellen:
- Reporterin vor Ort
- Organisatorinnen des Projekts
Über dieses Thema berichten wir am 08.03.2024 auch im Hörfunk auf WDR2 und WDR5.