Aufruhr im Freibad: Vom Jugendstreich zum Terrorakt

MONITOR vom 08.08.2019

Aufruhr im Freibad: Vom Jugendstreich zum Terrorakt

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Bericht: Herbert Kordes, Jan Schmitt

Aufruhr im Freibad: Vom Jugendstreich zum Terrorakt Monitor 08.08.2019 08:40 Min. UT Verfügbar bis 30.12.2099 Das Erste Von Herbert Kordes, Jan Schmitt

Kommentare zum Thema, weiterführende Links und der Beitragstext als PDF

Georg Restle: „Sommer, Sonne, Badespaß in einem deutschen Freibad. Ein Tatort von Terror und Gewalt? Ein Tummelplatz für randalierende Jugendbanden aus Nordafrika? Hätte man annehmen können, wenn man die Schlagzeilen der letzten Wochen verfolgt hat. Guten Abend und willkommen bei MONITOR.

Von einem Angstraum war da die Rede, von 60 Nordafrikanern, die ein Freibad zum Ort des Schreckens machten - bis die Polizei schließlich räumen musste. Eine Wahnsinngeschichte, die vor allem denen ganz gut ins Bild passte, die schon immer vor zu vielen Flüchtlingen und fremden Kulturen warnten, vor Gewalt und nationalem Niedergang. Nur, dass so gut wie nichts davon stimmt. Herbert Kordes und Jan Schmitt über eine Sommerlochgeschichte, die wieder mal zeigt, dass Fakten Nebensache sind, wenn es nur darum geht, Stimmung zu machen.“

Freitag, 26. Juli, 17:46 Uhr: In der Leitstelle der Düsseldorfer Polizei kommt ein Notruf aus dem Rheinbad an. Eine große Gruppe Jugendlicher blockiere die Rutsche, heißt es. Nur zehn Minuten später ist die Polizei vor Ort. Insgesamt scheint die Lage ruhig. Einzelne Wortwechsel zwischen Aufsichtspersonal und einigen Jugendlichen, die sich nichts sagen lassen wollen. Um 18:18 Uhr werden die Besucher dennoch gebeten, das Bad zu verlassen. Eine knappe Stunde später ist es leer. Ein Polizeisprecher erklärt später gegenüber Journalisten, Auslöser seien „augenscheinlich“ „50 bis 60 Jugendliche“ „nordafrikanischen Typus“ gewesen. Badräumung, Nordafrikaner - die öffentliche Aufregung nimmt Fahrt auf.

Berichterstattung in den Medien: „Wieder Stress im Rheinbad.“ - „Eine Gruppe junger Männer hatte am Wochenende Krawall gemacht.“ - „Diese Woche ist das Freibad zum dritten Mal innerhalb kürzester Zeit wegen enorm aggressiver Jugendlicher evakuiert worden.“ - „Vorwiegend Jugendliche mit nordafrikanischen Wurzeln.“

Und es ist die Stunde der politischen Akteure, die die Gelegenheit für sich nutzen wollen. AfD-Chef Jörg Meuthen spricht von „Terror“, von „migrantisch geprägten Jugendgruppen, die friedliche Badegäste anpöbelten“. Die AfD Düsseldorf schreibt gar von einem „Kriegsschauplatz“. Ein Kriegsschauplatz? Wir sind am Rheinbad mit Tim Fliegel verabredet. Der junge Polizist war mit ein paar Freunden nur ca. 15 Meter vom Geschehen entfernt, sagt er - also von dieser Rutsche. Eine Gruppe Jugendlicher sei plötzlich wie auf Kommando aus dem Wasser gesprungen und auf die Rutsche zugelaufen, erzählt uns der 22-jährige.

Tim Fliegel: „Mein Eindruck war, dass die alle sofort wieder runtergerutscht sind. Da sind immer wieder neue Leute nachgekommen, aber auch wieder runtergerutscht. Ja, irgendwann haben Bademeister dann den Zugang zur Rutsche versperrt, so dass niemand mehr hoch konnte. Alle, die oben waren, sind dann noch runtergerutscht. Und dann war die ganze Situation aber allerdings auch schon wieder vorbei. Mein persönlicher Eindruck war gar nicht, dass es irgendwie tumultartig oder randalartig gewesen ist. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt bedroht gefühlt oder Ähnliches. Das hat für mich eher wie ein jugendlicher Scherz gewirkt.“

Drei Tage nach der Badräumung ist auch die Stadtspitze schlauer. Oberbürgermeister Thomas Geisel hatte anfangs noch über mögliche ausländerrechtliche Konsequenzen geredet. Nach Sichtung der Bilder aus den Überwachungskameras erklärt er auch gegenüber MONITOR:

Thomas Geisel, Oberbürgermeister Düsseldorf: „Es war keine organisierte Bandenkriminalität von nordafrikanischen Tätern, sondern es war … sagen wir mal … ich sag mal … ein lebendiger Badebetrieb. Da wurde sicher auch Quatsch gemacht.“

Den „Quatsch“ hätten wir uns auch gern selbst angeschaut. Doch die Bilder aus den Überwachungskameras seien aus datenschutzrechtlichen Gründen gelöscht worden, nachdem die Polizei nichts strafrechtlich Relevantes darauf gefunden habe. Und was bleibt nun von „60 pöbelnden Nordafrikanern?“ Am Ende stehen zwei Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Bedrohung, gegen zwei Deutsche. Ein Zusammenhang - etwa zur deutschen Flüchtlingspolitik - ist nicht erkennbar.

Thomas Geisel, Oberbürgermeister Düsseldorf: „Ich habe den Eindruck, hier wird ein ziemlich unappetitliches, deutsch-nationales Süppchen gekocht. Da von Leuten, die gar nicht dabei waren, die sich auch nicht die Mühe gemacht haben, sich wirklich sachkundig zu machen, die den Sachverhalt eben nicht recherchiert haben.“

Fakten unwichtig? Für das Bundesinnenministerium fordert der parlamentarische Staatssekretär Günter Krings gleich härteste ausländerrechtliche Maßnahmen.

Günter Krings (CDU), Parl. Staatssekretär Innenministerium, 29.07.2019: „Nach Auskunft der Polizei, nach allem, was wir wissen, ist ein Teil der Personen jedenfalls wohl offenbar aus dem nördlichen Teil Afrikas. Und da gibt es eben viele - ohne auf den Einzelfall eingehen zu können - die keinen Aufenthaltsstatus haben, die nur geduldet sind. Jemand, der ohnehin das Land verlassen muss und dann auch noch Straftaten begeht und randaliert, der muss einfach damit rechnen, das er schneller in seiner Heimat ist, als er das vielleicht ursprünglich wollte.“

Der Bielefelder Gewaltforscher Andreas Zick ist fassungslos über diese Aussage. Er beklagt ohnehin eine wachsende Verrohung im gesellschaftlichen Umgang - solche Äußerungen heizten die Stimmung zusätzlich an, sagt er.

Prof. Andreas Zick, Gewaltforscher, Uni Bielefeld: „In einer gesellschaftlichen Situation, in der wir so massive Hasstaten gesehen haben gegen gesellschaftliche Minderheiten, in der alle wissen, wie schnell sich aus so einem einzelnen Fall eine … gesellschaftliche Konflikte so aufheizen, dass neue Gewalt entsteht. Finde ich schon erstaunlich nach all den Jahren, dass solche Äußerungen in solcher Geschwindigkeit geäußert werden.“

Danach gefragt, ob Krings auch angesichts der nun bekannten Fakten bei seinen Forderungen bleibe, schreibt er uns:

Zitat: „Ich habe davon überhaupt nichts zurückzunehmen.“

War die jüngste Räumung des Rheinbades eine schlichte Überreaktion? Möglich. Denn vier Wochen zuvor gab es schon einmal Probleme. Diese Bilder zeigen, wie voll es damals war. Zweimal wurde das Bad vorzeitig geschlossen. Einmal war ein Streit zwischen Jugendlichen und einem Familienvater so eskaliert, dass ihm plötzlich mehrere hundert Jugendliche gegenüberstanden.

Auseinandersetzungen, Probleme mit Migranten, Badräumungen - sind Freibäder in Deutschland inzwischen tatsächlich Orte des Schreckens? MONITOR fragt in den 20 größten Städten Deutschlands Polizei und Badbetreiber an. Gibt es wirklich öfter Randale? Welche Rolle spielen dabei Migranten? Und wie oft wurden Bäder in den vergangenen sechs Jahren geräumt? Ergebnis: In den meisten Städten kein Problem! Nur in zwei Städten gab es in den vergangenen sechs Jahren Badräumungen. Dieses Jahr die drei in Düsseldorf und in den Vorjahren zwei in Berlin. Wir schauen uns die Situation in der Stadt mit den meisten Bädern, Berlin, genauer an. Die Stadt schätzt, dass die Freibäder in den Jahren 2015 bis 2018 rund acht Millionen Badegäste hatten. In oder an den Freibädern zählte die Polizei in dieser Zeit 1.225 Straftaten - meistens Diebstähle (55 Prozent); Randale, also der Anteil von Gewalt- und Sexualdelikten, betrug 16 Prozent. Wurden Tatverdächtige ermittelt, waren in 28 Prozent dieser Fälle Ausländer beteiligt. Das entspricht etwa ihrem Bevölkerungsanteil in Berlin. Matthias Oloew ist Sprecher der Berliner Bäder. Er findet die ganze Diskussion um die Sicherheit in Freibädern völlig überzogen.

Matthias Oloew, Berliner Bäder: „Wir haben hier in Kreuzberg im Sommerbad Badegäste aus vielen, vielen Nationen, die völlig friedlich und problemlos miteinander auskommen.“

Die Hamburger Bädergesellschaft ist der zweitgrößte Badbetreiber im Bundesgebiet. Natürlich, sagt Sprecher Michael Dietel, gebe es immer mal wieder Ärger.

Michael Dietel, Bäderland Hamburg: „Aber Randale stellen wir gar nicht fest. Diskussionen und Konflikte zwischen allen Gästen, da spielt die Herkunft gar keine Rolle.“

Zurück zum Rheinbad in Düsseldorf. Jenseits der Fakten spricht die AfD weiterhin von „Rheinbad-Tumulten mit 60 Angreifern“. Vom Oberbürgermeister fordert sie: „Handeln statt relativieren“. Wohin solche Hetzte führt? Am Düsseldorfer Rheinbad zu einem weiteren Polizeieinsatz. Am Wochenende tauchten an der Kasse plötzlich etwa 50 Leute von einer rechten Bürgerwehr auf. Sie wollten im Bad „aufpassen“. Die Polizei hat Personalien aufgenommen.

Georg Restle: „Man könnte tatsächlich verzweifeln. Wann endlich lernen auch wir Journalisten abzuwarten, bis die Fakten auf dem Tisch liegen? Nicht alles zu glauben, was einem die Polizei erzählt? Und mal darüber nachzudenken, welche Auswirkungen eine solche Berichterstattung auf eine Gesellschaft hat, deren Debatten zum Thema Flüchtlinge sowieso schon völlig überhitzt sind.“

Stand: 09.08.2019, 15:00

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170 Kommentare

  • 170 Bericht der Stadt 06.10.2019, 20:29 Uhr

    Aus dem offiziellen Bericht der Stadtverwaltung: Dreimalige Räumung, Polizei und Personal attackiert, Aggressionspotenzial stieg merklich an, etc. ... Was braucht man noch mehr? Es hilft doch allen bei einer fairen Lösung wenn man ehrlich darüber diskutiert ohne Fakten zu ignorieren. [Link entfernt. Bitte beachten Sie unsere Netiquette - Anm. der Redaktion] Wann endlich lernen Journalisten abzuwarten, bis die Fakten auf dem Tisch liegen?

  • 169 Friedrich31 29.09.2019, 11:42 Uhr

    Dieser Kommentar wurde mehrfach abgegeben und daher an dieser Stelle gesperrt. (die Redaktion)

  • 168 Friedrich31 29.09.2019, 11:18 Uhr

    Auszug aus der HP von NTV am 28. und 29.09.: .. In dem städtischen Bericht liest es sich anders. Demnach habe sich die Gruppe der Jugendlichen nach Anrücken des Polizei-Großaufgebots verlagert. Der Bericht der Verwaltung schildert dramatische Szenen: "Die anwachsende Gruppe (ca. 300 - 400 Personen) fing an, die Mitarbeiter zu attackieren. Ein Stammgast warnte die Mitarbeiter, dass eine Attacke auf die Kollegen geplant sei. Die Aufsichtskräfte konnten sich rechtzeitig in den Schwimmmeisterraum zurückziehen." Wo die Monitorredaktion denn ihr Infos her ? Bitte um Klarstellung !!!!!!!!!!!

  • 167 Willi 27.08.2019, 10:05 Uhr

    Definition, randalieren-(lärmenden Unfug treiben),absolut zutreffend zu Vorgängen an Rutsche und besonders Sprungturm.Richtig Randale-(heftigen und lautstarken Protest),Wortwechsel mit Bademeisterin und Polizei.Alles richtig beschrieben! Im großen und ganzen wurde doch eindeutig richtig berichtet? Was man aber auch nicht machen sollte diese Vorgänge verharmlosen und das macht meiner Meinung nach Monitor!

  • 166 Paul hrlich 25.08.2019, 12:09 Uhr

    "Wann endlich lernen auch wir Journalisten abzuwarten, bis die Fakten auf dem Tisch liegen? Nicht alles zu glauben, was einem die Polizei erzählt?" So der Kommentar von Herrn Restle. Die Polizei ist also total unfähig und vielleicht sogar noch rechts unterwandert. So muß Herr Restle und Co. selbst ran und alles gerade- rücken. Der schwarze Kanal des Fernsehens der DDR mit Karl Eduard von Schnitzler lässt grüßen. Welche Arroganz Herr Restle !! Ist das unabhängiger Journalismus zur ALLUMFASSENDEN Information, statt Abwiegeln und Herrunterspien?? Ich habe FRÜHER Monitor gern angesehen. Seit einiger Zeit nicht mehr! NEIN DANKE Herr Restle !!!!

  • 165 Hansi 25.08.2019, 09:13 Uhr

    Zitat NRZ,In 1070 Fällen hat die Polizei im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen Delikte mit „Tatort Freibad“ registriert. Das geht aus einer am Freitag in Düsseldorf veröffentlichten Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage aus der AfD- Landtagsfraktion hervor. Mit der Vorjahreszahl von 141 erfassten Fällen sei das aber nicht valide zu vergleichen, weil die Statistik der erfassten Tatorte inzwischen verfeinert worden sei? Mit 788 Fällen stellten Diebstahlsdelikte im vergangenen Jahr den Löwenanteil der Delikte, gefolgt von 161 Körperverletzungen; 41 Mal wurden Sexualdelikte bekannt. Etwa jeder dritte ermittelte Tatverdächtige hatte nicht die deutsche Staatsbürgerschaft! Anhand der Namen der angeblichen Deutschen Täter kann man schon darauf schließen,dass die meisten Deutschen klar einen Migrationshintergrund haben! 1070 Straftaten in Freibädern von NRW im letztem Jahr sind schon eine beachtliche Zahl die auch Monitor sogen machen sollte? Aber alles normal in NRW?

  • 164 Silke 23.08.2019, 08:51 Uhr

    Was Monitor nicht berichtet kann man heute in der Bild lesen das was Alltag in Dusseldorfer Freibädern ist! Zitat Bild, Schwimmmeister Wladimir Chetverik: „Man erlebt oft Beleidigungen, es wird mit Vergewaltigung der Mutter gedroht. Man droht mir: ‚Ich töte dich‘ oder ‚Ich zünde dich an‘. Damit muss man erst umgehen können.“ Die Probleme mit den Menschenmassen im Rheinbad seien aber noch schlimmer gewesen. Es habe nicht daran gelegen, dass es zu viele Menschen waren – sondern „zu viele der Gruppen, die uns Probleme bereiten“. Hausverbote nützten nicht viel, darüber würden die Jugendlichen nur lachen. Der Schwimmmeister: „Die klettern über den Zaun oder werden an der Kasse einfach nicht erkannt.“ Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) kritisierte rückblickend erneut, das Bad sei Ende Juli voreilig geschlossen worden. „Die Lage wurde erst gefährlich und anarchisch, als das Bad geräumt wurde.“ Warum die Bädergesellschaft das Video von dieser dritten Räumung gelöscht hat, habe er bis heute

  • 163 Ulrike 23.08.2019, 08:33 Uhr

    Monitor stellt meiner Meinung nach so einiges falsch dar? Zuerst ging es nicht nur um die Rutsche sondern darum,dass die Jugendlichen sowohl die Rutsche als auch den Sprungturm nur für sich beanspruchten und dort lebensgefährliche Sachen gemacht haben,die die Sicherheit der Badegäste erheblich gefährdet haben!(Sprungturm besetzen mit Anlauf in Becken springen obwohl drunter Badegäste waren usw.) Dazu die Bademeisterin bedroht und beleidigt haben und den Anweisungen nicht nachgekommen sind! Als die Räumung bekanntgegeben wurde sah sich die Polizei eben diesen 60 Jugendlichen gegenüber die auch arabisch gesprochen haben und den Anweisungen der Polizei nicht folge geleistet haben,sondern gepöbelt und beleidigt haben und dann tumultartig in Becken gesprungen sind dazu wurden Stühle und andere Sachen ins Wasser geworfen.(Randale) Außerdem sagt dieser Beitrag nichts zu Essen,Dortmund,Gelsenkirchen usw. Alle Täter hatten einen Migrationshintergrund 2 Iraner und 1 Nigerianer.

  • 162 Friedrich S., Wolfsburg 21.08.2019, 02:16 Uhr

    Aufruhr im Freibad ?: War ja klar, wegen den anstehenden Landtagswahlen wieder mal mehr ein Sommerlochaufreger mit künstlichem Kleinkram, damit sich die deutschen Bürger nicht vorrangig weiter mit dem viel dringenderem und bereits anlaufenden gesellschaftspolitischen Wandel beschäftigen sollen. Denn, dem unseeligen Machtapparat steht das Wasser bis zum Hals wie nie zuvor. Klar, dass da alle regimetreuen Medien folgsam nur jede Chance nutzen, um in trauter Einigkeit ein ´Demokratie´-Deutschland zu lobpreisen. „Bösewichte“ sind dann selbstverständlich immer und wieder nur die Bürger, die Initiativen, welche die längst überholte, veraltete und nur noch populistisch in Erscheinung tretende BRD-Politpropaganda offen anprangern. Die machtpolitische Uhr lässt sich nie zurückdrehen!

  • 160 Michael 18.08.2019, 15:27 Uhr

    Politisch korrekte Verharmlosung. Statt den Medien glaube ich lieber das, was die Polizei ermittelt bezw. was ich selbst erlebt habe. Deutschen Medien ist immer mit Mißtrauen zu begegnen und es sollte auf jeden Fall sorgsam recherchiert werden, was die Presse so alles von sich gibt. Das Berliner Columbia-Bad ist mit dem aus Düsseldorf vergleichbar. Direkter Augenkontakt gefährlich - Vorsicht auf den Sprungbrettern und dem Laufen über die Liegewiese. Körperliche Attacken seitens der Migranten werden gerade von Kreuzberger Seifenblasen-Politikerinnen als "pure Lebensfreunde" verpackt. Fazit: Linke Altparteien und BRD-Medien sind in diesem Bereich als unseriös zu bezeichnen. Glauben schenke ich nur noch den Berichten über das Wetter und den Verkehrsunfällen.

    • Claudia S. 19.08.2019, 19:32 Uhr

      Die Polizei hat ermittelt und Beweismittel ausgewertet und dabei festgestellt, dass die Sachlage anders war, als sie sich zuerst aufgrund weniger Hinweise darstellte. Auf der Ermittlung der Polizei beruht der Monitor-Bericht, auf was denn sonst? Wenn Sie diesen Ermittlungen glauben, dann bestätigen Sie damit auch den Monitor Bericht. Aber wenn Sie ansonsten nur dem glauben, was Sie selbst erleben, dann ist Ihr Informationsradius sicher recht beschränkt. Darüber hinaus erliegen Sie aber der weit verbreiteten selektiven Wahrnehmung. Wenn 10 Jugendliche unangenehm auffallen und einer davon sieht "irgendwie ausländisch" aus, dann heißt es sofort: Immer diese Migranten. Einige Merkmale prägen sich eben mehr ein als andere, die oft gar nicht wahr genommen werden. Und man sieht nur, was man sehen will. Geht man also mit der Einstellung ran, dass es immer die Migranten sind, die Ärger machen, werden Sie auch nur die sehen und die anderen ausblenden.

  • 158 Sabine Köhne 16.08.2019, 21:29 Uhr

    Ein Bericht über Fakten! Sehr gut. Aber warum wird beim Anteil der Straftaten durch Ausländer von 28% gesagt, es entspräche dem tatsächlichen Anteil in der Bevölkerung? Es sind 12,2 %... [Link entfernt. Bitte beachten Sie unsere Netiquette - Anm. der Redaktion] Um dem rechten Populismus keinen Vorschub zu leisten, sollte hier gründlicher recherchiert werden. Insbesondere wenn es im Beitrag um "Fakten" geht.

    • Claudia S. 17.08.2019, 19:40 Uhr

      Sie haben beim Bericht nicht genau zugehört: Es ging hier ausschließlich um Berlin und um den Ausländeranteil allein in Berlin, nicht in ganz Deutschland. Und dort ist der Ausländeranteil (was immer man drunter versteht) eben etwa so hoch (etwas drunter) - 28%. Also bitte erst mal genau zuhören, dann nachdenken und dann schreiben ...

    • D. 19.08.2019, 10:28 Uhr

      Ja, es sieht so aus als wären es Fakten. Doch auch bei Fakten sollte meiner Meinung nach im Journalismus neutral oder besser unparteiisch berichtet werden, nicht einseitig gewichtig zugunsten der eigenen politischen Überzeugung. Viele Meinungen einzelner Personen reizen dazu den Meinungen eine höhere Anzahl von Meinungen weiterer Personen mit anderer politischen Überzeugung gegenüber zu stellen; das ergibt dann so eine Art Wettbewerb. Doch je höher die Anzahl von Meinungen, je „verwässerter“ wird der eigentliche Bericht. Zuerst berichtet eine Person einer anderen Person etwas, das geschieht dann fortlaufend von Person zu Person und zum Schluss kommt etwas ganz anderes heraus als das was zuerst gesagt wurde.