Ein Jahr nach dem Attentat von Hanau: Tödliche Versäumnisse?

MONITOR vom 28.01.2021

Ein Jahr nach dem Attentat von Hanau: Tödliche Versäumnisse?

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Bericht: Jochen Taßler, Herbert Kordes, Adrian Oeser, Marcin Wierzchowski

Ein Jahr nach dem Attentat von Hanau: Tödliche Versäumnisse? Monitor 28.01.2021 12:48 Min. UT Verfügbar bis 28.01.2099 Das Erste Von Jochen Taßler, Herbert Kordes, Adrian Oeser, Marcin Wierzchowski

Kommentare zum Thema, weiterführende Links und der Beitragstext als PDF

Georg Restle: „Bilder von Menschen, die mitten aus ihrem Leben gerissen wurden. Acht Männer und eine Frau, die Opfer eines rassistischen Anschlags wurden – vor knapp einem Jahr, am 19. Februar 2020 in Hanau. MONITOR-Recherchen zeigen jetzt, dass zumindest einige dieser Menschen womöglich nicht hätten sterben müssen. Guten Abend und willkommen bei MONITOR. Mord aus Rassismus, das gilt für den Mörder von Walter Lübcke, der heute zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurde, und das gilt auch für den Täter von Hanau. Aber noch immer sind viele Fragen ungeklärt. Was genau geschah in jener Nacht? Und warum war die Polizei ausgerechnet dann nicht erreichbar, als Zeugen und Zeuginnen verzweifelt versuchten, über den Notruf 110 Hilfe und Schutz zu erhalten? Gemeinsam mit dem Hessischen Rundfunk und dem Spiegel haben wir die Tatnacht genau rekonstruiert und versucht, Antworten auf Fragen zu finden, denen die Ermittler offenbar monatelang nicht richtig nachgegangen sind. Marcin Marcin Wierzchowski, Adrian Oeser, Herbert Kordes und Jochen Taßler.“

19. Februar 2020. Tobias R. steigt in der Innenstadt von Hanau aus seinem Auto. Sein Ziel, das Café La Votre, nur 200 Meter weiter. Um 21:55 Uhr erschießt er dort ohne jede Vorwarnung den 33 Jahre alten Kaloyan Velkov. Tobias R. wird in dieser Nacht acht weitere Menschen ermorden, die eins gemeinsam haben: ausländische Eltern oder Wurzeln. Es ist ein rassistisches Attentat, das Hanau und das Land erschüttert. Danach ist die Anteilnahme groß. Zur Gedenkfeier für die Opfer reisen auch hochrangige Politiker an. Sie versprechen Schutz und Aufklärung.

Frank Walter Steinmeier, Bundespräsident (04.03.2020): „Jeder Mensch, der in unserem gemeinsamen Land lebt, muss in Sicherheit und Frieden leben können. Unser Staat hat die Pflicht, dieses Recht zu schützen. Dafür muss er mehr tun, dafür muss er alles tun.”

Inzwischen ist fast ein Jahr vergangen. Hat der Staat alles getan, um zu schützen und aufzuklären? MONITOR liegen umfangreiche Akten zum Tatkomplex vor. Akten, die eine Kette von Versäumnissen offenbaren und Fragen aufwerfen. Der Täter war Sportschütze und Waffenbesitzer. Hätte man früher erkennen müssen, wie gefährlich er war? Hätte man in der Tatnacht besser reagieren und Tote verhindern können? Niculescu Paun stellt sich diese Fragen jeden Tag. Er stammt aus Rumänien. Sein Sohn Vili wurde bei dem Attentat erschossen, 22 Jahre war er da alt.

Niculescu Paun: „Er hat alles verloren. Hat sein Leben verloren, hat seine Zukunft verloren. Hat seine Pläne verloren. Ich weine – I’m crying – um seine Zukunft, um seine Liebe.”

Am Tatort haben sie ein Kreuz aufgestellt. „Für den Helden Vili Paun“, steht da, weil er noch versuchte, den Attentäter aufzuhalten. Aus seinem Auto heraus hatte Vili beobachtet, wie Tobias R. in der Hanauer Innenstadt die ersten Morde beging. Er schoss auch auf Vili, verfehlte ihn aber. Eine Überwachungskamera zeigt, oben am Bildrand, wie Vili beginnt, den Täter zu verfolgen. Er folgt ihm den ganzen Weg bis zum zweiten Tatort, knapp drei Kilometer. Aus dem Auto ruft Vili die 110 an, aber er kommt nicht durch. Er versucht es wieder und wieder, aber beim Notruf ist niemand erreichbar. So erfährt die Polizei nicht, wo der Attentäter gerade ist. Und niemand sagt Vili, wie gefährlich es ist, ihn zu verfolgen, dass er Abstand halten soll.

Sebastian Fiedler, Bund Deutscher Kriminalbeamter: „Selbstverständlich würde man am Telefon so jemandem raten, sich da zunächst einmal zurückzuhalten. Weil ja die Gefahrensituation natürlich erstmal nicht abzuschätzen ist. Also in Zweifelsfällen würden wir immer den Rat geben, auf sich selber erst mal aufzupassen und erst mal zurückhaltend zu sein oder sogar die Verfolgung komplett abzubrechen.”

Vili bleibt auf sich allein gestellt. Er verfolgt Tobias R. weiter, zu nah vermutlich, zu auffällig. Am zweiten Tatort steigt der Attentäter aus und tötet Vili mit Schüssen in den Kopf und in die Brust.

Niculescu Paun: „An dieser Sache ist die Polizei schuld, der Notruf. Darum ist mein Sohn gestorben.“

Würde Vili Paun noch leben, wenn sein Notruf angekommen wäre? Diese Frage lasse sich nicht seriös beantworten, schreibt die Hanauer Polizei auf Anfrage. Bei hohem Anrufaufkommen sei aber

Zitat: „nicht auszuschließen, dass Notrufe im Einzelfall nicht direkt angenommen werden können.”

Im Einzelfall? Anruf-Dokumentationen zeigen, dass in der Tatzeit insgesamt nur fünf Anrufe bei der 110 registriert wurden. Und viele Zeugen sagen uns, dass sie nicht durchgekommen seien.

Wie viele Notrufe versäumt wurden, könne man rückblickend nicht sagen, sagt die Polizei. Aber, es gab in der Tatnacht nur zwei Apparate, an denen Notrufe angenommen werden konnten. Und selbst die waren offenbar nicht durchgehend besetzt, eine Rufumleitung zu einer Leitstelle nicht eingerichtet.

Sebastian Fiedler, Bund Deutscher Kriminalbeamter: „Mir fehlt jegliche Kenntnis und allerdings auch jegliches Verständnis dafür, warum das so gewesen sein sollte. Solche Notrufe gehören in große, professionell ausgestattete Leitstellen. Die Kolleginnen und Kollegen, die dort arbeiten, sind selbstverständlich spezialisiert.“

Vili Paun starb in seinem Wagen. Warum der Notruf so schlecht organisiert war, ist unklar. Und behoben wurde das Problem offenbar bis heute nicht. Die Polizei teilt auf Nachfrage nur mit, ein Überleitungssystem für Notrufe sei „geplant”. Nach den Schüssen auf Vili Paun mordet der Attentäter weiter. In einem Kiosk tötet er drei Menschen, dann betritt er die Arena-Bar direkt daneben. Said Etris Hashemi war in der Nacht dort, zusammen mit ein paar Freunden. Sie waren beim Essen, als sie plötzlich Schüsse hörten.

Said Etris Hashemi: „In dem Moment habe ich mich umgedreht, und die Jungs haben das auch schon mitbekommen und haben geschrien: Der schießt! Dann sind wir direkt nach hinten gerannt zur Arena Bar. Wir haben dann versucht, uns hinter einer Säule zu verstecken, wo der reingekommen ist. Und da hat der dann angefangen, auf uns zu schießen.“

Mehrere Kugeln treffen Said Etris – in die Schulter, in den Hals. Er überlebt schwer verletzt. Aber sein Bruder und ein Freund werden getötet. Es hätte nicht so kommen müssen, glaubt Said Etris. Denn die Bar hat einen Notausgang. Als draußen die ersten Schüsse fielen, hätten sie darüber fliehen können. Aber er war verschlossen, sagt Said Etris. Ihm und seinen Freunden blieb so nur der Weg nach hinten in die Bar, eine Falle. Denn hier gibt es keine Deckung. Der Täter macht nur ein paar Schritte in die Bar hinein – und hat freies Schussfeld.

Said Etris Hashemi: „Ich kann jetzt nicht sagen, dass vielleicht alle das geschafft hätten, aber es hätten auf jeden Fall einige geschafft, da raus zu rennen.“

Hier, hinter dem Haus, wäre es rausgegangen, zeigt uns Said Etris. Der Besitzer der Bar streitet ab, dass der Notausgang verschlossen war. Aber MONITOR liegen zahlreiche Aussagen von Zeugen vor, die sagen, dass er zugesperrt war. So steht es auch im Polizeibericht. Wenn deshalb Menschen gestorben sind, könnte das fahrlässige Tötung sein. Eigenartig: Ermittelt wurde in diese Richtung monatelang nicht. Armin Kurtović hat in der Bar einen seiner Söhne verloren, Hamza. Ein fröhlicher Junge sei er gewesen, erzählt sein Vater. Hamza war 22, als die Kugeln ihn trafen. Hatte gerade seine Ausbildung fertig gemacht und Arbeit gefunden.

Armin Kurtović: „Glauben Sie mir, es gibt ein paar Sachen, die ich mir selbst niemals verzeihen werde, niemals. Das eine ist, dass ich – das werde ich mir, solange ich lebe, nicht verzeihen – dass ich nicht da war, um diese Kugel für ihn abzufangen.“

Der Notausgang hätte seinen Sohn vielleicht retten können. Dass dazu Monate nicht ermittelt wurde, macht Kurtović noch immer fassungslos. Auch vor dem Anschlag sei der Notausgang oft verschlossen gewesen. Das habe auch die Polizei gewusst, glaubt er. Von den vielen Razzien, die es in der Arena-Bar gab.

Armin Kurtović: „Das soll mir doch einer erklären, wieso wird von Amts wegen nicht ermittelt? Alle sagen, die Polizei wusste, dass der Notausgang abgeschlossen ist. Alle Zeugen sagen, die wussten es. Die haben sogar Leute vor dem verschlossenen Notausgang in Gewahrsam genommen.“

Erst vor kurzem wurde die Staatsanwaltschaft aktiv. Nach einer Klage der Angehörigen. Warum erst dann, fragen sich Kurtović und die anderen. Hat die Polizei den Notausgang bewusst zugelassen, weil es bei Razzien hilfreich war? Gab es eine Absprache mit dem Barbesitzer? Der Verdacht steht im Raum.

Armin Kurtović: „Ich will es nicht aussprechen. Es ist doch … wenn man das alles zusammen … das ganze Puzzle, ergibt sich ein klares Bild.“

Reporter: „Sie meinen, dass das vertuscht werden sollte?“

Armin Kurtović: „Ja, ich weiß nicht. Ich kann mir keine andere Erklärung. Wir reden von einem Tötungsdelikt. Fahrlässige Tötung, zweimal. Wieso machen die das nicht, von Amts wegen?“

Die Polizei weist vehement zurück, dass sie vom verschlossenen Notausgang wusste und es Absprachen gab. Die Staatsanwaltschaft schreibt uns, wegen des laufenden Verfahrens könne man keine Angaben machen.

Und noch eine Frage beschäftigt viele in Hanau bis heute: Wie kann es sein, dass der Attentäter legal Waffen besitzen konnte? Tobias R. war psychisch krank und zutiefst rassistisch. Er glaubte an wirre Verschwörungsmythen und fantasierte von der Vernichtung ganzer Völker. Trotzdem hatte er seit 2013 die Erlaubnis, Waffen zu besitzen. Als Sportschütze trainierte er regelmäßig. Wie gefährlich Tobias R. ist, fiel all die Jahre nicht auf. Dabei ist er immer wieder aktenkundig geworden.

Ein Auszug: 2002 wurde er in die Psychiatrie zwangseingewiesen. 2004 stellt er eine Strafanzeige, weil er sich von Geheimdiensten verfolgt fühlte. 2007 wurde er vorläufig festgenommen, weil er einen Wachmann niedergeschlagen haben soll. 2018 wurde gegen ihn ermittelt, weil er mit Drogen erwischt wurde. Und 2019 stellte er erneut Strafanzeige, weil er sich verfolgt fühlte. Hätte das nicht ausreichen müssen, um genauer hinzuschauen?

Wir schreiben die beteiligten Behörden an. Keine sieht sich in der Verantwortung. Informationen lagen nicht vor, fanden nicht zusammen oder wurden als nicht relevant wahrgenommen. Ein rassistischer Psychopath durfte jahrelang Waffen besitzen – und niemandem fiel das auf? Hier müssten die Behörden sensibler werden, fordern auch Politiker.

Nancy Faeser (SPD), Landtagsabgeordnete Hessen: „Wir haben einen neuen Tätertyp, der bei Halle und Hanau hervorgekommen ist, die sich selber über das Internet sehr stark radikalisieren, und auf diesen Tätertyp müssen die Behörden auch reagieren. Das heißt, sie müssen auch aufmerksam Pamphlete, einzelne Äußerungen von diesen Tätertypen im Internet wahrnehmen und auch ernsthafter prüfen, als es vielleicht bislang erfolgt ist. Da braucht es ein Umdenken und ein sensibles Vorgehen.“

Zu wenig Bewusstsein für neue Tätertypen wie Tobias R. Kaum Aufklärungswille, wenn es um mögliche Fehler der Behörden geht. Ein Jahr nach dem Attentat von Hanau sind noch immer viele Fragen offen. Die Angehörigen verlangen endlich Antworten.

Armin Kurtović: „Wenn er irgendwann mal aus dem Nichts aufgetaucht wäre. Harmlos, ruhig, geregeltes Leben, dann kann man sagen, auf einmal ist es passiert, keiner wusste es. Aber bei seiner Vorgeschichte, was er alles gemacht hat. Wir möchten doch nur, dass diese Sache hier aufgeklärt wird, dass es aufgearbeitet wird, dass diese Fehler, die hier passiert sind, nicht wieder passieren.

Georg Restle: „Auf unsere Recherchen gab es heute jede Menge Reaktionen. Hanaus Oberbürgermeister forderte vom hessischen CDU-Innenminister Beuth, die politische Verantwortung dafür zu übernehmen, dass der Polizei-Notruf in der Tatnacht nicht erreichbar war. Die Hanauer Staatsanwaltschaft hat dazu heute ein Prüfverfahren eingeleitet. Was immer sich daraus ergibt, wir werden die Sache ganz sicher weiter verfolgen.“

Stand: 29.01.2021, 15:00

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18 Kommentare

  • 18 Schwarzer Sarkastiker 25.02.2021, 04:39 Uhr

    Wir müssen Mistgabeln und Fackeln verbieten, die können tödlich sein, genauso wie Steckdosen, daraus kann man Waffen basteln und 3D-Drucker, damit kann man Waffen drucken. Und wir müssen Bücher verbrennen, damit sich niemand daran radikalisieren kann. Vielleicht Volkslobotomisierung, als Menschenexperiment gegen Gewalt und für den Frieden sowie Waffenexporte für Friedenstruppen. Das klingt voll logisch, wenn man das mal anders ausspricht. Das mit den 3D-Druckern ist übrigens die simpelste Variante. Glücklicherweise sind weniger intelligente Menschen dazu nicht in der Lage, wenn keine Anleitung dabei ist.

    • Leo 06.03.2021, 01:02 Uhr

      Wir müssten solche geschmacklosen Beiträge verbieten. Ebenfalls hier, wie kann man angesichts dieser Tragödie nur sowas von sich geben und damit den Beitrag und die Tatsache, dass 9 Menschen umgebracht wurden, relativieren. Wie kann man infrage stellen, dass man natürlich hätte merken können, dass so jemand, der psychisch krank und rechtsradikal ist, keine Waffen besitzen sollte.

  • 17 Jörg Ruthkowski 24.02.2021, 15:14 Uhr

    Habe herzlich gelacht das die, die andere Journalisten versuchen zu diskreditieren, jetzt als öffentlich rechtliches "Qualitätsmedien" selber zensiert worden sind bei Facebook und Twitter. So ist das wenn man nicht bekommt was seit geraumer Zeit abläuft mit den Grundgesetzen. Naja, was will man erwarten von Personen die sich keinen Kopf machen müssen wo Ihr Salär her kommt.

    • Leo 06.03.2021, 00:56 Uhr

      Wow das ist so traurig, dass das alles ist was Sie zu diesem Beitrag zusagen haben. 9 Menschen sind aufgrund eines Rechtsterroristen gestorben und Sie amüsieren sich darüber, dass Facebook und Instagram das zensiert haben. Wie geschmacklos kann man sein?? Aber ja was will man erwarten von Menschen die kein Empathievermögen haben. Ich glaube Sie haben noch nicht begriffen was wirklich in unserem Land abgeht, wenn das Ihre einzige Sorge ist.

  • 16 Johanna 24.02.2021, 14:07 Uhr

    Hier hatten die Behörden bereits im Vorfeld versagt, ein junger Mann, der seit Kindheitsalter psychisch auffällig war, als Sportschützen ausbilden und mit Waffen versorgen, kann ich nicht nachvollziehen.

  • 15 Ausländer 24.02.2021, 12:27 Uhr

    Ich bin 1969 als Ausländer in Deutschland geboren und lebe lange genug in Deutschland, um zu wissen, dass selbst die Polizei rassistisch motiviert handelt. Ich selbst habe Erfahrung damit gemacht, obwohl ich nicht vorbestraft bin. Jeder, der im Fall NSU nicht weggeschaut hat, weiß wer alles mitgemacht hat und wer hinterher aufgeräumt hat, damit vieles nicht an die Öffentlichkeit kommt! Auch in der Berichterstattung sehe ich Unterschiede zu anderen Vorfällen. Wenn diese Tat durch einen Muslim verübt worden wäre, dann hätte man ein klares Feindbild aufgebaut, indem man Herkunft und Religion des Täters immer wieder erwähnt und sozusagen unterstrichen hätte. Das nenne ich persönlich "Sensibilisierung/Hass schüren". So einer, wie Tobias R., wird durch solch eine mediale unterschwellige rassistische geistige Brandstiftung motiviert. Seit Jahren lese ich immer wieder, wie Böse der Islam ist. Warum wird in diesem Bericht nicht erwähnt, dass der Täter deutsch und christlich ist?

  • 14 Heinz Mehrlich 24.02.2021, 12:19 Uhr

    Das war ein sehr wichtiger, guter und überfälliger Beitrag! Wie u.a. Facebook den sperren kann läßt tief blicken, ist skandalös und nicht hinnehmbar! Das darf sich ein öffentlich rechtliches Medium nicht bieten lassen; zurückschlagen mit aller Härte ist angesagt!

  • 13 Bürger2 24.02.2021, 09:18 Uhr

    Dass es im Vorfeld der Tat nicht zu einem umfangreichen Datenaustausch zwischen den Behörden über den Täter kam, ist doch im wesentlichen genau denjenigen anzulasten, die dies nun lauthals anprangern. Genau diese Menschen sind es, die den Datenschutz wie eine Monstranz ständig vor sich hertragen und jeden Versuch der Sicherheitsorgane und sonstiger Behörden, einen Datenaustausch zu erleichtern oder gar zu automatisieren durch Klagen und Demonstrationen zu verhindern wissen.

  • 12 Bürger 24.02.2021, 09:12 Uhr

    Wieder einmal ein typischer Monitor-Bericht, der versucht, Zufälle zu einem Gesamtbild zu verknüpfen. Die Erreichbarkeit des Notrufes hätte den Tod des Mannes, der den Täter verfolgte, nur dann verhindert, wenn der Verfolger von seinem gut gemeinten Tun abgelassen hätte. Die Verfolgung eines Todesschützen, der bereits auf mich geschossen hat, ist verwegen und waghalsig, nicht mutig. Ansonsten ist dem Tathergang, insbesondere dem engen zeitlichen Ablauf zu entnehmen, dass - selbst wenn dieser Notruf an sein Ziel gelangt wäre - die Polizei niemals zeitgerecht am Tatort hätte erscheinen können. Die verschlossene Notausgangstür und das mutmaßliche Wissen der Polizei über diese Tatsache spekulativ über das fehlende Abstellen dieses Mangels als mutmaßliche Maßnahme zur Steigerung der Effektivität zukünftigen polizeilichen Handelns kausal zu verknüpfen ist eine populistische Verschwörungstheorie und kein seriöser Journalismus.

    • Leo 06.03.2021, 00:50 Uhr

      Zu aller ersteinmal keine Verallgemeinerungen, indem Sie meinen es wäre ein typischer Monitor Bericht. Meiner Meinung nach würde hier gar nichts zwanghaft zusammen gefügt, es wurde transparent darüber Berichtet was passiert ist und welche Ungereimtheiten es gibt. In keiner Weise hat man gelogen, denn man hat deutlich gemacht, dass es sich dabei um Vermutungen handelt. Außerdem mutmaßen Sie selbst, indem Sie meinen, die Polizei hätte eh nicht rechtzeitig da sein können, das können Sie gar nicht wissen. Ich finde es skandalös, dass man beim mehrmaligen wählen des Notrufes niemanden erreicht, dass is doch das was Sie wirklich schockieren sollte. Das ist das, was das Vertrauen der Menschen in die Polizei zerstört, deren eigenes Handeln oder in dem Fall Nicht-Handeln. Was an dem Beitrag nun nicht seriös ist, verstehe ich nicht. Denn es wurden keine Falschaussagen getätigt, nur wie gesagt transparent über alle Punkte berichtet. Was Sie dort hineininterpretieren ist ihre Sache.

  • 10 Willie Benzen 23.02.2021, 16:44 Uhr

    Facebook und Instagram sind haben diesen Beitrag gesperrt. Tausende Beiträge von Rechtsradikalen kann man lesen. Wir brauchen eine Alternative zu den beiden. Was bleibt ist das Entsetzen.

  • 9 nachfrage 23.02.2021, 13:24 Uhr

    also infolge der erfolglosen Notrufe starben 6 Menschen? 5 Anrufe an 2 Anschlüssen zur Tatzeit? Hessen hat doch eine TKÜ was wurde denn da protokolliert?

  • 8 Brigitte Dittmar 21.02.2021, 08:55 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 7 discovery learning 16.02.2021, 16:58 Uhr

    Wieso,wieso nur wurde was möglich, meine Herren Eschbach und Schmidt? Aus welchem "Material" formte sich seinerzeit ein Adenauer seine Machttruppe? Aus welchen Richtern, Staatsanwälten und Militärs?Und wie wurde der Duktus dieser Typen weitervererbt?Die Antwort kennen seit langem nicht nur die Bürgerrechtswegungen. Also, 2021 Verstand wenn vorhanden einschalten und richtig wählen !