Vergessen im Lockdown: Wie (un)gerecht sind die Corona-Maßnahmen?

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Vergessen im Lockdown: Wie (un)gerecht sind die Corona-Maßnahmen?

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14.01. - 0:15 – 0:45 Uhr im Ersten
14.01. - 22:45 – 23:15 Uhr im WDR

Ein Film von Lara Straatmann, Andreas Maus und Jan Schmitt

Vergessen im Lockdown: Wie (un)gerecht sind die Corona-Maßnahmen? Monitor 14.01.2021 28:22 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 Das Erste

Der Corona-Lockdown in Deutschland geht in die Verlängerung – und noch ist unklar, wie es in den Schulen weitergeht und wie lange Geschäfte, Gastronomie und Kulturbetriebe geschlossen bleiben. Trotz der verschärften Maßnahmen steigen die Zahlen der Infizierten und derjenigen, die an oder mit dem Corona-Virus sterben, weiter an. Gleichzeitig zeichnen sich immer mehr die dramatischen sozialen Folgen der Corona-Politik ab – vor allem für die Schwächsten in der Gesellschaft: Für tausende Obdachlose, Kinder aus ärmeren Familien, Solo-Selbständige und viele andere ist der verlängerte Lockdown längst zur Existenzfrage geworden. Während große Unternehmen mit Milliarden an staatlicher Hilfe rechnen können, gehen die sozial Benachteiligten oft leer aus. Dieser Corona-Winter zeigt, wer für die Politik als „systemrelevant“ gilt und wer nicht.

Über mehrere Monate haben Autor*innen des ARD-/WDR-Magazins MONITOR Menschen in der Millionenstadt Köln durch den Corona-Winter begleitet. Der Film zeigt, was mit denen passiert, die durchs Raster fallen und die in der Pandemie auf der Strecke bleiben: eine siebenköpfige Familie, der die Einkünfte des Vaters wegbrechen, ein Obdachloser, der sich als Corona-Risikopatient nicht in die nächste Schlafstelle traut, eine Brennpunktschule, in der die Lehrer fürchten, den Kontakt zu ihren Schülern zu verlieren und ein Musikerpaar, das seit Monaten nicht mehr auftreten kann. Dabei wird deutlich: Die Corona-Politik verschärft die soziale Ungleichheit im Land.

Redaktion: Nikolaus Steiner, Georg Restle

Stand: 13.01.2021, 11:13

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5 Kommentare

  • 5 Betamax 07.01.2021, 14:52 Uhr

    Die Jobcenter sanktonieren auch munter weiter, auch wieder bis zu 40%, eigentlich rechtswidrig. Viele Jobcenter sind noch geschlossen, telefonisch fast nicht erreichbar. Wer kurzfristig einen Termin verschieben muß, bei mir stand wegen eines Heizungsrohrbruchs die Wohnung unter Wasser, bekommt erst mal eine Sanktion. Trotz Preiserhöhungen von Obst und besonders Gemüse NULL Erhöhung, aber TUI braucht ja auch noch Milliarden...... Hätte mir gewünscht, daß jetzt endlich auch mal kleine und größere Selbständige aufwachen, aber es wird munter weiter CDU/CSU gewählt.

  • 4 Lothar Dombrowski 07.01.2021, 11:24 Uhr

    Alle sind gleich - aber Einige sind gleicher! Kennen wir doch; Oder?

  • 3 Krailmann, P. 06.01.2021, 20:20 Uhr

    Hat der 1. Lockdown 2020 eine Weiterverbreitung des Corona-Virus verhindert? Haben die folgenden Regelungen (wie z.B. die sogenannte Maskenpflicht) zur Begrenzung des Virus Entscheidenes bewirkt? Hat der weichere November-Lockdown eine Verminderung der Erkrankungen erwirkt? Hat nun der verschärfte Lockdown im Dezember endlich eine entscheidende weitere Verbreitung eingegrenzt? Wenn wir ehrlich sind müssen wir alle Fragen mit nein beantworten. Das Virus macht was es will. Ich glaube nicht dass der nun folgende Januar-Lockdown sowie weitere folgende mitsamt des „Hausarrestgebotes im Radius von 15 Kilometer“ nichts Erhofftes bringen. Bei früheren Pestpandemien haben sich Adelige über Wochen in ihre Burgen eingesperrt, keine Besuche empfangen, Essen abkochen sowie vorkosten lassen u. doch starben sie auch, gleich dem Volk. Wir brauchen ein Medikament gegen dieses künstlich hergestelltes Reagenzglasvirus. Gebracht wurden Insolvenzen u. viele „Begleittote“ aufgrund unglücklicher Reglungen.

  • 2 Gerald Wilfried 05.01.2021, 20:57 Uhr

    Klar ist,weshalb für die deutschen Begriffe Ausgangssperre und Seuche nicht gebraucht werden.Sie und weitere andere Bezeichnungen konnten bis in die 90er Jahre sehr gut nur auf die Nationen anderer Weltanschauungen angewandt werden-galten somit als Zeichen rückschrittlicher Entwicklungen.Klar dagegen war und ist immer,egal in und nach Krisen aller Art muß stets Mehrheit Bevölkerung kurz treten,Lasten und Kosten stemmen.Seuchen kennen aber keine Feindbilder.Was nun?Klar ist, die jetzige Seuche muß systemverwendbar werden.Schuldzuweisungen müssen jetzt intern agieren-und sie tun es auch,theoretisch.Während irgendwelche Vorzeige-Trainer nach Mißerfolgen von Vorständen gefeuert werden,bleibt analog deutsches Politpersonal trotz Finanzkrise 2008,Ausländerschwemme 2015 und auch jetzt auf ihren hochdotierten Posten.Und dies führt zu sozialen Spannungen und Ungleichheit.