Als der Ruhrpott noch schwarz-weiß war: Das lange Elend mit der Kohle

sw-Foto, eine Straße, im Hintergrund ein Hüttenwerk

Als der Ruhrpott noch schwarz-weiß war: Das lange Elend mit der Kohle

Unter dem Titel "Als der Ruhrpott noch schwarz-weiß war" machen wir die Lebenswelt im Ruhrgebiet der sechziger Jahre erlebbar.

Teil 2: Das lange Elend mit der Kohle

Nur die frühesten Berichte von 1956 transportieren noch das Selbstbewusstsein, das der Steinkohlebergbau als Motor des Wiederaufbaus nach dem Krieg hatte. Schon sehr bald danach ist von ersten Krisen die Rede, von Feierschichten, von wachsenden Halden und von Zechenstilllegungen. Es sind dramatische Berichte vom ohnmächtigen Protest der Bergleute, vom Abriss der Werksanlagen und vom Schlangestehen im Arbeitsamt.

Noch scheint es Alternativen zu geben, die Stahlindustrie zum Beispiel, das neu gegründete OPEL-Werk in Bochum oder andere Betrieben, die sich im Ruhrgebiet ansiedeln, weil es hier noch Arbeitskräfte gibt. Aus der Rückschau wird nachvollziehbar, wie sich der Beginn des Strukturwandels anfühlte, und es stimmt sehr nachdenklich, wie aktuell viele der Bilder aus den sechziger Jahren heute wieder sind.

Aus mehr als hundert Filmberichten, die in den Archiven des WDR liegen, hat der Autor Paul Hofmann die eindrucksvollsten und typischsten Passagen ausgewählt und zu Collagen zusammengestellt, die ohne jeden Kommentar von heute das Leben von damals schildern.

Ein Film von Paul Hofmann
Redaktion: Beate Schlanstein

Stand: 31.10.2018, 16:55

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