Die ALDI-Brüder

Porträtbild der beiden Schauspieler, die die Aldibrüder spielen, in einem "Tante-Emma-Laden"

Die ALDI-Brüder

Am 29. November 1971 wird der Unternehmer Theo Albrecht Opfer einer Entführung. Gefordert wird die bis dato höchste Lösegeldsummer der Bundesrepublik. Es folgen 17 Tage Martyrium. Zum Zeitpunkt der Entführung ist es gerade zehn Jahre her, dass die Albrecht-Brüder die Bundesrepublik unter sich in Nord und Süd aufgeteilt hatten. Ihre Geschäfte führten sie seitdem getrennt.

Porträtbild der beiden Schauspieler, die die Aldi-Brüder spielen, in einem Büro vor einer Deutschland-Karte

Geteiltes Discounter-Reich: Karl Albrecht (Christoph Bach, l) und Theo Albrecht (Arndt Klawitter) teilten die Bundesrepublik in Nord und Süd auf (Spielszene)

Für das packende Doku-Drama "Die ALDI-Brüder" hat Regisseur Raymond Ley diese 17 Tage der Entführung zum Dreh- und Angelpunkt seiner Erzählung über eine der bedeutendsten und gleichsam geheimnisvollsten Unternehmerfamilien Deutschlands gemacht. In zahlreichen Rückblicken in die Kindheit der beiden Brüder sowie die Zeit des Aufbaus ihres Handelsimperiums, erzählt der Film zudem die Geschichte von zwei der bedeutsamsten Unternehmer in der jungen Bundesrepublik und damit auch ein Stück deutsche Wirtschaftsgeschichte.

Szenenfoto: Maskierte Männer mit einem Gefangenen und einem Polizisten

Die Übergabe: Die Entführer Ollenburg (Peter Kurth, l) und Kron (Ronald Kukulis, 2.v.r.) treffen mit dem entführten Theo (Arndt Klawitter, 2.v.l.) auf Bischof Franz Hengsbach (Hans-Peter Deppe, r.) (Spielszene)

Theo Albrecht (gespielt von Arnd Klawitter) verantwortete ALDI Nord, Karl (Christoph Bach) die Läden von ALDI Süd. Sparsamkeit war von jeher das Erfolgsrezept der katholischen Brüder - sowohl was die Ausstattung ihrer Läden anging, als auch ihren eigenen Einkauf. In den Läden der Albrechts gab es weder Regale für die Artikel noch Verkaufspersonal.

Keine freiwillige Entscheidung der beiden Brüder, wie Walther Vieth, der 1961 als Geschäftsführer den ersten ALDI-Laden eröffnete, im Film erklärt: "Das ALDI-Prinzip ist aus der Not geboren worden. Die kleinen Läden, die die beiden Brüder nach dem Krieg aufgebaut hatten in den Arbeitersiedlungen, liefen nicht mehr. Der ALDI-Diskont ist wirklich als Arme-Leute-Laden entstanden."

Mit niedrigen Preisen und einem schmalen Sortiment machten die Albrechts schnell ein Millionengeschäft und wurden zu wohlhabenden Männern. Durch die Trennung ihres Wirkungsbereichs in Nord und Süd wurden die bis dahin unzertrennlichen Brüder aber auch zu Konkurrenten: Wie veränderte sich dadurch das Verhältnis innerhalb der Familie? Wie unterschieden sich die Albrechts in ihrer Führung der Geschäfte? Und wer war erfolgreicher?

Durch viele Gespräche und Recherchen gelang Regisseur Ley für diesen Film erstmals eine authentische Charakterstudie der sagenumwobenen Unternehmerbrüder.

Buch: Dirk Eisfeld; Hannah und Raymond Ley,
basierend auf einem Drehbuch von Mira Thiel

Regie: Raymond Ley
Kamera: Philipp Kirsamer
Schnitt: Florian Drechsler
Szenenbild: Harald Turzer
Kostüme: Heike Hütt

Darsteller:

  • Theo Albrecht: Arnd Klawitter
  • Karl Albrecht: Christoph Bach
  • Heinz-Joachim Ollenburg: Peter Kurth
  • Paul Kron: Ronald Kukulies
  • Mia Albrecht: Hannah Schröder
  • Cilly Albrecht: Adina Vetter


Redaktion: Christiane Hinz (WDR/Federführung), Marc Brasse & Silke Schütze (NDR), Gerolf Karwarth (SWR)

Eine Produktion von AVE Publishing GmbH & Co. KG und CCC Filmkunst GmbH in Koproduktion mit WDR, NDR, SWR und CCC, gefördert von Film- und Medienstiftung NRW

Stand: 03.01.2019, 18:05

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