Annette Frier und der Tod in der Agger - Aus der Reihe "Vorfahren gesucht"

Annette Frier

Annette Frier und der Tod in der Agger - Aus der Reihe "Vorfahren gesucht"

Eine geheimnisvolle „russische Zigeunerin“ habe ihm das Herz gebrochen – erzählt man sich in der Familie von Schauspielerin Annette Frier. Daraufhin habe sich ihr Ur-Ur-Ur-Urgroßvater vor Kummer in die Agger gestürzt und sei dort elendig ertrunken. Doch stimmt diese Familienlegende wirklich?

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Markus erzählt Annette von seinem Forschungsstand in Sachen Otto Wahlefeld. Die beiden befinden sich in Gummersbach an der Agger.

Was ist dran am „Aggertoten“? Zusammen mit dem „Vorfahren gesucht“-Team macht sich Annette Frier an die Aufklärung dieses mysteriösen Todesfalls vor fast 150 Jahren. Und schon bald entwickelt sich die Reise in die Vergangenheit zu einem echten Krimi.

Eine unglückliche Liebe

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Annette und ihr Mutter Mechthild erzählen dem Ahnenforscher Markus Weidenbach was sie bis jetzt über ihre Verwandten wissen.

Sogar ein Lied haben die Friers über die tragische Liebesgeschichte komponiert. Seit Kindertagen kennt die Kölner Schauspielerin Annette Frier die Mär vom unglücklichen Selbstmörder Friedrich Wilhelm Wahlefeld, den man angeblich tot in der Agger im gefunden hat. Zusammen mit dem Ahnenforscher Markus Weidenbach macht sie sich auf ins Bergische Land um in den dortigen Archiven eine Spur ihres Vorfahren zu finden.

Was geschah wirklich“

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Annette und Mechthild auf der Bücke bei Loope. Unter ihnen fließt die Agger. Hier ist ihr Vorfahr Friedrich Wilhelm Wahelfeld tot 1877 tot aufgefunden worden.

Die beiden werden tatsächlich fündig: eine Todesanzeige aus dem Jahr 1877. Doch etwas scheint seltsam: Dort, wo der Tote gefunden wurde, ist die Agger höchstens 20 oder 30 Zentimeter tief. Ist ihr Vorfahr wirklich in so flachem Wasser ertrunken? Und warum hat man Friedrich Wilhelm Wahlefeldt laut Polizeibericht erst sieben Tage nach seinem Tod gefunden – obwohl der Fundort an einer belebten Brücke lag? Annettes kriminalistischer Ehrgeiz ist geweckt. Was geschah wirklich im März 1877?

Eine Witwe mit acht Kindern

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Annette und Mechthild in der Sinti Siedlung Roggendorf mit Sinti Markus Rheinhardt.

Und auf noch etwas stößt Annette: Ihr Ururgroßvater hinterlässt eine Witwe mit acht kleinen Kindern – das jüngste wird erst sechs Wochen nach seinem Tod geboren. Aus der Geschichte, die man sich bei geselligen Familientreffen erzählt hat, wird plötzlich grausame Realität. Wie hat es die junge Witwe geschafft sich und ihre Kinder durchzubringen? Bis auf eine ärmliche kleine Sattlerwerkstatt hat ihr Mann ihr nichts hinterlassen.

In der Reihe „Vorfahren gesucht“ schickt der WDR regelmäßig Prominente auf die Reise in die Vergangenheit. Gemeinsam mit dem Ahnenforscher Markus Weidenbach machen sie sich auf die Suche nach Spuren ihrer Familie - die sie nicht nur in Archive und zu geschichtsträchtigen Orten führt, sondern manchmal auch zu einem neuen Blick auf die eigene Familie – oder sogar ganz lebendigen bisher unbekannten Familienmitgliedern.

Ein Film von Heiko Schäfer
Redaktion: Monika Pohl

Stand: 03.11.2014, 13:36

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