26. Leverkusener Jazztage 2005

04. - 12. November 2005 - Leverkusen

26. Leverkusener Jazztage 2005

Vom 04. bis zum 12. November 2005 haben die 26. Leverkusener Jazztage stattgefunden. Das WDR Fernsehen hat wieder aufgezeichnet - einige Konzerte exklusiv für den Rockpalast.

Dave Hole gehört zu den weltbesten Slidespielern der Bluesrock-Szene. Der Autodidakt, der sein Gitarrenspiel an Platten seiner Vorbilder wie Rolling Stones, Muddy Waters oder Howlin' Wolf schulte, verbrachte lange Lehrjahre als Live-Musiker mit endlosen Touren im Westen seiner australischen Heimat. Sein selbstfinanziertes Debüt "Short Fuse Blues" (1990) konnte zunächst nur bei Holes eigenen Konzerten nennenswerte Umsätze erzielen. Das änderte sich erst, als das Album im einem amerikanischen Gitarrenmagazin eine euphorische Kritik erhielt - für Hole wurde über Nacht ein Musikertraum wahr: Er selbst hatte das Album zuvor "unverlangt" an die Zeitschrift eingesandt. Dave Hole entwickelte seine einzigartige Bottleneck-Spieltechnik eher zufällig nach einem Sportunfall, als er durch einen Gipsverband am konventionellem Spiel gehindert war.

Der australische Gitarrist und Sänger hat sich mit Alben wie "Steel on Steel" (1994), "Ticket to Chicago" (1996), "Outside Looking In" (2001) sowie durch erfolgreiche Tourneen in USA und Europa ein begeistertes Publikum erspielt, zu dem auch Kirk Hammett (Metallica) und Gary Moore zählen - von ihm erhielt Hole sogar die Einladung zu einer gemeinsamen Tour.

Marianne Faithful - "Du mußt bereit sein, alles zu opfern, um von der Musik auch nur das geringste zurück zu bekommen." Welchem Popstar würde man diese Einsicht über das Showbusiness eher glauben als der britischen Sängerin Marianne Faithfull in ihrer Autobiographie "Faithfull."
Von der Klosterschülerin zum Teenage-Popstar, von der Extravaganz der Pop-Aristrokatie an der Seite John Dunbars und Mick Jaggers in den Abgrund der Heroinabhängigkeit in den Siebzigern - und von dort zurück in die Charts als gereifte Künstlerin - das extreme Leben hat Spuren hinterlassen in der Musik von Marianne Faithfull.
Ruhm und Erfolg kamen schnell und wie von selbst mit der Jagger/Richards-Komposition "As Tears Go By"(1965); eine eigene musikalische Identität erreichte sie jedoch erst um den Preis großer persönlicher Opfer auf ihrem Album "Broken English" (1979), das außerdem die Titel "The Ballad of Lucy Jordan" und "Why D´Ya Do It?" enthielt. Der Gitarrist Barry Reynolds gehört seit dieser Zeit zu ihren musikalischen Begleitern. Es folgten weitere Rockalben ebenso wie "20th Century Blues: An Evening in the Weimar Republic"(1996) und die Weill/Brecht Oper "The Seven Deadly Sins" (1998), mit der Live-
Premiere bei den Salzburger Festspielen . In zahlreichen Filmen (z.B. "Intimacy" - Bester Film, Berlinale 2001), ist sie außerdem als Schauspielerin zu sehen. Auf ihrem Album "Before the Poison" (2004) sind mit PJ Harvey, Nick Cave und Damon Albarn (Blur) einige hochkarätige Kollegen vertreten.