CDU und CSU eröffnen Europa-Wahlkampf in Münster

CDU und CSU eröffnen Europa-Wahlkampf in Münster

  • CDU/CSU: "Heiße" Wahlkampf-Phase gestartet
  • Mehr als 1.000 Gäste in der Halle Münsterland
  • Manfred Weber Hauptredner in Münster

Mit einer gemeinsamen Eröffnungsveranstaltung in Münster haben CDU und CSU am Samstag (27.04.2019) offiziell die "heiße" Phase ihres Wahlkampfes zur Europawahl begonnen. Dabei warnten sie vor allem vor einer Spaltung Europas. "Wir lassen uns Europa von Links- und Rechtspopulisten nicht kaputtmachen", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU).

Auch der EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber (CSU), CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sowie der CSU-Vorsitzende Markus Söder riefen dazu auf, die europäischen Werte zu verteidigen. "In vielen Staaten der EU ist die Frage, die eigentlich beantwortet war, wieder zurück: Spaltung oder Zusammenhalt", sagte Weber. Europa müsse "gegen die Nationalisten und die Egoisten verteidigt werden".

Kramp-Karrenbauer: EU ein "Friedensprojekt"

CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer bezeichnete die Europäische Union als "Friedensprojekt", das es gegen autoritäre Vorstellungen von Politik und Gesellschaft zu bewahren gelte. Für Europa gehe es nun um die Frage, "ob wir unsere Werte, ob wir unsere Art zu leben, ob wir das zukünftig in die Welt einbringen wollen".

Sowohl Kramp-Karrenbauer als auch Weber forderten, die EU müsse sich gegen China behaupten. Die CDU-Chefin kritisierte die Überwachungspraktiken. In China würden Millionen Menschen für unerwünschtes soziales oder politisches Verhalten bestraft. "Wir haben die Verantwortung, dass das nicht Standard in der Welt wird", sagte sie.

Angela Merkel nicht dabei

Im Vorfeld hatte es in der Union Diskussionen gegeben, weil Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht an der Auftaktveranstaltung teilnahm, sondern nur beim Wahlkampfabschluss auftritt. Sowohl Weber als auch Kramp-Karrenbauer lobten jedoch ihre Rolle in der EU.

Stand: 27.04.2019, 21:00