Die Südküste

Stand: 04.11.2018, 20:15 Uhr

Aus dem Landesinneren kommend erreicht Tamina bei Tangalle die Südküste Sri Lankas und folgt der Küstenstraße nach Westen. Immer wieder gibt es romantische Buchten mit schönen Sandstränden, an denen sich eine bescheidene Infrastruktur angesiedelt hat und die noch nicht überlaufen sind.

In Dondra Head markiert ein Leuchtturm den südlichsten Punkt der Insel. Bei Matara lohnt sich ein Besuch des Weherahena-Tempels mit seiner 40 Meter hohen Buddha-Statue. Zahllose Gänge mit Hunderten von Wandmalereien führen durch das sechsstöckige Gebäude.

Mirissa

In den Sechziger- und Siebzigerjahren wurde Mirissa zu einem der Lieblingsorte von Rucksackreisenden auf Sri Lanka. Wegen der hohen Wellen eignet sich der Strand eher zum Surfen als zum Baden. Wie in Tangalle liegen auch in Merissa zahlreiche Restaurants direkt am Strand, in einigen Bars erschallt die Discomusik bis weit in die Nacht hinein.
Mirissa ist auch ein Hotspot für die Beobachtung von Walen. In den Monaten Dezember bis April kann man Walbeobachtungstouren unternehmen. Leider unterliegen diese Angebote keinerlei Kontrolle, und so erscheint ein solcher Ausflug mehr wie eine Jagd nach Walen als ein Versuch, diese Tiere mit dem nötigen Respekt in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten.

Tamina genießt die abendliche Ruhe am Strand von Mirissa. | Bildquelle: WDR

Koggala

Landeinwärts befindet sich der schön gelegene Koggala Lake, der sich mit dem Boot erkunden lässt. Am See gibt es auch zwei Gewürz- und Kräutergärten, in denen man etwas über die Welt der Kräuter erfährt.  Und man lernt, wie die einzelnen Gewächse zu kosmetischen und medizinischen Zwecken genutzt werden. Führungen sind meistens kostenlos; die angeschlossenen Geschäfte bieten eine reiche Auswahl an Tees, Gewürzen, Heilkräutern und Medikamenten - sie sind aber nicht wirklich günstig.

Eine schöne Flora gibt es am Koggala Lake. | Bildquelle: WDR

Stelzenfischer

Früher nutzten die Stelzenfischer diese besondere Art des Angelns, um kleine Fische zu fangen, die sie dann als Köder für größere Fische nutzten. Es sieht sehr malerisch aus, vor allem in den Morgen- oder Abendstunden, wenn die Männer auf ihren in den Meeresboden gerammten Pfählen sitzen. Auf zahlreichen Postkarten ist dieses Motiv zu finden.
Von Fischern kann man heute allerdings nicht mehr reden, denn es sitzen eher Banditen auf den Pfählen, die einen Stock ohne Angelschnur in der Hand halten und vorgeben, zu fischen. Sie sind einzig und allein hinter dem Geld der Touristen her, die so ein romantisches Motiv fotografieren möchten. Dabei gehen sie oft recht rabiat und aggressiv vor. Kaum, dass ein Tourist hält, kommt schon jemand aus dem Gebüsch und will erst einmal abkassieren.

Hier wird wohl nicht nach Fischen, sondern eher nach Touristen geangelt. | Bildquelle: WDR

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