Tanzlehrer umgeben von tanzenden Paaren

Vom Glück zu tanzen

Stand: 20.03.2024, 10:58 Uhr

Georg Stallnig ist Tanzlehrer. Aber auch ein bisschen Altenpfleger, Sozialarbeiter, Fitnesstrainer und Paartherapeut. Sogar Teenager finden ihn cool. All das Verklemmte, das Peinliche und Gezwungene, etwas Verstaubte, was vielleicht mit Tanzschulen in Verbindung gebracht wird, das gibt es bei Georg Stallnig nicht.

Tanzlehrer zusammen mit einem tanzenden Paar

Georg Stallnig tanzt nicht nur Saturday Nightfever, er ist Saturday Nightfever

Er bringt jeden zum Tanzen. Es geht ihm nicht (nur) um Walzer, Foxtrott, Samba, nicht nur um den richtigen Schritt oder um die Show, es geht für ihn darum, auch innerlich zu tanzen. Es geht ihm um das ganz Große: Um das Leben, um Glück und Gemeinschaft, um den Moment. Frei sein.

Stallnig, der 1989 als Flüchtling über Ungarn aus der DDR nach Köln kam, möchte Sicherheit geben. Die Sicherheit, dass sich niemand lächerlich macht, der tanzt. Er macht Männer glücklich, die auf gar keinen Fall einen Tanzkurs machen wollten. Er bringt in der „Beschwingten Stunde mit Georg“ alte Menschen, die an Demenz erkrankt sind, zum Swingen. Teenager tanzen mit ihm Foxtrott und in den Schulen reißen sich die Kinder um ihn, wenn er zur „Bewegten Pause“ auflegt. Am 25.04. bringt er dem WDR-Publikum ein bisschen Leichtigkeit, wenn es bei Menschen hautnah heißt: Vom Glück zu tanzen. Auf geht’s.

Ein Film von Annette Zinkant

Redaktion: Britta Windhoff