Illustration: Im Vordergrund ein Spielplatzkarussel, welches einen Platz für Kinder im Rollstuhl bietet, dahinter drei Hände die einander reihum am Handgelenk fassen und eine Gesprächssituation zwischen zwei jungen Erwachsenen auf einer Treppe.

Inklusion: Wie sieht eine Welt aus, in der alle teilhaben?

Stand: 01.12.2023, 17:30 Von Henrik Veldhoen kugelzwei

Von Henrik Veldhoen

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Wie schaffen wir es, dass Menschen mit und ohne Behinderung miteinander leben, ohne physische und mentale Barrieren? Wie könnte eine Welt aussehen, in der alle teilhaben?

Im Bereich Inklusion ist in Deutschland noch viel zu tun. Doch es gibt Lichtblicke: vielversprechende Ansätze und Menschen, die sich für eine inklusive Gesellschaft einsetzen.

6 Beispiele für gelungene Inklusion

Beherrschst du Gebärdensprache? In der Kita "Purzelbaum" in Jülich lernen Kinder mit und ohne Behinderung spielerisch gemeinsam Gebärden. Die integrative Kindertagesstätte legt damit schon im jungen Alter einen Grundstein für gegenseitige Verständigung und Inklusion.

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Und es gibt weitere Positivbeispiele, wo Teilhabe im Alltag gelebt wird — oft auf kleiner, alltagsnaher Ebene. Barrierefreie Spielplätze, eine "stille Stunde" im Supermarkt, die besonders sensiblen Menschen das Einkaufen erleichtert, oder rollstuhl-gerechte Badestellen an der griechischen Küste: Wir haben Orte und Projekte gesammelt, die zeigen, wie Inklusion gelingen kann:

Inklusions-Aktivist Raúl Krauthausen im Interview

Raúl Krauthausen sitzt im Rollstuhl. Als sich ein Freund beschwerte, dass sie sich immer im gleichen Café treffen müssen, überlegten sie gemeinsam: Welche anderen Cafés gibt es noch in ihrer Nähe, bei denen nicht eine Stufe am Eingang den Besuch mit dem Rollstuhl unmöglich macht? So entstand die Idee für "Wheelmap" – eine interaktive Karte, die rollstuhlgerechte Orte in Deutschland anzeigt.

Die "Wheelmap" ist nur eins von vielen Projekten, die Inklusionsaktivist Krauthausen geprägt hat. Im Interview mit kugelzwei erzählt er, was er sich von Politik und Medien im Umgang mit Menschen mit Behinderung wünscht, welche Ideen für mehr Teilhabe er hat und warum der Satz "Wir müssen die Barrieren in den Köpfen senken," für ihn nur eine Floskel ist.

„Marie will alles – Durchstarten mit Down-Syndrom“

Marie wurde mit dem Down-Syndrom geboren und möchte so leben, wie andere Menschen auch: in ihrer eigenen Wohnung, in einer Liebesbeziehung und mit einem Job auf dem ersten Arbeitsmarkt. 14 Jahre lang hat die WDR-Sendung „Menschen hautnah“ sie begleitet. Maries Weg kannst du in einer vierteiligen Doku-Reihe verfolgen:

Marie will alles – Durchstarten mit Down-Syndrom

Inklusive Bildung: Wie gestalten wir Schulen für alle?

Inklusion und Teilhabe fangen bestenfalls schon in der Kindheit an. 2009 hat Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert, die ein „integratives Bildungssystem“ fordert. Aber wie inklusiv sind die Schulen und das Bildungssystem in Deutschland wirklich?

Oft lernen Menschen mit Behinderungen getrennt von anderen Kindern. Das föderalistische Bildungssystem macht die Lage zudem unübersichtlich: Bis zu acht Arten von Förderschulen gibt es je nach Bundesland.

Andere Staaten verfolgen eine alternative Strategie: Italien etwa hat vor fast 50 Jahren sämtliche Förderschulen abgeschafft. Alle Kinder lernen in den ersten acht Schuljahren gemeinsam und davon profitieren alle — Kinder und Gesellschaft.

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2 Kommentare

  • 2 Andreas Renner 04.12.2023, 08:59 Uhr

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  • 1 Andreas Renner 04.12.2023, 08:58 Uhr

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