Markthalle und Marina Viertel in Cagliari, Tour zum Ziegenhirten und Culurgiones

Stand: 24.03.2024, 20:15 Uhr

Auf Sardinien findet man eine typische und ursprüngliche Küche. In Cagliaris Markthalle San Benedetto bekommt man viele typisch sardische Lebensmittel wie den Pecorino sardo. Im Marina Viertel am Hafen gibt es interessante Restaurants. Es lohnt sich auch, eine geführte Tour zu den traditionellen Hirten zu unternehmen, um die Küche der Region kennenzulernen. Ein beliebtes sardisches Gericht sind die Culurgiones.

Markthalle und Marina Viertel in Cagliari

Der San Benedetto Markt in Cagliari mit seinen Fisch-, Fleisch- und Gemüseständen ist einen Besuch wert. Wer zum Essen lieber ausgeht, dem sei das Marina Viertel in der Altstadt von Cagliari empfohlen. Man findet dort typisch sardische Restaurants mit Fisch- und Fleischgerichten. Vegetarische Restaurants sind eher selten. Eines der ältesten Restaurants dort ist die Antica Hosteria. Die heutigen Besitzer pflegen die lange Geschichte des Hauses, die 1852 als Gasthaus mit angeschlossenen Stallungen begann. Vor 100 Jahren war das Restaurant für einige Zeit nur eine einfache Taverne. Nach einem Besitzerwechsel in den 1970er-Jahren besann man sich wieder auf Qualität und Tradition.

Tour zum Ziegenhirten

Von Cagliari aus werden geführte Touren zu Stränden und Sehenswürdigkeiten angeboten. Dirk Kastner, der aus dem Schwarzwald kommt und seit 32 Jahren auf Sardinien lebt, bietet beispielsweise einen Besuch beim Ziegenhirten Antonello Salis an. Dieser besitzt rund 200 Ziegen, die er täglich immer noch von Hand melkt. Antonello zeigt seinen Gästen auch, wie der Käse in einer traditionellen Hütte geräuchert wird. Auch ein Essen bietet er seinen Besuchern an: selbst gemachte sardische Spezialitäten wie einen Spieß mit Innereien oder frisches Hirtenbrot.

Tamina Kallert besucht den Hirten Antonello und seine rund 200 Ziegen | Bildquelle: WDR

Culurgiones

Ein typisch sardisches Gericht sind die Culurgiones – eine Art gefüllte Pasta, ähnlich den Ravioli. Dafür wird zunächst ein klassischer Nudelteig zubereitet und dünn ausgerollt. Anschließend werden Kreise herausgestochen, die mit einer Masse aus gestampften Kartoffeln, gereiftem und frischem Pecorino und etwas frischer Minze befüllt werden. Den Käse hebt man unter die noch heißen Kartoffeln, damit er darin schmilzt. Klassisch werden die Culurgiones mittig gefaltet und geschlossen, indem man den Teigrand abwechselnd von links und von rechts zusammendrückt, sodass die Teigtasche einer Ähre ähnelt.

Tamina Kallert (l) lernt von Eleonora Ennas, wie man Culurgiones zubereitet. | Bildquelle: WDR/Alice Tschöke

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