Klimawandel durch kosmische Strahlung? Klimawandel-Leugner im parlamentarischen Alltag

MONITOR vom 06.12.2018

Klimawandel durch kosmische Strahlung? Klimawandel-Leugner im parlamentarischen Alltag

Bericht: Susanne Götze, Annika Joeres, Jochen Taßler, Lutz Polanz

Kommentare zum Thema, weiterführende Links und der Beitragstext als PDF

Achim Pollmeier: „Seit dieser Woche treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Welt zum Klimagipfel. Und das ausgerechnet in Polens Kohlerevier, sogar gesponsert von der polnischen Kohleindustrie. Besser kann man den Stand der internationalen Klimapolitik eigentlich nicht zusammenfassen. Von der verbindlichen Umsetzung der internationalen Klimaziele ist die Welt so weit entfernt wie selten zuvor. Auch wegen Menschen wie ihm: US-Präsident Donald Trump hat Mitte 2017 den Ausstieg der USA aus dem Klimaabkommen verkündet. Weil es den Klimawandel gar nicht gebe, oder er zumindest nicht vom Menschen gemacht sei. Das ist ziemlich frei von Fakten, aber sehr bequem. Denn wenn man das behauptet, ist der Rest ganz einfach, man kann so weitermachen wie bisher. Auch in Europa gibt es ein Netzwerk von Menschen, die genau das wollen und jegliche Klimaschutzpolitik vehement bekämpfen. Die Kolleginnen Susanne Götze und Annika Joeres haben dazu monatelang mit Unterstützung der Otto-Brenner-Stiftung und dem europäischen Fonds für investigativen Journalismus recherchiert. Jochen Taßler und Lutz Polanz sind für MONITOR dazu gestoßen und beginnen mit einer merkwürdigen Konferenz.“

Ein Hörsaal der Universität von Porto. Wir sind bei der „Porto Conference“, einem Kongress europäischer Klimawandelskeptiker. Wer hier spricht, glaubt nicht an den Klimawandel. Und wenn, dann ist jedenfalls nicht der Mensch schuld daran. Einer der prominentesten Redner ist er hier: Christopher Monckton, britischer Politiker und Berater der rechtspopulistischen UKIP-Partei. In den 80ern wollte er HIV-Infizierte in Quarantäne stecken. Er diffamierte Schwule, sorgte sich um die Errichtung einer kommunistischen Weltregierung - und macht heute in Klima.

Christopher Monckton (UKIP) (Übersetzung Monitor): „Das hier ist das Ende dieser Klima-Krise auf nur einer Folie.“

Die Erkenntnisse der Wissenschaft zum Klimawandel: Für ihn weitgehend Unsinn, falsch berechnet, Panikmache.

Christopher Monckton (UKIP) (Übersetzung Monitor): „Wenn mein Team Recht hat, dass die globale Erwärmung sehr gering, langsam, harmlos und unter dem Strich positiv sein wird, dann folgt daraus, dass es kein Weltklima-Abkommen braucht.“

Wer hier eine Weile zuhört, bekommt den Eindruck, dass die Experten des Weltklimarates der Vereinten Nationen eine Truppe akademischer Stümper sind.

Mann (Übersetzung Monitor): „Es gibt zwei Klimadebatten: Die wissenschaftliche, die hier stattfindet, und die politische, die überall sonst geführt wird.“

2. Mann (Übersetzung Monitor): „Hier ist die Wahrheit. Man findet sie heute nicht mehr an den Universitäten, in den Medien oder den Regierungen. Das sind alles Fehlinformationen.“

Man könnte diese Menschen als einen Haufen Verschwörungstheoretiker abtun. Aber so einfach ist es nicht; denn sie haben mächtige Verbündete. Mit Donald Trump sitzt ein Klimawandel-Skeptiker im Weißen Haus. Er setzt auf Kohle und Öl, nicht auf Erneuerbare Energien - und trat aus dem Weltklima-Abkommen aus.

Donald Trump, US-Präsident (Übersetzung Monitor): „Von heute an stoppen die USA die Umsetzung des unverbindlichen Weltklima-Abkommens.“

Hinter Trump stehen Organisationen wie diese. Eine Konferenz des „Heartland Institutes“ in New Orleans. Ein rechtskonservativer Thinktank, der seit Jahrzehnten wissenschaftlichen Konsens angreift. Früher wurden die Gefahren durch Passivrauchen verharmlost. Heute fördert „Heartland“ Studien, die Zweifel am menschengemachten Klimawandel säen. Über Jahre gesponsert durch Millionen aus der Industrie und von reichen Gönnern. Ihr Einfluss reicht bis ganz nach oben. Sie hätten Trump beraten, sagen sie hier. Der Ausstieg aus dem Weltklima-Abkommen sei ihr Werk.

Jay Lehr, Heartland Institute (Übersetzung Monitor): „Am Tag, als er entschieden hat, auszusteigen, bekam ich einen Anruf aus dem Weißen Haus - zwei Stunden vor seiner Rede - und sie sagten nur: Sie haben gewonnen!“

Es sind es vor allem rechte Parteien, die klimawandelskeptische Positionen in die öffentliche Debatte und in die Parlamente tragen, auch in Europa. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Berliner Denkfabrik adelphi. Sie analysiert die klimapolitischen Positionen von 21 rechten Parteien. Nur zwei erkennen danach den menschengemachten Klimawandel an. 13 sind unentschieden oder ignorieren das Thema. Sechs sind skeptisch oder leugnen den menschengemachten Klimawandel komplett, darunter die AfD.

Alexander Carius, adelphi: „Die Gefahr besteht schon, dass es salonfähig wird. Und wir haben das in der Migrationsdebatte in Europa gesehen, wie schnell Stimmungen eigentlich kippen können, ohne dafür wirklich eine empirische Evidenz zu haben.“

Schon jetzt stimmen die rechten Parteien im Europaparlament überwiegend gegen Klimaschutz-Vorhaben. Und die Zahl ihrer Abgeordneten dürfte nach der nächsten Europawahl steigen. Wozu das führt, kann man jetzt schon in Ansätzen sehen. Dieser Mann ist Stuart Agnew. Britischer Abgeordneter der rechten UKIP-Partei. Und bekennender Klimawandel-Leugner.

Stuart Agnew, EU-Abgeordneter (UKIP) (Übersetzung Monitor): „Sie schüren Panik, indem sie sagen, wir hätten nur noch zwölf Jahre, um das Weltklima zu retten, lächerlich. Das ist einfach nur dumm.“

Im Herbst durfte Agnew als Berichterstatter für den Agrarausschuss auftreten. Es ging um die Frage, was die Landwirtschaft tun kann, um CO2 zu sparen. Die Kommission hatte dazu einen Vorschlag gemacht. Agnew durfte ihn bewerten und griff dabei tief in die klimawandel-skeptische Argumente-Kiste. Schuld an der Erderwärmung seien etwa die kosmische Strahlung, das Sonnensystem und Meeresströmungen. Der Einfluss von CO2 und anderen Treibhausgasen dagegen sei unerheblich. Kurzum, es bestehe „kein von der Kommission zu lösendes Problem“. Für anerkannte Klimaforscher absurd.

Prof. Anders Levermann, Klimaforscher: „Der Fakt, dass CO2 die Temperatur des Planeten erhöht ist keine Meinung, sondern es basiert auf Grundlagenphysik. Wir verstehen damit die Eiszeiten. Wir verstehen, warum es auf der Venus heißer ist als auf der Erde. Es ist ein gesamtes Konstrukt, was darauf basiert, auf der Grundlagenphysik basiert.“

Agnews Bericht wurde von der Mehrheit des Ausschusses abgeschmettert. Aber kritische Positionen zum Klimawandel können politisch reizvoll sein, gerade für Rechte. Gegen den Mainstream, gegen die Medien, gegen Eliten. Eine Studie der Universität Stuttgart kommt zu dem Schluss, dass 16 Prozent - rund jeder Sechste in Deutschland - glaubt, dass es gar keinen Klimawandel gibt. Das zu bedienen, kann Wählerstimmen bringen. Das weiß auch die AfD.

Karsten Hilse, Bundestagsabgeordneter, AfD (27.06.2018): „Die AfD sagt hier und heute der Irrlehre vom menschengemachten Klimawandel den Kampf an.“

Die angeblich wissenschaftliche Basis für ihre Positionen bezieht auch die AfD von erzkonservativen Denkfabriken. Dem „Europäischen Institut für Klima und Energie“ etwa, kurz EIKE. Eine Art deutsches „Heartland Institute“. Deutlich kleiner, aber ähnlich selbstbewusst. EIKE organisiert Konferenzen, schafft Öffentlichkeit für Klimawandel-Skeptiker. In klimapolitischen Fragen, sogar in parlamentarischen Anträgen, verweist die AfD gerne auf EIKE. Die Verbindungen sind eng, inhaltlich wie personell. EIKE-Klima-Konferenz Ende November. Der Mann links am Tisch ist Michael Limburg, der Vize-Präsident von EIKE. 2017 war er Bundestagskandidat der AfD, und ist heute einer der Klima-Experten der Partei. Uns hat man für die Konferenz Hausverbot erteilt, Fragen vorher sind auch nicht erwünscht.

Holger Thuss, Präsident EIKE: „Ich will hier auch nicht reinsprechen. Ich möchte, dass Sie jetzt rausgehen. Und wenn sie nicht sofort verschwinden, werde ich gewalttätig. Ich bin in der DDR aufgewachsen. Ich will Sie hier nicht sehen.“

Reporter: „Ich habe Ihnen nichts getan.“

Holger Thuss, Präsident EIKE: „Sie stehen für die Redaktion.“

Reporter: „Ich stelle Ihnen Fragen.“

Nur vier Tage später treffen wir Michael Limburg wieder. Aber diesmal nicht auf einer Konferenz von Außenseitern, sondern mitten im Deutschen Bundestag. Der Mann neben ihm ist Nir Shaviv, ein Professor aus Israel und Star der Klimawandel-Leugner-Szene. Er ist Dauergast auf EIKE-Konferenzen. Heute sitzt er im Umweltausschuss, bei einem Fachgespräch zum Klimawandel. Auf Einladung der AfD darf er dort seine Erkenntnisse verbreiten.

Prof. Nir Shaviv (Originalübersetzung Deutscher Bundestag): „Ich möchte mit etwas starten, was Sie vielleicht schockieren mag. Es gibt keinen Beweis, dass CO2 einen großen Effekt auf das Klima hat.“

Positionen wie diese finden sich nun in Bundestagsprotokollen. Als stünde in der Klimafrage Aussage gegen Aussage und Meinung gegen Meinung. Als sei sich die Wissenschaft nicht weitestgehend einig, dass es Klimawandel gibt und Menschen dafür verantwortlich sind.

Prof. Anders Levermann, Klimaforscher: „Was mir tatsächlich Sorge macht, ist die, diese Antiaufklärungs ... Geist, der hinter auch den Klima-Verneinern steckt. Wir sehen, da ist ja die Klimaforschung und die ganze Klimapolitik nur ein Teil davon, nur die Spitze des Eisberges, wenn Sie so wollen. Denn das geht ja viel weiter, viel tiefer in die Gesellschaft, dass wir einfach nicht mehr akzeptieren, was Fakten sind.“

Politisch ist der Klima-Konsens fragil. Immer mehr Rechte regieren oder stellen Präsidenten. Im polnischen Kattowitz verhandelt die Welt gerade, wie das Weltklima-Abkommen umgesetzt werden soll. Es steht viel auf dem Spiel.

Achim Pollmeier: „Immerhin, laut einer aktuellen Umfrage zum ARD-Deutschlandtrend hält die Mehrheit der Deutschen Klimaschutzmaßnahmen für sinnvoll. Die Frage ist nur, wer das machen soll? 90 Prozent befürworten strengere Auflagen für die Industrie - aber nur 26 Prozent halten es für sinnvoll, dass die Nutzung von Autos mit Verbrennungsmotor teurer wird.“

Stand: 07.12.2018, 16:50

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32 Kommentare

  • 35 Claus Rieth 12.12.2018, 18:59 Uhr

    Sehr gelungene Verzerrung der Tatsachen ! Seit wann sind Verunglimpfung und Verleumdung Journalismus? Wer selber denkt, ist nach Ihrer Ansicht unerwünscht. Schöne Taktik - Andersdenkende werden nicht mehr toleriert, sondern gesellschaftlich gebrandmarkt - siehe das Deutsche Wikipedia zu den einschlägigen Themen. Warum ist die andere Sicht auf das Klima-Phänomen so ein "Problem", wenn angeblich die übergrosse Mehrheit "auf dem richtigen Weg ist"? Müssen jetzt auch noch die letzten "Ketzer" beseitigt werden?? Erstaunlich, dass sich angeblich seriöse Fernsehleute nicht zu schade sind, aus einem Flickwerk von Einzeleindrücken, die noch dazu auf dubiose Weise ergattert wurden, eine vor Klima-Ideologie triefende Verschwörung zu produzieren. Und dazu braucht man noch Fördergelder für angeblich investigativen Journalismus. Ob Journalismus "investigativ" ist, misst sich an der Wahrhaftigkeit - als Teilnehmer der Konferenzen kann ich nur sagen, dass es ein Hohn ist, was Sie da tun. Sapere aude!

    • Franz Beiler 14.12.2018, 14:50 Uhr

      Herr Rieth, „Wer selber denkt… gesellschaftlich gebrandmarkt“ Die „Motivation“ der Öffentlichkeit – hier in Form von Journalisten – diese „Andersdenkende“ zu „brandmarken“ basiert eigentlich auf etwas anderem: so wie die Menschheit grundsätzlich weiß, dass die Erde sich um die Sonne dreht und keine Scheibe ist, so weiß sie grundsätzlich auch, dass der Anstieg der Treibhausgase zu einem beträchtlichen Teil die gegenwärtige Klimaänderung verursacht und wie dieser Mechanismus quantitativ wirkt. Wenn nun einige Leute Wissenschaft verweigern, so kann man sich über ihre öffentlich zur Schau gestellte Dummheit auch öffentlich lustig machen. Jeder – auch Klimaskeptiker - hat die Möglichkeit und das Angebot, den Zusammenhang zwischen Treibhausgasen und Klimawandel zumindest grundsätzlich zu verstehen. Wer Aufklärung und Bildung verweigert und lieber an Verschwörungen und Ideologien glaubt , muss sich nicht wundern, wenn er in einer auf Fortschritt bedachten Gesellschaft so geächtet wird.

  • 34 heiko 11.12.2018, 09:28 Uhr

    Das mit den kosmischen Strahlen ist auch kein Unsinn.Das hat man in Zürich im Steilchenbeschleuniger nachgespielt und die Aerosole sind auch dort entstanden!Das muss zumindest weiter untersucht werden. Es gibt nunmal mehrere Gründe für den Klimawandel auch die Sonne,Methan und auch Wasserdampf oder Meeresströmungen(El Nino ,Golfstrom usw.) Es kann auch jederzeit eine kleine Eiszeit geben zb.durch Vulkanausbrüche in Island wie im Mittelalter oder durch den Golfstrom? Es ist ja nicht nur CO2 dieser Vorgang ist viel komplexer und auch kosmische Strahlen können eine Rolle spielen. Warum spricht man eigendlich immer von 1 Grad Erderwärung wenn es tatsächlich bis jetzt max. 0,75 Grand sind ? Meiner Meinung nach übertreiben die Wissenschaftler und Politiker um Panik zu machen und dann drastische Schritte einzuleiten, so wie man es bei der Energiewende gemacht hat? Folge wir haben den teuersten Strom in Europa und aller Industrienationen !Weniger CO2 gibt es in Deutschland trotzdem nicht!

    • Claus Rieth 12.12.2018, 19:00 Uhr

      Trifft genau den Punkt!

    • Franz Beiler 13.12.2018, 08:20 Uhr

      Heiko, "Das mit den kosmischen Strahlen ist auch kein Unsinn." Ist es auch nicht. Die Vermutungen sind jahrzehntealt. Die einzig relevante Frage dabei ist, wie groß ist die Wirkung quantitativ. Heute weiß niemand, wie der genaue Prozess physikalisch ablaufen kann und erst recht nicht, wie seine Auswirkung quantitativ ist. Klar ist jedoch heute: 1) der Effekt ist nur einer unter vielen, die bei der Wolkenbildung eine Rolle spielen. Die zahlreichen anderen sind quantitativ besser verstanden, wenn auch da noch viele Fragezeichen sind. 2) der Effekt von CO2 und anderen Treibhausgasen hingegen ist physikalisch seit Jahrzehnten verstanden. 3) es ist wissenschaftlicher Unsinn, einen Effekt gegen den anderen ausspielen zu wollen, insbesondere müssen sich diejenigen fragen lassen, die die physikalisch verstandene CO2 Wirkung gegen eine spekulative Wirkung komplett austauschen wollen, ob sie sich argumentativ noch in einer ernstzunehmenden Diskussion befinden.

  • 33 Heiko 11.12.2018, 09:00 Uhr

    Erstmal es gibt den natürlichen Klimawandel seit der Eiszeit wird es wärmer. Es gab immer Klimaschwankungen Wärmeperioden 2 zu Zeiten der Römer und 2 im Mittelalter wo es noch wärmer als heute war ca.1 Grad. Die waren nicht menschengemacht ! Dazu kommen noch die kleinen Eiszeiten im Mittelalter.Das alles hat es schon mehrfach gegeben und den Einfluss der Sonne kann keiner bestreiten? Die scheint nunmal nicht immer gleichstark! Es hat zB. von 1995 bis 2012 keine höhere Erderwärmung gegeben es wurde sogar etwas kälter.Diese ca. 10 Jahre der Sonne wo die Sonnenaktivität nachlässt kann auch keiner bestreiten.Übrigens haben wir bald wieder diese 10 Jahre wo es nicht wärmer wird! Der Klimawandel ist nicht Menschengemacht eindeutig,sondern der Mensch verstärkt und beschleunigt den natürlichen Klimawandel ! Laut Wikipedia ist der Mensch für über 50% des Klimawandels verantwortlich genau 51%,das heißt aber auch das 49% natürlich sind? Die Wissenschaftler machen Panik um mehr Geld zu bekommen ?

  • 32 Karl Johansson 11.12.2018, 04:35 Uhr

    "Als sei sich die Wissenschaft nicht weitestgehend einig, dass es Klimawandel gibt und Menschen dafür verantwortlich sind. " Vor Einstein war sichdie Wissenschaft einig, dass es in der Physik nichts mehr zu forschen gibt... Afred Wegener (!) wurde erst nach seinem Tod anerkannt. Die Hexen wurden nach einstimmiger wissenschaftlichre Prüfung verbrannt. Der Ausdruck "Klimaleugner" ist nichts Anderes als "Ketzer". Es gibt keine"Klimaleugner", es gibt Wissenschaftler die skeptisch sind was den menschliche Einfluss betrifft und nicht dem Herdenntrieb folgen. Siehe den wunderbaren Film "Life of Brian"!

    • Franz Beiler 14.12.2018, 15:54 Uhr

      Herr Johansson, der Begriff "Klimaleugner" ist enger gefasst als Sie es sehen. Nach ihrer Definition wäre ja jeder offen denkende, kritische oder kreative Klima-Wissenschaftler ein Klimaleugner. Ihr Vergleich mit Anekdoten aus der Wissenschaftsgeschichte - die übrigens in dieser Einfachheit nicht der historischen Wirklichkeit bzgl. Einstein bzw. Wegener gerecht werden - suggeriert, dass die Klimawissenschaft rückständig und renovierbedürftig sei. Wenn Sie sich jedoch mal die wissenschaftliche Veröffentlichungen, die regelmäßigen IPCC Berichte oder Lehrbücher angucken würden, würden Sie das wohl kaum noch behaupten wollen. Klimaleugner sind Personen, die die wissenschaftlichen Ergebnisse zum Klima verfälschen, fälschen oder falsch, missverständlich oder selektiv widergeben oder unwissenschaft argumentieren. Zudem schmücken sie ihre Argumente gerne mit persönlichen Angriffen oder Verschwörungstheorien aus, die nichts zur Sache beitragen.

  • 31 Steffen Dünnebier 09.12.2018, 11:13 Uhr

    Hallo, mich würde mal echt interessieren ob Monitor wirklich bei EIKE Hausverbot hat wegen einer Klage und nun trotzdem dort vorstellig wurde. Und was geschah vor der gezeigten Sequenz mit dem Ausraster des EIKE Mitgliedes gegenüber Monitor-Reporter? Ähnlich erzeugt wie das berühmte Chemnitz Video? Oder muss man da erst das bei YT unter "Verleumdung von Monitor (ARD) gegenüber EIKE" suchen und fündig werden?

    • Johannes Wagner 09.12.2018, 21:56 Uhr

      Hallo Herr Dünnebier, Nur weil ihnen (laut Facebook) rechtsextreme Propaganda jeglicher Art gefällt, müssen sie nicht an jeder Stelle Propaganda vermuten! Was wollen sie mit ihrem Hinweis auf Chemnitz sagen? Dass es keine Hetzjagden auf Fremde gab? Ich wäre echt froh, wenn es keinen von der Menschheit verursachten Klimawandel gäbe, aber leider entspricht das nicht der Realität!

  • 30 Klimarealist 08.12.2018, 12:26 Uhr

    Was sagt denn ein Nobelpreisträger zum Klimawandel ? - Pseudoscience. https://www.youtube.com/watch?v=SXxHfb66ZgM Ein recht interessanter Vortrag: https://www.youtube.com/watch?v=M_yqIj38UmY

  • 29 Gerald K. 08.12.2018, 09:01 Uhr

    Wenn sich die Politik und der Großteil der Medien derart einseitig auf ein Thema stürzen, läuten bei mir erst mal die Alarmglocken. Ich bin unvoreingenommen an dieses Thema herangegangen und kann nur mit logischem Hausverstand urteilen. Ergebnis: Der menschengemachte Klimawandel ist wissenschaftlich nicht belegbar - Punkt! Eine von vielen Wahrnehmungen: Wenn ich im Alltag erlebe, dass die Wettervorhersagen zwar ganz gut geworden sind, aber mehr als ein paar Tage mmmhh ... und nun wollen auf einmal gewisse Wissenschaftler das Klima (besteht aus Mittelwerten von 30 Jahren Wetter) für die nächsten Jahrzehnte im Detail genau vorhersehen ?!? Gegenargumente einfach als Lüge, rechtsextrem, ... zu bezeichnen ... DAS ist aus meinem Verständnis heraus KEINE Wissenschaft! Cui Bono - bei so vielen Milliarden die hier im Spiel sind ... Übrigens ich bin Rotwähler - war Vorsitzender der roten Jugendpartei in meinem Bezirk.

  • 28 lospolloshermanos 08.12.2018, 01:27 Uhr

    Für den Hype, den sie produzieren ist hier mal gewaltig garnix los. Ist das hier der Standard oder nur schlechte Performence? Äußern sich die Autoren mal? Very bad. just bad.

  • 27 Torsten Dame 07.12.2018, 20:49 Uhr

    Als vielseitig interessierter Naturwissenschaftler habe ich auch bis vor 5 Jahren den Berichten vom menschengemachten Klimawandel unreflektiert geglaubt. Seit mehreren Jahren beschäftige ich mich nun mit dem Thema und muß feststellen, das es doch noch erhebliche Fragen zu diesem Themenkomplex gibt, und es überhaupt nicht so eindeutig ist, wie es immer wieder dargestellt wird. Leider findet eine kritische Auseinandersetzung zu den physikalischen Fragen des Klimawandels in den Medien nicht statt. Die Kernaussage des Themas wird immer und immer wieder als bewiesen behandelt. Das ist es aber nicht! Es gibt erhebliche Zweifel an der Größe des Beitrags von CO2 an Erwärungsprozessen des Erdatmosphäre, und belastbare Quellen, die sehr anschaulich den Einfluß von solaren und maritimen Zyklen auf das Klimageschehen belegen. Demnach wird es in den nächsten Jahrzehnten eine Abkühlung der Erdatmosphäre geben. Wir werden es erleben. Die Modelle vom IPCC bilden die Realität jedenfalls nicht ab.

    • Franz Beiler 08.12.2018, 14:07 Uhr

      Herr Dame, jaja, die übliche Einleitung...auf den Trick fällt keiner mehr ein. von einem "vielseitig interessierten Naturwissenschaftler" ist zu erwarten, dass er die Befähigung mitbringt, den wissenschaftlichen Kenntnisstand, der der Dominanz der Wirkung der Treibhausgasanstiegs auf die gegenwärtige Klimaentwicklung zugrundeliegt, zu verifizieren. Ich bin ebenfalls ein "vielseitig interessierter Naturwissenschaftler" und habe keine Schwierigkeiten damit, die meilenweit differenten Verständnisstände der Wirkung von CO2 gegenüber bislang nur spekulativen solaren Wirkungen zu erkennen und zu bewerten. Der "vielseitig interessierten Naturwissenschaftler" genügt dafür freilich nicht eine dilettantische Diskussion, die in den Medien geführt wird, sondern er verfolgt die wissenschaftlichen Ergebnisse (das sind die "belastbaren Quellen").

    • Anonym 09.12.2018, 12:23 Uhr

      @Franz Beiler , geschrieben am 08.12.2018, 14:07 Uhr Wenn man unvoreingenommen (!!!) die vielen wissenschaftlichen Arbeiten liest und analysiert, die zum Thema existieren wird man feststellen müssen, dass es a) keinen Konsens gibt, b) natürliche Faktoren wie Meereszyklen, der Sonnenzyklus die minimale Temperaturerhöhung durch CO2 bei weitem übertreffen. c) man uns folglich einen Bären aufbinden will, in dem man bekämpfen will, was de facto nicht existent ist. Man muß es nur wollen, dann stellt man fest, dass auch diese Medaille eine zweite Seite hat.

    • Torsten Dame 09.12.2018, 20:39 Uhr

      @ Franz Beiler: Ich würde die Beweise ja gerne akzeptieren, sofern es sie denn gibt. Nur muß ich momementan zu der Einsicht gelangen, daß die Gefahr nicht so groß ist, wie es vom IPCC und PIK behauptet wird. Sie können sich ja mal die jüngsten Satelliten-Daten auf remss.com anschauen. Bis auf El-Nino 2016, seit 2000 Konstanz bei den Temperaturen. Es gibt jede Menge Daten von seriösen Wissenschaftlern, die dem Alarmismus vom IPCC widersprechen. Wie ich schon schrieb, die Modelle vom IPCC bilden die Realität nur schlecht ab. Ich bin auch unabhängig von der Thematik für sparsamen Umgang mit unseren Ressourcen.

    • Franz Beiler 10.12.2018, 21:03 Uhr

      Herr Anonym und Herr Dame, ich weiß zwar nicht, welche „vielen wissenschaftlichen Arbeiten“ Sie da „unvoreingenommen“ gelesen und vor allen analysiert haben wollen. Wie wäre es, wenn Sie einfach mal ein ordinäres Lehrbuch lesen würden (z.B. Oort/Peixoto oder elementarer: Lehrbuch der Experimentalphysik, Band 7) und sich erst einmal über die Grundprozesse im Klimasystem schlau machten, statt ins gleiche Horn zu blasen und das übliche Leugner-Geschwurbel zu wiederholen oder naive Selbstversuche zu starten. Wenn Sie die Grundlagen überzeugend verstanden haben, so können Sie erste Schritte zur wissenschaftlichen Beweisfindung des Klimawandels wagen.

  • 26 Peter aus Österreich 07.12.2018, 19:46 Uhr

    An den Kommentaren der Monitorredaktion mit Herrn Pollheimer an der Spitze sieht man, wie Journalismus nicht sein sollte. Einen wissenschaftlichen Diskurs zum Thema Klimaänderung in eine Verfolgung, Denunzierung und Kriminalisierung Andersdenkender umzuwandeln ist mehr als daneben. So etwas hatten wir doch schon einmal! Außerdem zeigen die Aussagen der Redaktionsmitglieder, dass sie naturwissenschaftlich wenig Wissen besitzen, denn wenn dem nicht so wäre könnten Sie nicht so argumentieren. Normalerweise sehe ich mir die Sendung Monitor sehr gerne an. Der Bericht über die kritischen Wissenschaftler zum Thema Klima war jedenfalls letztklassig . Schade, ein unwürdiges Schauspiel jedenfalls.

  • 25 Franz Beiler 07.12.2018, 19:35 Uhr

    Klimaleugner sind einfach unfähig, mit unliebsamen Tatsachen umzugehen, sind in ihrer ideologischen Welt gefangen und rechtfertigen ihr radikales Verhalten mit subtilen Benachteiligungen oder "Beschädigungen", die ihnen widerfahren seien. Dass der EIKE-Chef seinen tätigen Angriff auf den Reporter mit seiner DDR-Jugend rechtfertigen will, ist schon seltsam, spricht aber für den Ursprung seiner Haltung. Die Leugnung der gegenwärtig und absehbar noch dominanter werdenden menschenverursachten Klimaänderung, ist so gesehen nur ein "Stellvertreterkrieg". Die Klimaleugner fordern eine Diskussion - warum sollte man mit solchen Typen diskutieren? Und gibt es was zu diskutieren oder eigentlich nur was zu kapieren? Die Klimaleugner müssen nur das Leugnen einstellen und kapieren und gut is.

    • Klimarealist 08.12.2018, 12:19 Uhr

      Das mit dem Kapieren ist so eine Sache, da haben gewisse Medien und auch Klima"wissenschaftler" so ihre Probleme. Wären sie an Wissenschaft orientiert wären sie an kritisierenden Meinungen interessiert, z.B. um die eigene Arbeit besser zu machen, aus Fehlern zu lernen. Wer dazu nicht bereit ist ist kein Wissenschaftler (mehr) sondern ein Dogmatiker, wie er eigentlich in der Kirche zu Hause ist. Hochmut auf Seiten der Klimawandelgläubigen ist definitiv nicht angesagt, dafür gibt es genug wissenschaftliche Arbeiten, die belegen, das an der Ursache Mensch so gut wie nichts dran ist, man muß sie nur zur Kenntnis nehmen wollen.

    • Steffen Dünnebier 09.12.2018, 11:18 Uhr

      Ja sie sollten mal überlegen was da weggelassen wurde, vor den "tätigen Angriff" und sich nicht so leicht aufs Glatteis führen lassen. Wie auch das leidliche Chemnitzvideo so missbraucht wurde, Bitte mal bei Tischy nachlesen. Und hierzu mehr unter "Verleumdung von Monitor (ARD) gegenüber EIKE" bei Youtube! Schon was bei Monitor von der EIKE Klage gehört und dem eigentlichen Hausverbotes des Monitorteams dort? Nein? Das sagt doch schon alles. Karl-Eduard lässt grüßen. Ja auch ich habe eine DDR-Vergangenheit und möchte diese anscheinend wiederkommenden Zeiten nicht noch einmal erleben.

    • Franz Beiler 13.12.2018, 08:32 Uhr

      Herr „Klimarealist“ und Herr Dünnebier, um das Klima zu verstehen, rate ich Ihnen, siehe unten, ein einschlägiges Lehrbuch der Physik des Klimas zur Hand zu nehmen. In wissenschaftlich aktuellen Büchern (also so ab den Ende 80igern) ist die Klimawirkung des CO2 ganz unskandalös thematisiert und – meistens leider nur elementar, es sind ja nur Lehrbücher, physikalisch behandelt. Für das weitere Studium gibt es genügend wissenschaftliche Primärliteratur. Kirche und Medien braucht man dafür nicht. Wenn Sie hingegen glauben, das Klima über Skandale und persönliche Fehden verstehen zu können, so verschwenden Sie ihre Zeit.