Schwarz-Grün in NRW: Wer auf der Regierungsbank sitzen könnte

Die Namen der künftigen NRW-Minister sind teilweise schon bekannt. Während die Grünen schon für Klarheit gesorgt haben, lässt sich die CDU noch Zeit.

Leere Regierungsbank im NRW-Landtag

Acht Ministerposten für die CDU und vier für die Grünen - so wird die künftige Landesregierung zusammengesetzt sein. Am Mittwoch wird das Kabinett im Landtag vereidigt und zum ersten Mal auf der Regierungsbank Platz nehmen. Ein paar Namen sind schon bekannt.

Acht Ministerposten für die CDU und vier für die Grünen - so wird die künftige Landesregierung zusammengesetzt sein. Am Mittwoch wird das Kabinett im Landtag vereidigt und zum ersten Mal auf der Regierungsbank Platz nehmen. Ein paar Namen sind schon bekannt.

Seine Rolle steht fest, alles andere als eine Wiederwahl von Hendrik Wüst (CDU) wäre eine Sensation. Denn CDU und Grüne haben zusammen eine satte Mehrheit von 18 Stimmen. Am Dienstag stellt er sich zur Wahl.

Sie wird stellvertretende Ministerpräsidentin: Mona Neubaur. Als Spitzenkandidatin hat sie den Wahlkampf der Grünen angeführt und auch die Koalitionsverhandlungen geleitet. Neubaur wird das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klima und Energie übernehmen.

Josefine Paul ist bisher Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag. Sie kümmert sich seit 2017 um die Themen Kinder, Jugend und Familie und Gleichstellung. Passend dazu wird sie nun das Ministerium für Kinder, Jugend und Familie, Gleichstellung, Integration und Flucht leiten.

Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr übernimmt Oliver Krischer. Der Grüne-Bundestagsabgeordnete ist bislang Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz und wechselt nun nach Düsseldorf.

Benjamin Limbach wird neuer nordrhein-westfälischer Justizminister. Der Volljurist ist derzeit noch Präsident der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung. Der Sohn der ehemaligen Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Jutta Limbach, ist eine Überraschung. Regierungserfahrung hat er bislang nicht.

Bei der CDU wird der bisherige Innenminister Herbert Reul, wie man hört, voraussichtlich weiterhin für die Innere Sicherheit zuständig sein. Reul war als oberster Dienstherr der Polizei beliebt und im Wahlkampf eines der Zugpferde der CDU.

Karl-Josef Laumann stand als Gesundheitsminister während der Pandemie im Rampenlicht. Auch er gilt als gesetzt für das schwarz-grüne Kabinett.

Die bisherige Kommunalministerin Ina Scharrenbach wird ebenfalls als künftige Ministerin gehandelt. Scharrenbachs bisherige Geschäftsbereiche Heimat, Bau und Kommunales liegen weiter bei der CDU. Sie ist in den letzten Tagen aber auch im Zusammenhang mit dem Finanzministerium genannt worden, ein Gerücht, das die 45-Jährige auf Nachfrage weder bestätigen noch dementieren wollte.

Ina Brandes übernahm im Herbst 2021 das Verkehrsministerium von Wüst. Das Ressort verantworten nun aber die Grünen. Brandes wird in der Düsseldorfer Polit-Bubble häufig genannt. Welches Ministerium sie übernehmen könnte, ist aber offen.

Der bisherige Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski, könnte in die Riege der Minister aufrücken. Vorstellbar wäre aber auch, dass Liminski weiterhin die Staatskanzlei leitet, vom Staatssekretär zum Minister aufsteigt und dafür noch zusätzliche Bereiche wie Bundes- und Europaangelegenheiten oder Medien erhält. Dass er Schulminister wird, wie vornehmlich auf Twitter heftig diskutiert und befürchtet wird, gilt in Düsseldorf als unwahrscheinlich.

Stand: 28.06.2022, 11:05 Uhr