Essstörungen: Hilfe für Betroffene

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Essstörungen: Hilfe für Betroffene

Essstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen bei jungen Erwachsen. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung leiden von 1.000 Personen etwa 30 bis 50 an einer Essstörung. Wir haben für euch Anlaufstellen zusammengestellt, wo ihr Hilfe findet.

Essstörungen sind ernsthafte Erkrankungen, die unbedingt behandelt werden müssen. Vor allem der Umgang mit dem Essen und das Verhältnis zum eigenen Körper sind dabei gestört. Es gibt verschiedene Formen: die Magersucht, die Bulimie und die Binge-Eating-Störung. Viele Essstörungen treten nicht in Reinform auf. Wenn eine Mischung aus verschiedenen Formen besteht oder nicht alle typischen Merkmale vorliegen, spricht man von einer „Mischform“ oder einer „nicht näher bezeichneten Essstörung“.

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Ab wann liegt eine Essstörung vor?

Der BodyMassIndex (BMI) ist zwar eine Hilfe, gilt aber nur als Anhaltspunkt. Grob spricht man bei einem BMI von unter 17,5 von so starkem Untergewicht, dass es eine Magersucht ist. Darüberhinaus gibt es für jede Essstörung einen eigenen Katalog mit Kriterien. Bei Magersucht zählen dazu zum Beispiel starkes Untergewicht und die Weigerung, Nahrung zu sich zu nehmen. Außerdem kann es hormonelle Veränerungen geben. Auch die psychische Belastung ist entscheidend: Inwiefern führt das Essverhalten im Alltag der Person zu einem Leidensdruck?

Thomas Huber arbeitet in einer Klinik für Essstörungen. Er empfiehlt als ersten Schritt auch Online-Selbsttests, um herauszufinden, ob man möglicherweise erkrankt ist. So einen Selbsttest findet ihr zum Beispiel hier. Als nächsten Schritt würde Thomas Huber ambulante Hilfe empfehlen oder eine stationäre Therapie, in der nicht nur die Symptome der Essstörung behandelt werden, sondern auch ihre Ursachen.

Weitere Anlaufstellen, wo ihr Hilfe findet, falls ihr auch ähnliche Probleme habt, findet ihr hier:

Hier bekommst du Hilfe:

Wenn du glaubst, von einer Essstörung betroffen zu sein, kannst du dir helfen lassen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet kostenfreie Hilfe auf verschiedenen Wegen an:

  • Im Internet: Unter www.bzga-essstoerungen.de findest du viele Informationen zum Thema Essstörungen. Dort sind auch weitere Hilfsangebote verlinkt.
  • Per Telefon: Unter der Rufnummer 0221 892031 erreichst du das Beratungstelefon der BZgA. Hier erhältst du eine Erstberatung und Adressen, an die du dich wenden kannst. Alle Beraterinnen und Berater, mit denen du sprichst, unterliegen der Schweigepflicht.

Wenn du einfach mal reden willst, erreichst du die Nummer gegen Kummer:

  • 0800 111 0 333 (Kinder- und Jugendtelefon) Montag bis Samstag von 14 bis 20 Uhr
  • 0800 111 0 550 (Elterntelefon) Montag bis Freitag von 9 bis 11 Uhr und Dienstag und Donnerstag von 17 bis 19 Uhr

Darüber hinaus kannst du dich auch an einen Psychotherapeuten wenden. Für Nordrhein-Westfalen bietet die Psychotherapeutenkammer NRW eine Suche an, mit der du Therapeuten in deiner Nähe finden kannst: https://www.ptk-nrw.de/de/patienten/nrw-wbrpsychotherapeutensuche.html

Weitere Infos und Hilfe gibt es beim Bundesfachverband Essstörungen.
Unter: https://www.bundesfachverbandessstoerungen.de/

Stand: 17.09.2020, 16:05