Ehemaliger CSU-Vorsitzender Erwin Huber übt scharfe Kritik am Rechtskurs der Parteiführung: „Wir sind und können nicht rechts sein!“

Pressemeldung vom 11.01.2018

Ehemaliger CSU-Vorsitzender Erwin Huber übt scharfe Kritik am Rechtskurs der Parteiführung: „Wir sind und können nicht rechts sein!“

Der ehemalige CSU-Parteivorsitzende Erwin Huber kritisiert den Rechtskurs seiner Partei mit scharfen Worten. Gegenüber dem ARD-Magazin MONITOR warnt Huber vor einem Verlust der Stammwählerschaft: „Die Mehrheit der Bevölkerung in Bayern ist nicht rechts.“

Erwin Huber

Erwin Huber, ehemaliger CSU-Parteivorsitzender

Der langjährige Generalsekretär der CSU fordert seine Parteifreunde zum Umdenken auf: „Ich würde mir wünschen, dass die CSU härter, klarer und deutlicher eine Abgrenzung zur AfD vornimmt Die CSU ist keine AfD light, sondern die AfD ist unser Gegner.“

Huber nimmt mit seiner Kritik Bezug auf jüngste Äußerungen der Parteiführung und die Thesen des CSU-Landesgruppenchefs Alexander Dobrindt, der in einem Artikel der „Welt“ vom 4. Januar 2018 eine „konservative Revolution“ gefordert und sich gegen einen angeblichen „ideologischen Feldzug“ linker Aktivisten und Denker nach 1968 gewandt hat.

Gegenüber MONITOR nannte Erwin Huber die AfD „völkisch“ und „anti-europäisch“. Dies könne keine Position der CSU sein. Bei einer Weiterführung des Rechtskurses fürchtet er auch einen Image-Schaden für die Wirtschaft in Bayern. Man dürfe nicht weiter für geschlossene Grenzen plädieren, „sonst sägen wir uns den Ast ab, auf dem unsere Arbeitsplätze sind“. Bayern müsse weltoffen sein aus Überzeugung, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen.

Stand: 11.01.2018, 06:00

Kommentare zum Thema

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3 Kommentare

  • Michael Maier 11.01.2018, 18:31 Uhr

    Das ist eine Position, die ich nur unterstützen kann. Ich wünsche Herrn Huber viel Erfolg mit seiner Kritik

  • Klaus Keller 11.01.2018, 11:06 Uhr

    Der Text enthält keine Inhalte, nur Bewertung in links und rechts. Ich bin zunehmend genervt von solcher argumentfreien Vereinfachungen. Man kann am Bezug zur AfD erkennen, dass es Regulierung oder Deregulierung bei der Zuwanderung geht. Da würde ich mal behaupten, dass die Mehrheit in Bayern und im Rest von Deutschland die ungeregelte Zuwanderung ohne Obergrenze ablehnt. Man könnte jetzt diskutieren, wie eine Regelung aussehen könnte und wo man die Obergrenze sieht; dazu gibt es bestimmt unterschiedliche Meinungen. Der Text enthält aber dazu keine Spur von Anhaltspunkten und damit wird das Ganze völlig wertlos.

  • Dirk Weller 11.01.2018, 08:49 Uhr

    Es gibt ihn also doch, den CSU Politiker, der von Monitor freundlich und gerne zitiert wird. Kein Wunder, denn er liefert ja Argumente gegen einen "Rechtskurs" seiner Partrei. Die Realität in Bayern sieh aber anders aus. Dort hat die CSU schmerzlich Wähler an die AfD verloren, welche mit dem Wahlslogan "Wir halten was die CSU verspricht" den Nerv getroffen hat. Folgt die CSU Erwin Huber, winkt sie damit weitere Wählerschichten zur AfD durch. Die Wählerlandschaft ist nun einmal kein Wünsch-dir-was, weder das eines Erwin Huber, noch das von MONITOR.