Informationsschreiben der Redaktion zum Thema

Informationsschreiben der Redaktion zum Thema

Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlichen Dank für Ihr Interesse an der MONTOR-Sendung vom 30.11. 2017 und an unserem Beitrag über Krebstherapien, die in beschleunigten Zulassungsverfahren in den Jahren 2009-2013 auf den Markt kommen bzw. gekommen sind. 

Wir verstehen Ihre Fragen - allerdings  können wir Nachfragen zu einzelnen Erkrankungen und zu persönlichen Therapien leider nicht beantworten, wir dürfen es auch nicht. Dafür ist der Arzt zuständig, der Sie behandelt.

Bitte gehen Sie mit allen Fragen, die Sie haben, zu Ihrem Arzt und besprechen Sie mit ihm ihre persönliche Therapie. Holen Sie sich gegebenenfalls eine zweite Meinung ein. Auf keinen Fall sollten Sie Ihre Therapie eigenständig und ohne Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt abändern oder gar abbrechen. 

Viele von Ihnen haben nach der Studie vom King´s College in London gefragt, über die wir berichtet haben. In dieser Studie befindet sich auch eine Auflistung der Wirkstoffe, bei denen kein eindeutiger Zusatznutzen festgestellt werden konnte. Hier ist der Link dazu (Die Studie liegt allerdings nur in englischer Sprache vor):

Bitte beachten Sie:

  1. Die Studie spricht ausdrücklich von in den Jahren 2009-2013 neu in der EU zugelassenen Therapien
  2. Sie benennt die Wirkstoffe und nicht die Handelsnamen von Medikamenten
  3. Sie beurteilt den Nutzen, bzw. Nichtnutzen dieser Medikamente für einzelne Indikationen, also Krankheitsbilder
  4. Wirkstoffe, die für ein Krankheitsbild in der Studie als für den Patienten nutzlos beschrieben werden, können für ein anderes Krankheitsbild eine sinnvolle Therapie darstellen.

Unseren Film zur Thematik finden Sie auf unserer Facebook-Seite und auf der MONITOR-Homepage:

Weiter unten finden Sie zudem einen Artikel des Krebsmediziners Prof. Wolf-Dieter Ludwig, in dem er begründet, warum mehr von Pharmafirmen unabhängige Forschung notwendig ist und was die Gesundheitspolitiker in Berlin tun müssten, um Krebspatienten und auch Ärzte eine bessere Entscheidungsgrundlage zu ermöglichen.

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Sendung!

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre MONITOR-Redaktion

Stand: 01.12.2017, 17:31

Kommentare zum Thema

Kommentar schreiben

*Pflichtfelder

Die Kommentartexte sind auf 1.000 Zeichen beschränkt!

Regeln fürs Kommentieren

Sie sind schlauer als Spam-Automaten. Bitte antworten Sie auf folgende Frage:

Welches Wort passt nicht in die Reihe: Auto gelb Bus Bahn

Warum stellt das Erste diese Fragen?

1 Kommentar

Neuester Kommentar von "Pitt1955", 03.12.2017, 22:43 Uhr:

Ich habe ein niedrigmalignes Non-Hodgkin-Lymphom. Letzte Woche habe ich meine zweite Chemotherapie hinter mich gebracht. Schon hier wurde neben dem Chemotherapeutikum Bendamustin auch der Antikörper Rituximab eingesetzt. Jetzt soll noch eine zweijaehrige Erhaltungstherapie mit Rituximab folgen. Der Bericht hat mich natürlich total verunsichert. Offenbar sind auch Fachärzte nicht in der Lage, die zitierte Studie zu werten. Als betroffener Patient bin ich ratlos und ich fühle mich im Stich gelassen! Dass die Pharmabranche vor allem ihren Profit im Sinn hat, ist mir klar. Aber wie sicher ist die hier zitierte Studie? Wer kann mir eine sachkundige Auskunft geben? Nach den Berichten über gepanschte Chemotherapeutika ist das schon die zweite Verunsicherung für mich und viele weitere sehr kranke Menschen. Jetzt müssen wir endlich einen Anker in dieser Verunsicherung bekommen! Wo ist dieser Anker?