Mega-Attraktion CentrO – Von der Stahlküche zur Goldgrube

Mega-Attraktion "Centro": Von der Stahlküche zur Goldgrube Heimatflimmern 18.09.2020 43:40 Min. UT AD Verfügbar bis 18.09.2021 WDR Von Eva Schötteldreier, Martin Tönnessen

Mega-Attraktion CentrO – Von der Stahlküche zur Goldgrube

Das CentrO in Oberhausen ist eines der größten Shopping-Zentren in Europa. Ein gigantischer Komplex von 83 Hektar, der jedes Jahr rund 23 Millionen Besucher anlockt. Doch nicht nur das: Das CentrO ist eine Touristenattraktion, ein Freizeitparadies, in dem sich ganze Wochenenden verbringen lassen.  Und es ist ein nicht mehr wegzudenkendes Stück der Regionalgeschichte, ein Paradebeispiel für den Strukturwandel im Ruhrgebiet.

Als die Zeiten von Kohle, Eisen und Stahl in Oberhausen endeten, begann mit dem CentrO ein ganz neues Kapitel, das bis heute nicht unumstritten ist. Das Einkaufsparadies sollte die Stadt in eine neue, bessere Zukunft führen, der Motor sein für den Aufschwung einer kriselnden Region.  Aber man fürchtete auch die Sogkraft des Einkaufszentrums.

Blick auf den Gasometer in der Ferne

Der Gasometer: Als stummer Zeitzeuge erinnert er an die industrielle Vergangenheit des CentrO-Geländes.

Bis heute prägt das CentrO die Geschichte des Einkaufens im Herzen des Ruhrgebiets. Wo früher die Hochöfen glühten, klingeln heute die Kassen. Und die Oberhausener sind stolz auf "ihr" CentrO.

Zwar hat die Corona-Krise eine leere Seite in der Erfolgsgeschichte hinterlassen – eine so lange Zwangspause hat es hier noch nie gegeben. Doch jetzt läuft der Betrieb wieder an und jeder hier brennt darauf, endlich wieder richtig anpacken zu können. Eben genauso wie seit fast 25 Jahren, in denen diese Erlebniswelt nun schon existiert.

Die Autoren Eva Schötteldreier und Martin Tönnessen blicken hinter die Kulissen des CentrO und erzählen die Geschichten von Menschen, in deren Leben dieser Ort eine besondere Rolle spielt. Waghalsige Gebäudereiniger polieren die Glaskuppeln des Centers für den Re-Start nach Corona auf Hochglanz – 30 Meter über den Köpfen der Besucher.

Männer in Sängeranzügen stehen auf einer Halde und

Sie kennen das Ruhrgebiet noch anders: Mitglieder des Sängerbundes Gutehoffnungshütte auf der Halde Haniel in Bottrop.

Ehemalige "Malocher" aus dem Hüttenwerk erzählen von den alten Zeiten "auf der Hütte". Sie halten die Ruhrpott-Romantik mit ihrer Tradition in Liedern und Geschichten am Leben.

Die Arbeiter am Gasometer verpassen der "alten Tonne" in schwindelerregender Höhe ein neues Gewand, damit den Oberhausenern ihr Wahrzeichen noch weiterhin lange erhalten bleibt. Vor sieben Jahren präsentierte Christo im Gasometer sein Big Air Package. Heute, während der Renovierung, sieht der Gasometer von außen aus, als habe Christo ihn verhüllt.

Ein Taucher streichelt eine Schildkröte

Streicheleinheiten: Beim Reinigen des SeaLife-Aquariums wird Schildkröte Twiggy verwöhnt.

Die großen Becken des SeaLife-Aquariums werden von Tauchern für den neuerlichen Besucheransturm herausgeputzt. Sie feiern nach langer Corona-Pause ein Wiedersehen mit den schwimmenden Bewohnern – darunter die Schildkröte Twiggy, die bei dieser Aktion an ihre Streicheleinheiten kommt.

Beim Bummeln im Shopping-Center oder beim gemütlichen Schippern auf dem Rhein-Herne-Kanal - überall stoßen die Filmemacher auf die Spuren der Industriegeschichte, die hier an jeder Ecke präsent ist. Ein Tag im CentrO Oberhausen kann etwas ganz Besonderes werden.

Ein Film von Eva Schötteldreier und Martin Tönnessen
Redaktion: Dorothee Pitz

Stand: 04.09.2020, 17:45