Trumpismus weltweit

MONITOR vom 07.01.2021

Trumpismus weltweit

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Bericht: Jochen Taßler, Barbara Schmickler

Trumpismus weltweit Monitor 07.01.2021 09:27 Min. UT Verfügbar bis 07.01.2099 Das Erste Von Jochen Taßler, Barbara Schmickler

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Georg Restle: „Nein, dieses Bild hier zeigt nicht das US-Kapitol, es ist auch nicht Washington. Dieses Bild wurde Ende August in Berlin aufgenommen, als Hunderte Teilnehmer einer Corona-Demonstration die Treppen des Reichstags besetzten. Mit US-Flaggen und Trump-Rufen wollte man direkt hinein ins hohe Haus des deutschen Parlaments, auch mit solchen Fahnen. Reichsflaggen mit Trump-Porträts und einem großen Q, das für eine weltweite Bewegung steht, hinter der sich Trump-Anhänger versammeln. Rechtsextremisten, Verschwörungsideologen und Rassisten. Daraus besteht das Netzwerk der sogenannten Trumpisten. Und die wollen nur eins: die Institutionen der Demokratie quasi sturmreif schießen. Jochen Taßler, Barbara Schmickler und Julia Regis.“

Der Sturm aufs Kapitol. Ein tobender Mob im politischen Zentrum der USA, angestachelt von einem Präsidenten, der seine Niederlage nicht akzeptieren will.

Donald Trump, US-Präsident (06.12.2020) (Übersetzung Monitor): „Wir werden niemals aufgeben. Das wird nicht passieren. Man gibt nicht auf, wenn es um Diebstahl geht.”

Demokratiefeinde inszenieren sich im Herzen der US-Demokratie. Es sind Bilder, die wir aus den USA so noch nie gesehen haben.

Albrecht von Lucke, Politologe: „Die Bilder des gestrigen Abends sind ein Fanal gegen die Demokratie und für eine rechte Revolution gegen die Demokratie. Wenn ein solches Bild um die Welt geht, ist das natürlich ein ungeheurer Triumph für eine rechte Revolution.”

Doch es sind Bilder, die uns auch in Deutschland bekannt vorkommen. Am Rande einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen stürmten erst vor ein paar Monaten Chaoten mit rechten Symbolen die Treppen des Reichstags. Auch sie besetzten bewusst einen Ort mit symbolischer Bedeutung für die Demokratie. Eine Inszenierung, die auch Abgeordnete der AfD mitmachen, als sie im November rechte Aktivisten in den Bundestag einschleusen. Dort gehen sie Minister und andere Abgeordnete an – live im Netz gesendet für ihre Anhänger.

Karolin Schwarz, Autorin und Rechtsextremismus-Expertin: „Das ist Teil der Inszenierung als Event tatsächlich. Also, dass Menschen dabei sein können, auch wenn sie gar nicht vor Ort dabei sind, live dabei sein aus allen verschiedenen Perspektiven. Das spielt eine unglaublich gute große Rolle in Deutschland, in den USA inzwischen. Es gab von allen möglichen Demonstrationen in 2020 eben ganz verschiedene Livestreams, und es gab sie gestern auch.”

Aus ihrer Gesinnung machen einige der Randalierer in Washington keinen Hehl. Beim Sturm aufs Kapitol trägt einer etwa dieses Shirt: „Camp Auschwitz” steht darauf. Darunter der Slogan: „Arbeit macht frei”. Aber es sind auch unauffälligere Codes darunter, dieses Q etwa. Das Erkennungszeichen einer Gruppe rechtsextremer Verschwörungserzähler. Sie verbreiten die Lüge, eine weltweite, einflussreiche Elite entführe und ermorde Kinder, um aus ihrem Blut ein Serum zu gewinnen, das sie verjüngt. Donald Trump kämpfe gegen diese Elite. Es ist hanebüchener Unsinn, aber die Gruppe findet immer mehr Anhänger, auch in Deutschland. Im Messenger-Dienst Telegram zum Beispiel folgen allein der Gruppe „Donald J. Trump = Q Family” über 50.000 Abonnenten. Und auch bei der großen Demo gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin Ende August sehen wir immer wieder das Q. Mit QAnon habe das nichts zu tun, sagen die meisten hier. Wirklich? Hier etwa steht unter dem Q der Slogan WWG1WGA. Er steht für „Where we go one, we go all” – auf Deutsch etwa „Wohin einer geht, gehen wir alle”, ein bekannter Slogan der QAnon-Verschwörer. So absurd die Lüge von der Entführung und Ermordung von Kindern auch ist, Experten halten sie für gefährlich.

Judith Rahner, Amadeu Antonio Stiftung: „Gefährlich ist diese Idee vor allen Dingen, weil natürlich im Zentrum dieser Idee das Kindeswohl steht. Und wer ist nicht dafür, wenn man davon Kenntnis hat, dass Kinder in irgendeinem Keller gefangen gehalten und gefoltert werden? Wer würde dann nicht losrennen, notfalls auch mit Waffengewalt versuchen, diese Kinder da rauszuholen? Und diese Erzählung legitimiert im schlimmsten Fall in Gewalt.“

In den USA stuft die Bundespolizei QAnon schon als inländische Extremismusgefahr ein. Mehrere Gewalttäter haben ihre Taten bereits mit QAnon begründet. Ihr Held Donald Trump verliert dagegen kein kritisches Wort über sie. In einer Pressekonferenz freut er sich sogar über ihre Unterstützung.

Donald Trump, US-Präsident (Übersetzung Monitor): „Ich weiß nicht viel über diese Bewegung. Ich weiß nur, dass sie mich sehr mögen, was ich zu schätzen weiß.”

Und QAnon ist nicht die einzige umstrittene Gruppe, die Trump schützt. Immer wieder verbreitet er selbst Verschwörungsideologien und diffamiert diejenigen, die Fakten recherchieren und berichten.

Donald Trump, US-Präsident (Übersetzung Monitor): „Lügenpresse!“

Die Verunglimpfung von Medien, sie ist zu Trumps Markenzeichen geworden. Wozu das führt, konnte man gestern Abend auch am Kapitol besichtigen. Trumps Anhänger greifen Medienvertreter an – darunter auch deutsche – und zerstören ihre Ausrüstung. Und auch in Deutschland wird das Misstrauen einiger größer, die Gräben tiefer. Das zeigt sich auf den sogenannten „Querdenker”-Demos. Hier ist es vor allem auch die AfD, die gegen die angebliche „Lügenpresse” wettert und Politiker und Pressevertreter hinter Gitter sehen will. Politische Gegner werden als Verbrecher und Feinde markiert.

Judith Rahner, Amadeu Antonio Stiftung: „Das ist eine politische Kultur, die natürlich auch was mit den Leuten macht und die im Zweifelsfall auch Anhänger dazu aufruft, notfalls eben auch mit Gewalt in die Parlamente zu gehen oder an Orte der Demokratie und diese eben auch kaputt zu machen.”

„Heil Trump”. Rassisten, Verschwörungstheoretiker, sogenannte „Neue Rechte”. Längst haben sich hinter Donald Trump Vertreter unterschiedlicher rechter und rechtsextremer Richtungen versammelt. Dank ihm sehen sie ihre Zeit gekommen. Einige von ihnen suchen den Umsturz mit Gewalt. Ob Halle, Hanau oder Charlottesville. Die Zahl der Anschläge mit rechtsextremem Hintergrund ist in den vergangenen Jahren weltweit gestiegen. Oft glauben die Täter, sich wehren zu müssen gegen ein System, das sie angeblich belügt und unterdrückt. Ein Weltbild, das auch Donald Trump bewusst bedient.

Albrecht von Lucke, Politologe: „Der Trumpismus mit seiner Politik der Verfeindung und mit seiner Politik, den sozialen Frieden in der Gesellschaft fast maximal zu zerstören, weil er an die Wurzeln der Demokratie geht. Er wird die Demokratie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten massiv herausfordern, weil die Probleme so eklatant sind, dass gerade in puncto Corona, aber auch der zukünftigen Klimakrise die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen Kompromissfindung, einer Fähigkeit, Zugeständnisse zu machen, existenziell ist. Und genau das untergräbt der Trumpismus.“

Die Amtszeit von Donald Trump wird in zwei Wochen enden. Der Schaden an der Demokratie wird bleiben.

Stand: 07.01.2021, 22:25

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26 Kommentare

  • 26 Frank von Bröckel 26.01.2021, 18:00 Uhr

    Selten solch einen groben Unfug gelesen!

  • 25 Grain, P. 25.01.2021, 12:34 Uhr

    Schon geht es los, mit dem „Trumpismus“ des neuen US-Präsidenten. Nicht nur dass er neue Sanktionen gegen Firmen welche am Nordstreambau beteiligt sind verordnet hat, nun lässt er einen US-Flugzeugträger ins südchinesische Meer fahren um China zu drohen (zu provozieren?). Ich bin mal gespannt wie er nun folgend „Brandbeschleuniger“ im Ukrainekrieg gegen die Ostukrainer gießt um Russland zu provozieren. Um eine staatszerstörerischen Revolution in Russland zu provozieren, da ist die USA ja schon fleißig dabei due Revoluzzer in Russland zu unterstützen.

  • 23 Bush 24.01.2021, 14:59 Uhr

    Auch unter der neuen US-Regierung läuft der Trumpismus weiter. Der Nordstream-Weiterbau ist weiterhin gestoppt. Unsere US-hörigen Volksvertreter folgen willig den Forderungen der US-Regierung, lassen sich von denen erpressen und überlassen der nationalistischen US-Regierung alle Macht welche eigentlich unserer Volksregierung zusteht. Unsere Regierung verhängt auf Anweisung der USA Deutschland in kriegstreibende Sanktionen gegen Russland, hat die USA in ihrer sinnbildlichen Annexion der Ukraine unterstützt, unterstützt den Revoluzzer Nawalny in seinem Vorhaben Russland in eine todbringende Revolution zu stürzen damit die USA das Riesenreich Russland einschließlich Sibirien übernehmen kann. US-Politiker, gerade jetzt nachdem derer Wunschkandidat J. Biden die US-Macht übernommen hat, brauchen sich nur zu räuspern und unsere Politiker mitsamt ihrer Politjournalisten machen hörig alles was US-Politiker wollen. Unsere BT-Wahl kann fallen gelassen werden, denn regiert werden wie aus den USA.

  • 22 Sch. B. 24.01.2021, 14:04 Uhr

    Die neue Definition für „irres Verhalten“: Ein „Trumpismus“ ist auch wenn unsere staatsführende Politiker mitsamt ihrer ideologiehöriger populistischen Politjournalisten hinter Rednerpulte sitzend/stehend uns Bevölkerung predigen dass wir die unsere Menschen- Grundrechte einschränkenden Anordnungen ohne Kritik/Murren zu folgen haben. Total unglaubwürdig und nicht vorbildlich ist dass diese vorgenannten Prediger uns Bürgern beim Vortragen keine Masken tragen die Vorschrift „ein Haushalt plus einer zusätzlichen Person“ nicht einhalten (selbst im Bundes- Landtag nicht). Wir Bürger jedoch, wenn wir gegen die erlassenen Corona-Vorschriften verstoßen mit einem Bußgeld abgestraft werden, im Fall einer Verweigerung mit einer Beugungshaft bestraft und im Fall keiner Beugung nach unseren geltenden Gesetze, Verordnungen mit einer regulären Haftstrafe bestraft werden können, in einer Zelle mit typischen Verbrechern gesteckt werden. Also, wo ist der Unterschied zum Trumpismus in den USA?

    • meinungs`freiheit` 24.01.2021, 18:53 Uhr

      Ja klar - war ja abzusehen: Politelite und ihre Showpolitforen, Kommerzsport ect. -immer top gestylt, Frisur sitzt, Maske muß nicht und reisen nicht nur über 15 km sondern landesweit - null Hemmungen. Aber wenn Volk Meinungs"freiheit" probiert, aber dann ist die Hölle los. Schuld an allem werden sowieso wieder die Russen, die AfD und die vermeintlichen neuen Faschisten sein.

  • 21 Bahnhof, B. 24.01.2021, 13:34 Uhr

    Trumpismus ist auch wenn Politiker sowie derer erkennbar hörigen Meinungsmacher, Politjournalisten die Mitmenschen welche ihnen nicht sympathisch sind öffentlich als Idioten, Covidioten, rechtsextremistische Verschwörungstheoretiker usw. verteufeln. Oft sind es die gleichen Leute welche in Bundes- sowie Landtagen und in anderen Besprechungsräumen ohne Maske in viel zu geringen Abständen sitzen, stehen und uns vorpredigen dass wir atmungseinschränkende FFP-2-Masken zu tragen haben. Zusätzlich ist es ein Treffen von Menschen aus mehreren Haushalten (außer eine Person) welches uns Bevölkerung verboten ist. Warum setzten sich die Vorgenannten nicht in TV-Talksendungen hinter Glastrennwände mit Masken, zumindest mit durchsichtigen Gesichtsschilder (welche uns Bürgern leider auch verboten sind zu tragen)? Es ist eine hässliche Gutsherrenart uns „unteren Kastenmenschen“ ein Tragen von Masken vorzuschreiben und selbst diese nicht einmal beim Vortrag / Predigt zu tragen. Das ist „Trumpismus“!

  • 20 Hinz 23.01.2021, 13:18 Uhr

    Ein „Trumpismus“ herrscht auch stark in den EU-Staaten, einschließlich Deutschland. Nun werden wegen Nawalny wieder Sanktionen gegen Russland durchgesetzt weil dieser nach seiner Rückreise verhaftet wurde; und weil russische Behörden der Aufforderung unserer Politiker nicht nachgekommen sind den Nawalny wieder auf freien Fuß gesetzt haben. Wer hat unsere Politiker ermächtigt Entscheidungen russischer Behörden, Gerichte und Gesetze außer Kraft zu setzen? Dieser Mann ist nach russischen Gesetzen per Gericht verurteilt worden, wurde per Haftbefehl gesucht u. somit ist seine Verhaftung rechtskräftig. Auch hier in Deutschland werden Personen verhaftet welche rechtskräftig per Haftbefehl gesucht werden. Unsere Behörden haben keinen Beweis für ihre Behauptung erbracht dass Nawalny im Auftrag der russischen Regierung vergiftet werden sei. Offenbar geht es überhaupt nicht mehr um Nawalny sondern um Sanktionen wegen dem Nordstream-Bau im Auftrag der USA durchzusetzen. Trumpismus u. Willkür pur.

  • 19 K.L. 22.01.2021, 18:25 Uhr

    Nicht nur in den USA gibt es einen „Trumpismus“, es gibt ihn auch in Deutschland, in den USA auch als es den Mr. Trump als Präsidenten noch nicht gab. Unter Trumpismus kann auch autoritärer Führungsstil verstanden werden, anders, man kann den Wert dieser Bezeichnung auch in der Vergangenheit finden. Ich nenne mal ein Beispiel: Über Jahrzehnte weiß die deutsche Bevölkerung über Medien berichtet dass es in Büchel Atomwaffen der USA gibt. Nun, da in Büchel demonstriert wird weil unsere BRD noch nicht bereit war eine UNO-Vereinbarung für eine Atomwaffen freie Welt zu unterzeichnen wird so getan als wolle die USA erst zukünftig dort A-Waffen stationieren. Es wundert mich da unsere Verteidigungsministerin nun schon länger A-Waffen tragfähige Kampfflugzeuge anschaffen will. Also wollen unsere Parteien, einschließlich Grüne auch über A-Waffen verfügen. Nach meiner Meinung sollte die (souveräne?) BRD keine ABC-Waffen im Land haben. Die meisten Deutschen wollen keine Kriege mehr.

  • 16 meinungs`freiheit` 15.01.2021, 18:29 Uhr

    Demokratismus weltweit: US-Präsidenten kommen und gehen - BRD-BK kommen und gehen. Im Prinzip bleibt alles wie immer: Stellvertreterkriege in fremden Regionen, Rüstungsproduktion und Export in fremde Regionen. Zuhause aber maximale Defizite in Gesundheit, Arbeitsplätze, Bildung und Erziehung, föderales Gegeneinander von Landesfürsten. Miseren und Skandale fast tagtäglich, Unmut der Menschen zwar unüberseh-und hörbar und Meinungsfreiheit und Kritik zwar theoretisch ungestört und frei - nur, sie vermögen keine notwendigen Reformen zu erreichen. Trotz klammert sich Volksmehrheitimmer noch bei jeder Wahl an das System, welches sie gleichzeitig gern reformieren möchte - mit Labern.

  • 15 discovery learning 13.01.2021, 20:44 Uhr

    system-blind. sind menschen mit ihren lebensverhältnissen immer zufrieden gewesen? geschichte bestätigt: alles läuft auf änderungen aus. wirtschaftliche,soziale,politische verwerfungen und fehler drängen auf auf bessere konditionen. bekannte umbrüche in der geschichte: missernten, naturkatastrophen, kriege. auch der zunehmende vertrauensverlust gegenüber verantwortlichen politprotagonisten spielt eine wesentliche rolle angesichts der auch heute weltweit nachvollziebaren unruhen. kapitalismus als bisheriges gesellschaftsmodell hat nicht nur seine grenzen erreicht, er hat sie bereits überschritten.nur seine fanatischen verfechter wollen dies nicht wahrhaben. und das ist das derzeitige problem, was gelöst werden muß und zwangsläufig wird. alternativen sind jetzt mehr denn je in der verantwortung, die nächste epoche zukunftsweisender entwicklung einzuleiten, um später ebenfalls den platz für neueres zu räumen. einfach verständliche dialektik - welcher die population mensch nie entkommt.

  • 14 Ritter, P. 13.01.2021, 18:35 Uhr

    „Trampismus“ weltweit? Ja, so ist es deutlich zu erkennen, auch bei uns in Deutschland. Die grüne Parteiführung versucht wieder einmal in einer „Gutsherrenart“ den Fertigbau der Nordstream II zu verhindern. Nun soll die Gründung einer Stiftung verhindert werden durch welcher angeblich US-Sanktionen gegen Firmen (auch einer deutschen Hafenstadt) unterlaufen würden. Der grün-ideologische Hass auf Russland wirkt fanatisch. Auch das Bemühen aufgrund des Nawalny-Vorfall den Weiterbau der Nordstream zu verhindern war ein deutliches Unrecht. Es gibt bisher kein Gerichtsurteil darüber dass der Nawalny aufgrund einer Anordnung des russischen Staates vergiftet werden sollte. Wo bleibt eine Unschuldsvermutung? Es gibt nur Verdächtigungen welche in den sogenannten „Qualitäts-Medien“ als wahre Fakten beschrieben werden. Einerseits den scheidenden US-Präsidenten verteufeln, andererseits ihm folgsam und unterwürfig in dessen Sanktionen gegen die Nordstream II unterstützen, das ist widersprüchlich.

  • 11 Restless 10.01.2021, 18:16 Uhr

    Ich hatte von Trump immer den Eindruck, dass er nur Präsident der USA werden wollte, um sich selbst zu bestätigen, dass er auch dieses Amt in seine Fänge kriegt, wenn er nur will. Offensichtlich wollten Millionen Amerikaner das aber auch, sonst hätten sie ihn nicht gewählt. Ohne diese Wählerstimmen wäre Trump damals nicht ins Weiße Haus eingezogen. Vielleicht war und ist es ein großer Fehler, dass man die große Anhängerschaft Trumps vor lauter "Zielscheibe Trump" meistens außer Acht gelassen hat. In den USA gibt es, wie bei uns übrigens ebenfalls, Millionen von unzufriedenen Bürgern, die man nicht erst auf extremes Gedankengut einzustellen braucht, diese Leute haben ihre diesbezüglichen Antennen längst von selbst auf Empfang gestellt. Solche Menschen stehen quasi wie fertig verpackt abholbereit am Rand und es muss gefragt werden, wer diese Menschen dort so abgestellt zurückgelassen hat. Das war in den USA nicht Trump! Und bei uns in Deutschland? Unser Kapitol in Berlin heißt Reichstag.