Kochfelder – günstig, schnell und sparsam

Der Haushaltscheck 02.01.2024 44:25 Min. UT Verfügbar bis 02.01.2029 WDR

Der Haushalts-Check mit Yvonne Willicks

Kochfelder – günstig, schnell und sparsam

Stand: 27.12.2023, 16:57 Uhr

Knapp jeder zweite von uns benutzt es täglich: das Kochfeld. Am beliebtesten sind Kochfelder mit Wärmestrahlung und Induktion. Aber wo liegen die Vorteile des Induktionsfeldes? Und wie kocht es sich auf jeder Platte energiesparend, schnell und günstig?

Von Rebecca Ankerhold

Induktionsplatten im Vergleich

Das Bild zeigt Yvonne beim Testen von einer Induktionsplatte

Induktionsfelder sind im Fachmarkt weit verbreitet. Viele Küchenstudios stellen nur noch Kochfelder mit dieser Technologie aus. Der Haushalts-Check hat sich drei Modelle genauer angeschaut und sie einem Alltagscheck unterzogen:

IKEA MATMÄSSIG

Ikea Matmässig

Das Einstiegsmodell mit 299.-- Euro kann vor allem im Preis überzeugen. Dafür hat es wenige extra Funktionen und ist nicht so belastbar wie die anderen beiden Test-Modelle.

Das Bild zeigt das Einstiegsmodell Ikea Matmässig

+Günstig
+Bedienungsfreundlich
+Timer- und Pausenfunktion
+Überkochschutz -Booster Funktion nur auf zwei Kochzonen
-keine Flexinduktion oder Bridgefunktion
-zu kleine Kochzonen

AEG IKE64441XB

AEG IKE64441XB

Ausgestattet mit Extrafunktionen wie Flexinduktion und einer Bridgefunktion haben wir dieses Modell für 599,99 Euro (UVP: 1359.--Euro) bekommen. Das Wasser kocht zwar etwas langsamer auf als auf dem Kochfeld von Siemens (siehe unten), kommt jedoch bei der Belastbarkeit an das teurere Modell beinahe heran. Abstriche muss hier bei der Bedienung gemacht werden, im Vergleich zu den anderen Kochfeldern ist diese komplizierter.

Das Bild zeigt das AEG IKE64441XB

+ Flexinduktion
+ Automatische Topferkennung
+ Booster Funktion auf allen Kochzonen
+ Timer mit automatischer Ausschaltfunktion
+ Überkochschutz
+ Bridgefunktion
+ Kochfeld- CountUp- und Öko-Timer für Restwärme-Nutzung, sowie Pausenfunktion
- Bedienung nicht so intuitiv

Siemens EX675LXC1E

Siemens EX675LXC1E

Das Induktionskochfeld von Siemens ist mit vielen Extrafunktionen ausgestattet, bleibt dabei aber intuitiv in der Bedienung. Der UVP liegt bei 2262.-- Euro, wir haben das Modell für 699,00 Euro gekauft. Für den Preis sind die Erwartungen hoch und tatsächlich konnte das Feld von Siemens nicht nur in puncto Schnelligkeit und Belastbarkeit überzeugen. Auch aus dem Laborcheck ging es als Sieger heraus.

Das Bild zeigt das Induktionskochfeld von Siemens

+ Booster Funktion auf allen Kochzonen
+ Flexinduktion und Bridgefunktion
+ Bratsensor
+ Energieverbrauchsanzeige
+ intuitive Bedienung
+ Kochfeld- und Countdown-Timer, reStart-Funktion, Laufzeitanzeige
+ Überkochschutz, Wischschutzfunktion und Kindersicherung
- Teuer in der Anschaffung

Energiesparendes Kochen

Egal, was Sie für ein Kochfeld Zuhause benutzen: Mit kleinen Handgriffen lässt sich beim Kochen bares Geld sparen. Selbst, wenn Ihr Produkt schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Denn: Entscheidender als das Kochfeld ist das Kochverhalten.

Um beim Kochen Geld zu sparen, können diese sieben Tipps Ihnen helfen:

  • Kochtopfdeckel: Die kleine Bedeckung des Kochtopfes vergisst man schnell - was ärgerlich ist. Denn bei der Benutzung des Deckels sparen Sie Zeit und bis zu 50% der Energie.
  • Kochtopf: Ist er zu klein für das Kochfeld, geht wertvolle Wärme an den Seiten verloren. Bei der richtigen Größe lassen sich bis zu 30% der Energie sparen. Manche Induktionsfelder lassen etwas mehr Spielraum. Der Induktionsherd kann den Kochtopf „aufspüren“ und die Kochzone entsprechen anpassen. Der Topf muss allerdings mindestens zwei Drittel der Platte abdecken.
  • Die Menge macht’s: Generell gilt: Je weniger Wasser beim Kochen verwendet wird, desto besser für das Portemonnaie. Bis zu 20% der Energie kann so gespart werden. Beispiel Eierkochen. Hier reichen zwei Fingerbreit Wasser aus.
  • Salz im Wasser: Beim Kochen ist Timing alles. Beim Salzen des Nudelwassers muss man sich jedoch nicht stressen. Das Wasser kocht zwar wirklich etwas schneller, wenn das Salz vorher drin ist. Die Ersparnis ist aber so gering, dass es keinen wirklichen Vorteil für den Geldbeutel hat.
  • Stromlos weiter garen: Ein Tipp aus Omas Trickkiste. Einfach das Gericht ankochen, in eine alte Bettdecke einhüllen und dort einige Minuten ruhen und stromlos mit Restwärme garen lassen. Wer keine alte Decke zu Hause hat, kann sich auch einen speziellen Kochsack zulegen. Kostenpunkt: ca. 119.—Euro. Laut Stiftung Warentest lassen sich dadurch aber bis zu 40 % der Energie sparen (TC 19:44). Im Internet finden sich außerdem viele Anleitungen, um das Helferlein selbst zu nähen.
  • Nachwärme: Sie spielt vor allem bei einem herkömmlichen Kochfeld mit Wärmestrahlung eine große Rolle. Ein Kochfeld bleibt nach dem Ausschalten in der Regel noch 5 bis 10 Minuten lang heiß. Bei Nudeln und Reis heißt das: nur einmal kurz aufkochen lassen und dann den Topf auf der ausgeschalteten Platte mit Deckel stehen lassen. Bei Kartoffeln den Herd etwa bei der Hälfte der eigentlichen Kochzeit ausstellen. Aufgepasst: Beim Induktionsfeld gibt es keine Nachwärme. Hier entsteht die Hitze nämlich direkt im Topf, folglich kann die Nachwärme nicht aktiv genutzt werden. Daher: rechtzeitig die Platte runterregeln und bei kleiner Hitze weiter garen.
  • Wasserkocher statt Kochtopf: Hier teilen sich die fachlichen Meinungen. Viel energiesparender ist diese Methode jedoch nicht, da beim Umschütten des heißen Wassers in den kalten Kochtopf wieder viel Wärme verloren geht. Besser: Schon eine kleine Menge Wasser im Topf aufkochen, während der Rest des Wassers im Wasserkocher energiesparend aufgekocht wird. Dadurch geht durchs Umschütten keine Wärme verloren. Und nicht vergessen: Deckel drauf!