Babylon Berlin: Die Lehren von Weimar

MONITOR vom 25.10.2018

Babylon Berlin: Die Lehren von Weimar

Bericht: Jan Schmitt, Steen Thorsson, Max Scharffetter

Kommentare zum Thema, weiterführende Links und der Beitragstext als PDF

Georg Restle: „Babylon Berlin. Vielleicht haben Sie es gerade gesehen, mit diesen Bildern ist die heutige Folge hier im Ersten gerade eben zu Ende gegangen. Eine Serie über die Weimarer Republik im Jahr 1929 - vier Jahre bevor Adolf Hitler Reichskanzler in Deutschland wurde. Was hat das alles mit uns zu tun, jedenfalls ein Thema heute Abend bei Monitor. Guten Abend und willkommen. Historiker sagen, es hätte damals noch genügend Möglichkeiten gegeben, den Erfolg der Nationalsozialisten aufzuhalten, wenn die Menschen und die Eliten der Weimarer Republik nur an die junge Demokratie geglaubt hätten. Und natürlich gibt es da durchaus Parallelen zur heutigen Entwicklung. Auch heute schwindet das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie. Die Bindungskraft der großen Volksparteien nimmt dramatisch ab. Rechtsradikale Gruppierungen erhalten Zulauf - und haben mit der AfD eine nationalistische Partei im Bundestag, auf die sie all ihre Hoffnungen richten. Nein, Geschichte wiederholt sich ganz sicher nicht. Aber man sollte genau hinschauen und hinhören, wenn man die gleichen Fehler nicht nochmal machen will. Jan Schmitt, Steen Thorsson und Max Scharffetter.“

Berlin 1929, die Weimarer Republik. Elf Jahre liegt der 1. Weltkrieg zurück, vor zehn Jahren ist Deutschland zur Demokratie geworden. Die Menschen feiern die neue Freiheit, schauen nach vorne in eine scheinbar unbeschwerte Zukunft.

Prof. Andreas Wirsching, Institut für Zeitgeschichte München - Berlin: „1929 hätte man sich nicht vorstellen können, was 1933 passiert, völlig ausgeschlossen. Das sind sozusagen die „Roaring Twenties“ noch, das ist Berlin, die Hauptstadtkultur, die gold … sogenannten Goldenen 20er.“

Aber es ist ein Tanz auf dem Vulkan. Denn vor allem die Eliten lehnen den jungen Staat ab und die Feinde der Demokratie bringen sich schon in Stellung. Monarchisten, vor allem aber Kommunisten und Nationalisten versuchen, die Ordnung zu destabilisieren. Und auch Nazis zeigen sich schon provokant auf den Straßen, obwohl sie als Partei damals noch kaum relevant waren.

Prof. Andreas Wirsching, Institut für Zeitgeschichte München - Berlin: „Die Sichtbarkeit auf der Straße ist ein essentielles Element, ein wichtiger Bestandteil für radikale Strömungen, um eben tatsächlich erkennbar deutlich zu machen, hier sind wir und man kann uns folgen und wir sind in einer Front- und Kampfposition.“

Rufe auf der Straße: „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen.“

Parolen und Aufmärsche, um Anhänger zu gewinnen? Auch heute beanspruchen rechte und linke Gruppierungen bei ihren Demonstrationen regelmäßig das Recht auf Meinungshoheit. Gibt es Parallelen? Kann man Deutschland heute mit der Weimarer Republik damals vergleichen? Mit einer Zeit, kurz bevor die Nazis mit ihrem Schreckensregime Demokratie und Freiheit hinwegfegten?

Prof. Samuel Salzborn, Zentrum für Antisemitismusforschung TU Berlin: „Also es gibt ja diesen eingängigen Slogan „Berlin sei nicht Weimar”. Ich glaube das ist historisch betrachtet trivial, weil eine historische Konstellation sich nicht eins zu eins wiederholt. Aber es ist zugleich auch eine Beruhigungs- oder Beschwichtigungsformel, weil sie suggeriert, man müsse sich eben über bestimmte antidemokratische Entwicklungen nicht Gedanken machen.“

Antidemokratische Tendenzen sind besonders an den Rändern der Gesellschaft weit verbreitet. Nur ein bis vier Prozent der Wähler der etablierten Parteien geben an, gar nicht damit zufrieden zu sein, wie die Demokratie in Deutschland funktioniert. Unter den Wählern der Linken sind es 31 %, und unter denen der AfD sogar 41 %. Eine Stimmung, die von den Einheizern der Partei gezielt geschürt wird.

Björn Höcke, Mödlareuth, 17.06.2018: „Der Verwesungsgeruch einer absterbenden Demokratie wabert durchs Land. In dieser Lage, liebe Freunde - und das sage ich als staatstreuer Bürger - in dieser Lage ist nicht Ruhe, in dieser Lage ist Mut und Wut und Renitenz und ziviler Ungehorsam die erste Bürgerpflicht! Holen wir uns unser Land zurück!“

Die Parolen heute unterscheiden sich kaum von den Parolen von damals.

Alfred Hugenberg, DNVP 1929: „In dem verlogenen und sozialistisch korrumpierten neudeutschen Parlamentarismus und Parteisystem sehen wir einen Feind unseres Vaterlands.“

Sagt Alfred Hugenberg, der Vorsitzende der Deutschnationalen Volkspartei, in genau der Zeit, zu der die Serie Babylon Berlin spielt. Darin thematisiert: die so genannte schwarze Reichswehr, eine Untergrundgruppe. Ihr Ziel, der Sturz der Demokratie. Ihre Vertreter, Angehörige des Militärs, die das Großbürgertum für ihre Ziele zu nutzen wissen.

Filmszene:

1. Mann: „Sie fühlen sich geschützt, ja, von Ihren Freunden. Für die sind Sie nichts als eine Marionette.“

2. Mann: „Sie sind die Marionette. Die Marionette einer demokratischen Verirrung, die dieses Land ergriffen hat.“

1. Mann: „Ich weiß, wen Leute wie Sie für Schädlinge halten.“

Schädlinge in dieser Ideologie: Vor allem Juden und alle anderen, die nach Ansicht der Nationalen nicht zum deutschen Volk gehören. Heute sind die Feinde vor allem Flüchtlinge und Migranten, aber das Grundmuster ist das gleiche.“

Prof. Andreas Wirsching, Institut für Zeitgeschichte München - Berlin: „Diese Denkfigur, dass es ein ethnisch-biologisch reines Volk eigentlich gibt, was eben nicht durch die verfassungsmäßige, politische Willensbildung abgebildet ist, diese Denkfigur ist wieder da. Sie ist, ich würde sagen, sie ist nie ganz verschwunden in der westdeutschen Nachkriegsgeschichte. Sie war aber überwiegend ein intellektuelles und kein massenwirksames Phänomen.“

Rufe auf der Straße: „Wir sind das Volk. Wir sind das Volk.“

Die Idee vom „reinen Volkskörper“ wird auch heute wieder ganz offen vertreten, angetrieben durch Gruppierungen der neuen Rechten wie der Identitären Bewegung, Pegida, der AfD oder auch rechten Burschenschaften. Ausländer, Zugewanderte, Flüchtlinge, sie sollen in diesem Volk keinen Platz haben, auch wenn sie schon seit Generationen hier leben. Bei den Identitären liest sich das so:

Zitat: „Die ethnisch deutsche Bevölkerung wird in den kommenden Jahrzehnten verdrängt, ausgetauscht gegen raum- und kulturfremde Zuwanderer. (…) Im 21. Jahrhundert geht es um nicht weniger als um das Überleben unseres Volkes und ganz Europas.“

Alexander Gauland, Vorsitzender AfD, 23.06.2018: „Wir sollen als Volk und als Nation allmählich absterben und uns in einem höheren großen Ganzen auflösen. Liebe Freunde, wir haben kein Interesse daran, Menschheit zu werden. Wir wollen Deutsche bleiben, damit sind wir Menschheit genug!“

Prof. Samuel Salzborn, Zentrum für Antisemitismusforschung TU Berlin: „Gesellschaft soll homogen werden, soll völkisch homogenisiert werden. Das, was die Bundesrepublik ausmacht, soll sich verändern. Viele Menschen, die heute ganz selbstverständlich staatsrechtlich Deutsche sind, gelten im Verständnis des völkischen Nationalismus nicht als Deutsche. Genau hieran will man massive Veränderungen in der Gesellschaft durchsetzen.“

In der Weimarer Republik wird solches Gedankengut vor allem auch von den Eliten vertreten, Militärs, Anhängern der Monarchie und eines Ein-Parteien-Systems. Ihr Feind, die demokratischen Parteien, vor allem die SPD. Ihr wird die Schuld an der Niederlage im 1. Weltkrieg zugeschoben.

Filmszene:

Mann: „Wer hat uns verraten?“

Antwort der Masse: „Sozialdemokraten!“

Aber nicht nur von außen, auch im Parlament selbst wird die Demokratie bekämpft. Vor allem zwei Parteien forcieren den Umsturz, die DNVP und die NSDAP - wie im Jahr, bevor sie die Macht übernahmen.

Adolf Hitler, Eberswalde, 27.7.1932: „Wir sind intolerant. Ich habe mir ein Ziel gesteckt, nämlich die 30 Parteien aus Deutschland hinauszufegen.“

Joseph Göbbels, Berliner Sportpalast, 24.10.1932: „Das System ist als System falsch. Die Parteien müssen weg. Wir wollen als einzige deutsche Bewegung an ihre Stelle treten.“

Und heute? Die Aussagen wirken staatstragender, inhaltlich sind sie aber durchaus ähnlich.

Andreas Kalbitz, Vorsitzender AfD Brandenburg, 23.06.2017: „Die Blockparteien haben sich den Staat zur Beute gemacht und die Regierung unser Land und Volk zum Schlachtfeld ideologischer Experimente überall. Die AfD ist die letzte evolutionäre Chance für dieses Land. Danach kommt nur noch Helm auf.“

Die AfD ist nicht die NSDAP, aber sie ist im Bundestag in den letzten Jahren zum Sammelbecken der Rechten geworden. Und von Menschen, die ihre Unzufriedenheit bisher im Verborgenen ausgelebt haben. Jetzt trägt die AfD dazu bei, dass auch diese Menschen ihre Fremdenfeindlichkeit, ihren Rassismus offen zur Schau stellen können. Menschen, von denen viele vorher nicht zur Wahl gegangen sind. Ein Viertel der AfD-Wähler waren vorher Nichtwähler. Ganz ähnlich wie bei der NSDAP in der Weimarer Republik. In den Wahlen zwischen 1924 und 1933 hat die NSDAP deutlich zugelegt. Aber die anderen Parteien haben nicht im gleichen Maße verloren. Stattdessen stieg die Wahlbeteiligung rasant an. Auch ein Großteil der NSDAP-Wähler hatte zuvor also nicht gewählt.

Prof. Andreas Wirsching, Institut für Zeitgeschichte München - Berlin: „Die NSDAP war - wie man sie genannt hat - so eine Volkspartei, eine negative Volkspartei des Protests. Sie war die einzige Partei, die milieuübergreifend gewirkt hat innerhalb der Weimarer Republik, und die AfD ist auch eine Mischung zwischen - sagen wir mal - sozial etablierten Wählern aus der Mitte, die nach rechts driften, und Neuwählern, Protestwählern, die in der Tat ihrem Protest dadurch Ausdruck geben.“

Babylon Berlin, 1929. Das Jahr der Weltwirtschaftskrise. Die Arbeitslosigkeit explodiert, und der NSDAP laufen die Wähler in Scharen zu. Soziale Sicherung gibt es kaum. Die Menschen rutschen direkt ab in Not und Obdachlosigkeit - die Triebfeder des Protests. Und heute? Eigentlich erlebt Deutschland goldene Zeiten. Die Arbeitslosigkeit ist niedrig, die Wirtschaft boomt. Kein Grund zur Klage also?

Prof. Oliver Nachtwey, Universität Basel: „Wir sind keine Gesellschaft, die ärmer wird, sondern wir sind eine Gesellschaft, die reicher wird. Und in der auch sogar alle reicher werden können. Aber in unserer Gesellschaft werden die oberen 60 % kontinuierlich reicher, während die unteren 40 % eben nicht reicher geworden sind in den letzten 15 Jahren. Und das ist das Problem, trotz größerer Möglichkeiten haben wir eine größere Spaltung.“

Eine Spaltung, die zur Radikalisierung führt. In den sozialen Netzwerken werden die Grenzen des Sagbaren verschoben. Besonders bei Rechten ist der Übergang zum Hass fließend. „Gaskammer“, „an die Wand stellen“, „erschießen“, „dreckiges Volk“ heißt es. Und auch das gab es so ähnlich schon einmal. Verbale Hetze, die schon bald in Kampfszenen umschlug. In der Weimarer Republik waren Straßenschlachten fast die Regel. 1931 verübten Nazis am Kurfürstendamm erste antisemitische Übergriffe und Hetzjagden auf Juden. Anfang September in Chemnitz, Drohgebärden auf den Straßen, Journalisten werden angegriffen, Ausländer werden gejagt. Rassismus wird offen zur Schau gestellt und Hass schlägt um in Gewalt.

Prof. Samuel Salzborn, Zentrum für Antisemitismusforschung TU Berlin: „Die Gewaltbereitschaft ist nicht nur abstrakt vorhanden, sondern die Gewalt wird ausgeübt und wir verlieren glaube ich ein bisschen aus dem Auge, dass wir ein militantes, terrorismusaffines Milieu in dieser Szene längst haben, das auf genau die Konstellation wartet, indem dann auch die Möglichkeit da ist, die Gewalt tatsächlich auf den Straßen umzusetzen.“

Die Weimarer Republik. Von der Demokratie zur Nazi-Diktatur in gerade mal 15 Jahren.

Prof. Oliver Nachtwey, Universität Basel: „In der Tendenz sehen wir ganz, ganz langsam, was damals passiert ist. Gesellschaftliche Polarisierung, Rechtsextremismus, den Aufstieg einer antidemokratischen Partei, den Aufstieg von rechter Gewalt, eines Staates und einer Regierung, die dieser Lage nicht mehr wirklich Herr zu werden scheint. All diese Elemente dieser Weimarer Republik, die sieht man durchaus, aber es heißt nicht, dass wir Weimar wiederholen. Sondern es heißt eher, dass wir im Bewusstsein von Weimar, Weimar verhindern müssen.“

Heute scheint es wie damals unvorstellbar, dass wir unsere Freiheit, unsere Demokratie in wenigen Jahren verlieren könnten. Aber was passiert bei einer neuen Weltwirtschaftskrise? Was, wenn es zu Inflation und Massenarbeitslosigkeit kommen sollte? Die Feinde der Demokratie, sie stehen schon bereit.

Georg Restle: „Die Philosophin und Holocaust-Überlebende Ágnes Heller hat mir in einem Interview einmal gesagt, die größte Gefahr sei Gleichgültigkeit, sich nicht bewusst zu sein, dass eine Gefahr überhaupt existiert, weil man aus der eigenen Vergangenheit nichts lernen will. Genau darum geht es.“

Stand: 25.10.2018, 23:00

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48 Kommentare

  • 48 Unglaublich, wie das zusammengeflickt wurde mit all den ... 17.11.2018, 01:14 Uhr

    ...Sprüngen, historisch-politischen unsaubereien "Vergleichen". - Ich würde nur gern wissen, ob die Autoren selber an der inhaltl. Korrektheit glauben. Oder ob man mit "Der Zweck heiligt die Mittel" polit-ideologisch "Nepper, Schlepper, Bauernfänger" betreibt: Tatsächlich wird in völlig selektiver und bi-polarisierter Weise der Spruch "WER hat uns VERRATEN, SOZIALDEMOKRATEN!" den Rechtsextremen zugeordnet. - Dabei wußte fast jeder, der sich seit den 60/70ern als Junger/Linker der Arbeiterbewegung auch lesend zuwandte, daß diese PAROLE, aus einer Polarisierung i n n e rhalb der Arbeiterbewegung stammt,die spätestens mit der (nicht nur in Dtld.) Zustimmung der sozialdemokrat. Parlamentsfraktion für die KRIEGSKREDITE u. die nationalistische "Burgfriedenspolitik" offen aufbrach, - der 1. WK war dauerhaft nur m i t SPD möglich. Und letzendlich auf den Begriff VERRAT gebracht, nachdem nach 1918 Arbeiteraufstände, -Räte u. -Streiks wiederholt mit SPD-Kommando blutig niedergeschlagen wurden!

  • 47 Caracara 29.10.2018, 06:45 Uhr

    Rechtsradikales Gedankengut in der eigenen Familie vorzufinden ist wirklich erschreckend und zeigt, wie sprachlos wir diesem Irrsinn gegenüber sind. Ich hoffe immer, auf Informationen, die helfen, in Diskussionen die richtigen Worte zu haben und muss immer öfter erkennen, dass Argumente gar nicht gewünscht sind oder gar gehört werden. Es ist schwierig, in einen Diskurs zu treten, wenn die Informationsquellen völlig unterschiedlich und die Vorstellung eigener Unfehlbarkeit - in trotziger Reaktion auf wiederholte (berechtigte und informierte) Widersprüche - absolut ist. Wenn sonst freundliche Mitmenschen plötzlich zu sturen, uninformierten Rechthabern mutieren, stehe zumindest ich, als überzeugte Demokratin - Tochter eines Sudetendeutschen und Frau eines Flüchtlings - ziemlich hilflos da. Diese Hilflosigkeit macht mich zum Teil der schweigende Mehrheit, denn AFD und andere anti-demokratische Strömungen sind nicht das Volk! Sind nicht die Mehrheit! Mein Volk ist bunt und ohne Gebrüll.

    • Max Otto 29.10.2018, 14:50 Uhr

      Wie kommen Sie auf "AFD" und "anti-demokratische Strömung"? Die AfD setzt sich für mehr direkte Demokratie ein. Eigentlich wollte ich aus der Erinnerung heraus schreiben, dass die AfD die einzige Partei ist, die sich für mehr direkte Demokratie ausspricht. Mehr zum Spaß habe ich mal bei der Linken nachgesehen und zu meinem Erstaunen setzt sich auch die Linke jetzt für mehr Demokratie ein. Mehr Parteien habe ich jetzt nicht nachgeprüft. Die Finanzierung über Parteispende erklärt die direkte Umsetzung der Lobbyinteressen.

    • Viele Farben gemischt ergibt eine Einfarbigkeit und die bisherige Farbenpracht verliert sich 30.10.2018, 12:15 Uhr

      Durch Jahrtausende sich ergebende natürlich Durchmischungen verschiedener Kulturen hat sich unsere hier nördlich der Alpen lebende Kultur entwickelt; und das ist auch gut so. Doch ein aus ideologischen Gründen heraus diktierter nationalistischer oder internationalistischer Zwang zur Züchtung einer neuen Kultur sollte uns fern bleiben. Politisch gewollt die deutsche Kultur durch Zuwanderung von Menschen ferner Kulturen (insbesondere aus dem islamischen Kulturbereich) auszutauschen, das dient nicht einer Bereicherung sondern einer Zerstörung der bisher hier in Deutschland gepflegten Kultur. Eine neue „Züchtung“ von Menschen durch Zuwanderung, das entspricht eher einer rassistisch, nationalsozialistischen Ideologie. Wenn bestimmte Politiker glauben dass zukünftig in Deutschland zu wenig Arbeitnehmer existieren so sollten sie dafür sorgen dass Menschen aus unseren näheren Nachbarländern mit direkt vergleichbaren Kulturen zu uns umsiedeln und eine natürliche Zuwanderung unterstützen.

    • K. 07.11.2018, 16:58 Uhr

      Extremistisches, radikales, rassistisches Gedankengut vertreten zu sehen (auch von rechts) ist immer erschreckend, gleich wie extremistisches, radikales und internationalistisches Gedankengut aus der derzeitig hochmodernen grün-68er Ideologie. Doch es ist ungerecht allen Völkern der Erde eine Wahrung ihrer Kultur zuzugestehen, jedoch den hier über Generationen lebenden Deutschen nicht. Bei vielen Menschen grün-68er Ausrichtung ist denkbar jeder Deutsche (ausgenommen grün-68er orientierte) der über Generationen hier im Land lebt kollektiv ein Rassist oder Rechtsradikaler. Wer sich einen Erhalt unserer deutschen Kultur und unseres Deutschlands wünscht darf auch nicht als beschimpfbarer „Vogelfreier“ erklärt. Was Menschen anderer Kulturkreisen zugestanden wird sollte auch dem deutschen Kulturkreis zugestanden sein. Wer vorsätzlich „bunt“ Menschen mischt, der versucht einen neuen Menschentyp zu züchten, Generationen weiter gibt es wieder Einfarbigkeit, das Bunte ist verschwunden.

  • 46 Jupp 27.10.2018, 23:05 Uhr

    Vollkommen richtiger Standpunkt von Monitor. Die Gefahr durch neue Nazis ist sehr groß. Wer das nicht sieht, wollte sich einmal von Brot&Spiele lösen! Und unglaublich, was sich hier im Forum für blau-braune Elemente wiederfinden. Deshalb liebes Monitor-Team, weiter so und klare Kante gegen Rechte und Faschisten!

    • Micha oder ein "blau- braunes Element" 28.10.2018, 15:12 Uhr

      Hallo. Scheinbar ist Ihnen der Verzicht von Brot&Spielen auf's Gemüt geschlagen. Gegen welche Rechte sollte Monitor denn vorgehen? (Recht auf die eigene Meinung z.B?) . Das mit den Faschisten find ich gut! Nur sollte man sich"alle"vorknöpfen .......

    • Klaus 30.10.2018, 14:34 Uhr

      Jupp, schlimmer als die immer wieder von Journalisten sowie Politiker der grün-68er Anhängerschaft angehetzte Parteien AfD, CSU sowie kollektiv fortwährend öffentlich als Rassisten beschimpfte deutschstämmige konservativ denkende Bevölkerung sind meiner Meinung nach ideologisch fanatische „Grün-68er“ im Land. Die Leute sprechen immer wieder davon unser Land zu verändern. Den bisherigen erkennbaren Bestrebungen nach zu zu urteilen wollen sie scheinbar eine neue SED-Diktatur in Form von einer grün-links-68er Struktur (einschließlich einer politisch ausgerichteten Stasi) errichten.

  • 45 Micha 27.10.2018, 08:00 Uhr

    Sorry,dass ist Schwachsinn!

  • 44 Gudrun Rapp Winkler 26.10.2018, 19:38 Uhr

    Gott sei Dank, daß es noch solche Journalisten wie Herrn Restle gibt. Monitor ist immer ein sehr gutes Magazin. Davon sollte es mehrere geben.

    • Michael 27.10.2018, 03:20 Uhr

      Gibt es: Panorama, Kontraste, frontal21, Anne Will, Maischberger, Lanz und Maybritt Illner

    • Micha 27.10.2018, 15:52 Uhr

      Da gebe ich Ihnen recht! Wie langweilig wäre der Alltag,ohne den Heiko Maas des investigativen Journalismus. Er zaubert mir stets ein Lächeln in's Gesicht! Danke Georg!

    • Rainer Hohn 27.10.2018, 16:59 Uhr

      ......Freiburg..... Ich erfahre gerade wieder, das Berichte über die Gefahr von rechts Vorurteile schüren. Sagen Polizei, Kirchen, Gewerkschaften, Medien , Parteien....

  • 43 Hans-Dieter 26.10.2018, 18:03 Uhr

    Mich wundert schon sehr, wie auch bei Monitor wieder bei den Kommentaren zensiert wird, sobald man den deutschen ÖR auch nur ansatzweise kritisiert und seine Mitschuld an der sozialen Spaltung in diesem Lande anführt. Anschließend hört man Herrn Restle aber wieder jammern: "Wir vom ÖR aggieren doch so ehrlich und unabhängig wie kein Privatsender. Deshalb sollten Sie uns, liebe Zuschauer, unbedingt zu schätzen wissen. Unsere Leistung für Ihre GEZ-Abgabe ist Gold wert. Mit Ihrer Kritik setzen wir uns gerne auseinander und sind Ihnen dafür dankbar." An dieser Stelle noch einen schönen Gruß an die zum großen Teil parteigebunden Mitglieder der Gremien. Und ob Sie diese Kritik auch schon wieder zensieren, das soll mir Wurst sein. Dies würde meine Kritik an den ÖR nur ein weiteres Mal bestätigen.

    • B.B. 27.10.2018, 19:48 Uhr

      Nun ja, die ideologische Ausrichtung des politischen Bereiches der ARD wird zusehend stärker. So wie es aussieht wird es im Land eher eine 2. DDR mitsamt ihrer negativen Strukturen geben als ein 4. Reich mit irren Nazischergen. Die Ideologen der Parteien Grüne, SPD und der Linken kommen sich von ihren ideologischen Ideen für unser Land gefährlich nahe. Man braucht nicht ein Verschwörungstheretiker sein um zu vermuten dass die vorgenannten Parteien in absehbarer Zeit eine neue SED bilden könnten. Dann gibt es wieder eine Einparteiendiktatur in welchen die anderen Parteien wie FDP, CDU und CSU zu Blockparteien schrumpfen werden. Einige von den heutigen politischen Journalisten werden im neuen Propagandaministerium Karriere machen können. Um die Bevölkerung ideologisch auszurichten werden gleich in den gewesenen Diktaturen die Kinder und jüngere Menschen wie Studenten in ihrer Meinungsbildung beeinflusst. Hierzu gehört auch die immer wiederkehrende Forderung das Wahlalter herabzusetzen.

  • 42 Beobachter 26.10.2018, 15:18 Uhr

    Das MONITOR eine Hetzsendung ist,müsste allen Fernsehzuschauern bekannt sein. Diese Sendung ist zu vergleichen mit dem "schwarzen Kanal" im damaligen DDR-Fernsehen. Was mich daran ärgert ist die Tatsache, dass auch von meinen Zwangsgebühren,solche Schmutzsendungen produziert und gesendet werden. Wir sollten uns endlich alle wehren.....gegen diese Zwangsgebühren.

  • 41 Wim T. 26.10.2018, 13:37 Uhr

    Unglaubliche Chuzpe von Frei. Der ZDF-Chef hat eine klare Ansage gemacht, die heute auch überall im ua. von Huyali moderiertem Morgenmagazin deutlich wurde: Er erklärte doch tatsächlich, dass sich das ZDF vor allem auch in der politischen Anmoderation für Meinungsbildung verantwortlich zeichne. In jedem zivilisierten Land würde man so einen im hohen Bogen hinausschmeißen, im Bananenland Murksel-Deutschland wird so ein Demokratiefeind höchstens noch befördert. Außerdem betreiben ARD/ZDF/Phönix seit Monaten unverblümt und ganz ungeniert Wahlkampf für die grüne Sekte. Bei Illner, will, Plasberg etc. haben die schon eine Dauerkarte.

  • 40 Max Otto 26.10.2018, 11:28 Uhr

    Da ist schon die Grundannahme falsch, wir hätten eine Demokratie in einer Sozialen Marktwirtschaft. Zur Herrschaft des Geldes sagt man Plutokratie, nicht Demokratie. Auch das Wahlsystem ist nur eine abgeschwächte Form der Demokratie, die repräsentative Demokratie. Zu einzelnen Themen kann ich mich nur auf der Straße bei Demos äußern; bei Wahlen muss ich mich für eine Partei zu 100% entscheiden, auch wenn ich nur eine Übereinstimmung von zwei Dritteln erreichten kann. SPD und USPD waren Arbeiterparteien, spätestens seit Schröder gibt es den „Genosse der Bosse“. In der Weimarer Zeit wollte man das Kaiserreich zurück oder versprach sich bessere Lebensbedingungen von einer Räterepublik nach russischen Vorbild. Heute will man die Soziale Marktwirtschaft zurück, was wohl in der Umfrage als „Demokratiefeinde“ von Links und Rechts ausgewiesen wurde; aber Lobbyverbände dürften mit dieser Darstellung zufrieden sein. Der Islam bedeutet Unterwerfung, unvereinbar mit einer säkularen Demokratie.

  • 39 Realist 26.10.2018, 11:26 Uhr

    In welchem Jahrhundert leben denn hier einige Kommentatoren? Glauben die wirklich, die Geschehnisse in und um Deutschland herum von 1933 bis 1945 könnten sich angesichts der globalen Machtverhältnisse wiederholen? Mit den ehemals Alliierten als duldsame Zuschauer? Die Fähigkeit der objektiven Lagebeurteilung scheint völlig verloren gegangen zu sein.

    • Reiner 27.10.2018, 02:58 Uhr

      Die Globalen Machtverhältnisse waren schon damals vorhanden. Amerika war auch schon Weltmacht. Trotzdem regierte in Deutschland 12 Jahre der Mob! Die damalige Zeit war nicht das Mittelalter. Es gab Zeitungen und Rundfunk. Die Menschen wussten weltweit darüber Bescheid, was sich in Deutschland ereignete. Die gebildeten Leute konnten sich ein Ereignis wie den Holocaust nicht vorstellen. Dennoch ist er vor den Augen aller geschehen! Es musste auffallen, dass plötzlich die Nachbarn nicht mehr da waren! Amerika möchte heute nicht mehr die Weltpolizei sein. Mit Kriegswaffen wird gehandelt! Die Rhetorik der Gesellschaft verroht. Wenn die Menschen die Zeichen der Zeit nicht ernst nehmen, dann kann wieder eine Tendenz zum Holocaust entstehen! Wenn Juden wieder öffentlich beschimpft werden, dann müsste doch in der Gesellschaft der gesunde Menschenverstand aufwachen, dass dieser Zustand nicht in Ordnung ist! Was passiert, wenn das die nächsten Jahre so weitergeht und weitergehen kann?

    • Michael 27.10.2018, 20:22 Uhr

      Ich muß mich auch immer wieder wundern, wie politisch naiv doch sehr viele Leute sind. Deutschland ist nach wie vor besetzt - die demographische Entwicklung läuft auf eine muslimische Mehrheit hin - aber die "German Angst" zittert vor einem Millionenaufmarsch nach Nürnberg. Mit wem? Mit der Altersgruppe zwischen 60-90?

  • 38 Rudi Knoth 26.10.2018, 11:06 Uhr

    Ich habe den Beitrag gesehen und folgende Kritikpunkte dazu: 1. Im Kommentar wurde die Weltwirtschaftskrise zu einer Szene mit arbeitssuchenden genannt. Diese Szene spielt aber eindeutig vor dem Oktober, in dem der Börsencrash geschah. denn später wurden die Unruhen des 1. Mais gezeigt. 2. Die Gewalttätigkeiten von rechts wie von Links waren damals heftiger als heute. Nach Erzählungen meiner Mutter gab es sogar "Schutzgelderpressung" von beiden Seiten. 3. Die KPD bekämpfte damals die SPD als "Sozialfaschisten". Wenn man die Affinität der KPD zu der UDSSR unter Stalin betrachtet, war diese sicher nicht demokratisch.