Wie Karl der Große den Hellweg nutzte

Ein Stück des berühmten Hellwegs, einer Straflentrasse aus dem 13 Jahrhundert

Vom Rhein nach Westfalen

Wie Karl der Große den Hellweg nutzte

Was heute die Autobahn ist, war zu Karls Zeiten der Hellweg - eine Lebensader, auf der Waren und vor allem Soldaten schnell transportiert werden konnten. Kein Wunder, dass er die alte Straße zwischen Duisburg und Paderborn zur "Königsstraße" erhob.

Ob Hellweg "Salzweg", "Höllenweg" oder einfach "heller", also gut ausgebauter Weg bedeutet: Fest steht, dass die Menschen schon Jahrhunderte vor Karl dem Großen auf dem Westfälischen Hellweg durch das Land zogen. Eine wichtige Querverbindung von West nach Ost also - und für einen Militärführer ein strategischer Trumpf. Deswegen ließ Karl die Straße ausbauen, als er 772 n. Chr. seinen Krieg gegen die Sachsen begann, und stellte sie unter seinen ganz besonderen Schutz. Und damit seine Truppen und sein Hof, der mit ihm durch die eroberten Gebiete reiste, auch genügend Proviant bekamen, ließ er entlang der Straße Königshöfe anlegen - wie Perlen auf einer Schnur, immer eine Tagesreise voneinander entfernt.

Erst der Hellweg, dann die Autobahn

Hellweg

Ein heller Weg durch den Wald

Dortmund, Brakel, Duisburg und Bochum, um nur einige der großen Ruhrgebietsstädte zu nennen, haben als karolingische Königshöfe angefangen. Spuren in der Landschaft sind kaum noch zu sehen. Aber einen "Hellweg" gibt es in fast jedem Ort, ob in Castorp, Brackel oder Lütgendortmund. Und die Autobahnen verlaufen genau da, wo der Hellweg West und Ost verband.