Trump, Bolsonaro & Co.: Warum Populisten beim Kampf gegen Corona versagen

MONITOR vom 18.06.2020

Trump, Bolsonaro & Co.: Warum Populisten beim Kampf gegen Corona versagen

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Bericht: Jan Schmitt, Véronique Gantenberg

Trump, Bolsonaro & Co.: Warum Populisten beim Kampf gegen Corona versagen Monitor 18.06.2020 09:26 Min. UT Verfügbar bis 30.12.2099 Das Erste Von Jan Schmitt, Véronique Gantenberg

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Georg Restle: „Endlich Urlaub von Corona, endlich wieder Urlaub auf Mallorca! Das sind die Bilder, die unsere Nachrichtensendungen prägen in diesen Tagen. Aber es gibt auch diese Bilder aus Brasilien: Totengräber, die alte Gräber vorzeitig auflösen, um Platz zu schaffen für Tausende neue Covid-19-Tote. Die gleiche Welt – und was für ein Unterschied! Guten Abend und willkommen bei MONITOR. Letzte Woche haben Künstler an der Copa Cabana dieses Grabfeld geschaffen, um die Welt auf die dramatische Lage in Brasilien hinzuweisen. Allein gestern starben dort weit über 1.000 Menschen an oder mit dem Corona-Virus. Und zumeist sind es die Ärmsten, die weder Zugang zu Bildung, noch zum Arbeitsmarkt, noch zum Gesundheitssystem haben. Offenbar haben wir das hier alles aus dem Blick verloren mit unseren ganz eigenen Problemen. Hauptsache Lockerung, als gäbe es kein Virus mehr. Dabei zeigen die globalen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation ein ganz anderes Bild. Während die Neuinfektionen in Europa zwar tatsächlich zurückgehen, steigen sie weltweit seit Mitte Mai dramatisch an. Mit an der Spitze dieser Entwicklung stehen vier Länder, deren Staats- und Regierungschefs Corona nie so richtig ernst genommen haben – und wenn, dann viel zu spät. Jan Schmitt und Veronique Gantenberg mit der Frage, was diese vier Staatenlenker sonst noch so gemeinsam haben.“

Corona – eine Welt im Lockdown. Monatelang fegte die Angst vor einem unbekannten, tödlichen Virus die Straßen leer. Nun kommen die Menschen zurück, obwohl die Infektionszahlen weltweit immer schneller steigen. Insgesamt haben sich fast 8,4 Millionen Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Vier Länder vereinigen dabei fast die Hälfte aller Infektionen auf sich: die USA, Brasilien, Russland und Großbritannien. Und das, obwohl sie nur ein Zehntel der Weltbevölkerung stellen. Warum ausgerechnet sie? Was haben diese Länder gemeinsam?

Prof. Lorenzo Fioramonti, Universität of Pretoria (Übersetzung Monitor): „All diese Länder haben populistische Regierungen, die entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse ihre eigene Erzählung kreiert und ihre Bevölkerung und die Einwohner fehlgeleitet haben.“

Autokratische oder populistische Staatenlenker folgen im Umgang mit Corona einer leicht nachvollziehbaren Strategie, sagt Prof. Mauro Guillén.

Prof. Mauro Guillén, Wirtschaftswissenschaftler, University of Pennsylvania  (Übersetzung Monitor): „Sie handeln, indem sie zuerst das Problem kleinreden.“

Jair Bolsonaro, Präsident Brasilien (31.03.2020) (Übersetzung Monitor): „Covid-19 ist höchstens eine kleine Grippe oder ein Schnüpfchen.”

Boris Johnson, britischer Premierminister (03.03.2020) (Übersetzung Monitor): „Ich habe jedem die Hand geschüttelt und werde weiter Hände schütteln.“

Prof. Mauro Guillén, Wirtschaftswissenschaftler, University of Pennsylvania  (Übersetzung Monitor): „Zweitens, indem sie harte Maßnahmen wie Lockdowns hinauszögern.“

Donald Trump, US-Präsident (24.03.2020) (Übersetzung Monitor): „Wir verlieren Abertausende von Menschen an die Grippe – wir fahren das Land nicht runter.“

Prof. Mauro Guillén, Wirtschaftswissenschaftler, University of Pennsylvania  (Übersetzung Monitor): „Und drittens, indem sie nicht transparent sind und sogar lügen, über das, was stattfindet.“

Wladimir Putin, russischer Präsident (17.03.2020): „Die Situation ist generell unter Kontrolle.“

Prof. Lorenzo Fioramonti, Universität of Pretoria (Übersetzung Monitor): „Genau das ist ja allgemein das Wesen von Populismus. Alle anderen liegen falsch, nur ich richtig. Vertraut nicht der Wissenschaft. Ich weiß am besten, was getan werden muss. Vertraut nicht den Medien. Ich bin besser als alle anderen. Folgt mir!“

Bloß keine zu harten Maßnahmen, die Zustimmung kosten. Dafür haben sie teils Schutzmaßnahmen verzögert oder schneller wieder aufgehoben – mit schwerwiegenden Folgen – zeigen aktuelle Studien.

Prof. Mauro Guillén, Wirtschaftswissenschaftler, University of Pennsylvania  (Übersetzung Monitor): „Die Studien zeigen, dass Lockdowns den Anstieg der Fallzahlen und Todesfälle verhindern.“

Reporterin (Übersetzung Monitor): „Man hätte diese Todesfälle also verhindern können?“

Prof. Mauro Guillén, Wirtschaftswissenschaftler, University of Pennsylvania  (Übersetzung Monitor): „Absolut. Ich glaube, dass Populismus eine Pandemie verschlimmert.“

Zehntausende Tode hätten so nach Studien verhindert werden können. Und tatsächlich haben diese Länder auch besonders viele Tote zu beklagen. Weltweit sind 450.000 Menschen an Covid-19 gestorben. Knapp die Hälfte davon – etwa 210.000 – allein in den USA, Brasilien und Großbritannien. Die wirklichen Todeszahlen in Russland sind nicht bekannt. Aber die Menschen sterben nicht nur wegen des akuten Versagens ihrer Staats- und Regierungschefs. Es gibt noch einen entscheidenden Faktor:

Ellen Ehmke, Oxfam Deutschland e. V.: „Die USA, Großbritannien, Russland und Brasilien gehören zu den ungleichsten Ländern der Welt und die Pandemie trifft deswegen diese Länder besonders hart, und insbesondere die Ärmsten dort besonders hart.“

Die Vereinigten Staaten. Hier leben 40 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze – überproportional viele Latinos und Schwarze. Und: die Armut tötet. Denn Arme haben deutlich mehr chronische Erkrankungen und das hat gerade in der Hochphase von Covid-19 nicht selten über Leben oder Tod entschieden.

Dr. Celia Maxwell, Ärztin Howard University Hospital, Washington DC. (24.04.2020) (Übersetzung Monitor): „Die meisten unserer Patienten sind arm, haben kaum oder keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung. Die meisten sind nicht oder unterversichert, sind arbeitslos oder leiden unter anderen sozialen Komponenten, die sich auf die Gesundheit auswirken.“

Nach aktuellen Untersuchungen starben pro 100.000 Zugehöriger einer ethnischen Gruppe je 26 weiße und asiatische Amerikaner, 28 Latinos, 36 Indigene und 61 schwarze Amerikaner.

Ein ähnliches Bild in Brasilien. Massengräber in Manaos Ende Mai. Die Beerdigungsunternehmen schaffen es nicht mehr, zeitnah alle Toten abzuholen. Vor allem die, die kein Intensivbett im Krankenhaus mehr bekommen konnten, sterben elendiglich zu Hause. In einem der ungleichsten Länder der Welt. Die sechs reichsten Brasilianer besitzen genauso viel wie 100 Millionen Menschen – die ärmere Hälfte der Bevölkerung. Und Corona trifft die Armen besonders hart. Hier in den Favelas in Rio de Janeiro haben die Menschen kaum Möglichkeiten, Distanz zu wahren. Hier leben Menschen mit geringerem Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung. Wie sich das auf die Sterblichkeit bei Covid-19 auswirkt, hat die katholische Universität Rio de Janeiro untersucht. 71,3 % von Covid-19-Patienten, die im öffentlichen Krankenhaus behandelt wurden und aus bildungsfernen Schichten stammen, starben. Nur 28,7 % überlebten. Bei Menschen mit Hochschulabschluss starben dagegen nur 22,5 % und 77,5 % überlebten.

Großbritannien. Eines der ungleichsten Länder Europas, vor allem bei den Einkommen. 14 Millionen Menschen im Land gelten als arm. Etwa doppelt so viele Schwarze und Asiaten wie Weiße. Und das ist auch entscheidend bei Corona. Das Office for National Statistics hat in England und Wales Covid-19-Todesfälle anderer Ethnien mit denen von Weißen verglichen. Danach war die Sterblichkeit von Indern 2,5-mal so hoch wie von Weißen, von Menschen aus Bangladesch und Pakistan ca. 3,5-mal so hoch und von Schwarzen sogar 4,2-mal so hoch. Und mit der Begründung heißt es, diese Faktoren

Zitat: „(…) erklären sich durch die unterschiedlichen Lebensumstände, wie Gegenden, die gekennzeichnet sind durch soziale und wirtschaftliche Benachteiligung.”

Dass die sich durch Corona noch verstärkt, zeigt Russland. Das ungleichste Land der Welt. Den drei Prozent reichsten Russen gehören 92 % des gesamten Vermögens. Dagegen lebt geschätzt jeder Vierte unterhalb der Armutsgrenze. Und Corona? Die Armen in der Gesellschaft werden die wirtschaftlichen Konsequenzen besonders spüren.

Dmitrij Aleschkowskij, Stiftung „Nuschna pomosch” (Übersetzung Monitor): „Wir befinden uns gerade inmitten einer großen humanitären Krise. Die Menschen haben nicht genug Geld für Essen, für Medizin, einfach um zu überleben. Ich kenne viele Menschen, die nun plötzlich obdachlos sind, sie können nirgendwo mehr hin, sie haben keine Wohnung mehr.“

Und in Russland steigen die Infektionszahlen weiter steil an. Genauso in den USA und in Brasilien. Nur in Großbritannien hat sich die Kurve zuletzt leicht abgeflacht. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird sich durch Corona in diesen Ländern noch weiter vertiefen. Denn auch von den wirtschaftlichen Folgen sind die Ärmeren deutlich härter getroffen. Sie verlieren schneller ihren Job und fallen dann durchs soziale Netz.

Ellen Ehmke, Oxfam Deutschland e. V.: „Wir rechnen mit mindestens 500 Millionen Menschen mehr, die durch die Pandemie in Armut abrutschen weltweit. Und wir rechnen damit, dass es die Ungleichheiten weiter vertieft.“

Prof. Mauro Guillén, Wirtschaftswissenschaftler, University of Pennsylvania  (Übersetzung Monitor): „Die wirtschaftliche Ungleichheit erhöht den Effekt der Pandemie und im Gegenzug nährt die Pandemie die Ungleichheit. Das ist ein Teufelskreis, bei dem sich Ungleichheit und die Pandemie gegenseitig verstärken.“

Corona – die Pandemie der Armen. In Brasilien werden zurzeit alte Gräber geräumt, um Platz für neue Covid-19-Tote zu schaffen.

Georg Restle: „Soziale Ungleichheit und Corona – gilt auch für Deutschland. Und dazu muss man nicht nur in die Fleischbetriebe dieses Landes schauen. Nach einer Untersuchung der Uni Düsseldorf haben erwerbslose Menschen in Deutschland ein deutlich höheres Risiko, wegen Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert zu werden.“

Stand: 18.06.2020, 22:30

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17 Kommentare

  • 17 Aga Bellwald 23.06.2020, 19:01 Uhr

    Die angesprochenen Herren - Bolsonaro, Trump, Putin und Konsorten führen meines Erachtens einen regelrechten Krieg gegen die Armen. Etwas anderes ist von denen doch nicht zu erwarten. Covid ist da gerade zur rechten Zeit gekommen.

  • 16 Squareman 23.06.2020, 07:25 Uhr

    Populismus ist ein Krebsgeschwür. Auch in Deutschland gibt es Populismus, und nicht nur bei der AfD. Wenn Laschet, gegen besseren Wissens, Lockerungen fordert und die Notbremse Lockdown wegen Tönnies nicht zieht ist das ebenfalls übelster Populismus. Wer wählt Populisten? Doch hauptsächlich Wähler die sich von den anderen Parteien nicht mehr vertreten fühlen. Mehr als zehn Jahre neoliberale Politik haben viele in die Armut abrutschen lassen, während die Reichen immer reicher werden. Allerdings sind es gerade die Reichen die von populistischen Regimen profitieren. Da wählen viele Wähler gegen ihre eigenen Interessen. Wir brauchen in Deutschland wieder eine soziale Politik, und keine neoliberale. Sollten das die etablierten Parteien nicht in naher Zukunft schaffen werden wir ähnliche Zustände wie in den USA und Brasilien bekommen.

  • 15 Ralf Dieter 21.06.2020, 20:35 Uhr

    Trump und Bolcenaro sind beide auf sich bezogne Menschen und Vollblut Rassisten. Beide meinen von sich, die Wahrheit gepachtet zu haben. Wer ihnen widerspricht ist ein Lügner, gegen den gehetzt wird. Der typische Pippi Langstrumpf Typ - "Ich mach mir die Welt, so wie sie mir gefällt." Leider sind aber beide nicht so harmlos wie Pippie. Hoffen wir nur, dass sie keinen Bürgerkrieg in ihrem Land entfachen. Was Putin betrifft, wurde er, mit Unterstützung von der EU und Deutschland, von der USA als Traditionsfeind gehegt und gepflegt, brauchten sie doch eine Existenzberechtigung für die NATO. Und den Krieg in der Ukraine, haben wir auch etwas der Aroganz von vonn der Laiens Vorvorgänger Baroso und Frau Merkel zu verdanken. Na ja, und wer ist Johnson? Für mich noch eine harmlose Langstrumpf.

  • 14 CM 21.06.2020, 14:16 Uhr

    Naheliegend, dass Länder mit vielen Einwohnern auch viele Coronafälle aufweisen, wie derzeit Brasilien. Wen wundert das? Wobei man leider konstatieren muss: mit solch absoluten Zahlen rund um Corona wird auch in den Tagesschau und den meisten anderen Medien hantiert. Länder-Fallzahlen sind schlichtweg nicht vergleichbar, wenn sie nicht in Relation zur Bevölkerungszahl gesetzt werden! Laut Wikipedia ist übrigens auf Platz 1 mit den meisten Coronatodesfällen im Vergleich zur Bevölkerung ... Belgien.

    • Jane Eyre 26.06.2020, 08:06 Uhr

      Fallzahlen spiegeln immer nur geteste Personen wieder. Wieviele Menschen ins Verhältnis zur Bevölkerungszahl gesetzt, wurden denn in Brasilien und den USA getestet. Es ist eben, wie bei jeder Rechnung, wenn Zahlen nicht absolut sein können, weil sie mit verschiedenen Methoden ermittelt wurden, kann man sie auch nicht vergleichen.

  • 13 Sebastian R. 19.06.2020, 20:28 Uhr

    Sehr schön auf den Punkt gebracht, schade, dass es die Sendung nur auf deutsch gibt. Eine englische Version wäre sehr schön, so könnte man via facebook und anderen sozialen Medien diese Sichtweise auch gleich direkt hier in Amerika zeigen, wo leider kein einziger Sender so etwas produziert. Hier ist die Aufmerksamkeit bei CNN auf die bösen Republikaner zu hetzen, währen es auf Fox News die Demokraten abkriegen. Von Corona selbst hört man hier nur maximal 30 Sekunden die Statistik, danach wird dann die nächste Öffnung der nächsten Stufe bekannt gegeben, das wars. Schön, dass es in Deutschland noch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt, das ist genau das, was hier fehlt! Vielleicht liegt diese Entwicklung damit auch gleich ein ganzes Stück an diesem Grund.

    • Jane Eyre 26.06.2020, 08:02 Uhr

      Wir müssen verschiedene Versionen von CNN sehen. Denn wenn ich die ganzen Gespräche, die Moderatoren mit Virologen führen, Berichte aus Krankenhäusern und aus verschiedenen Teilen der USA sehe, dann gibt es da schon das eine oder andere, das nachdenklich macht. .... Sicher, Mr. Trump bekommt immer wieder sein Fett weg, aber er sorgt auch mit schöner Regelmäßigkeit für Steilvorlagen. Sagt er doch, wenn man weniger Tests durchführen würde, gäbe es auch weniger Infizierte, zeigt er doch seine Grafiken, mit denen er beweisen will, welch guter Staatslenker er ist. Und Trump behauptet, er habe die Vereinigten Staaten durch Corona gebracht und nun solle man aufhören zu testen und das Land wieder hochfahren. War es nicht Trump, der sagt, man könne sich ja mit Masken schützen, er täte es nicht. Seine Frau Meleania bildet hier den Gegenpol, sie trägt Maske. Die Qualität der deutschen Sendungen ist sicherlich besser, aber CNN ist auch nicht schlecht.

  • 12 Irrenanstalt 19.06.2020, 20:02 Uhr

    Monitor, reine LinksGrüne Hetzsendung des Rotfunks WDR....wie noch ein paar andere des gleichen Kalibers....eine Frechheit!!!

    • Squareman 23.06.2020, 07:27 Uhr

      Ihr Nick sagt alles, ein Kommentar aus der Irrenanstalt.

    • Aga Bellwald 23.06.2020, 18:53 Uhr

      Das ist ja irre! Versteht irgendjemand diesen Text?? Hat ja wahnsinnig viel mit dem Beitrag zu tun, nicht wahr?

  • 11 Frank von Bröckel 19.06.2020, 18:01 Uhr

    Glücklicherweise gibt es hier in Deutschland ja das Statistische Bundesamt! Corona Tote je 1 Million Einwohner Brasilien 225 Niederlande 355 Frankreich 454 Schweden 500 Italien 571 Spanien 580 Großbritannien 626 Belgien 837 Da weichen wohl die offiziellen(!) Zahlen vom reinen Wunschdenken des Herrn Restle ab! Aber WOZU die Wahrheit(!!) in Zeiten der Corona Krise, wenn es auch den Herrn Restle gibt, der erwiesenermaßen SELBST der größte Verschwörungstheoritiker vor dem Herrn ist!

    • Jane Eyre 26.06.2020, 07:45 Uhr

      Tja, ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe, sagt schon vor einer Ewigkeit, mein Ausbilder. Denn was sagen die Zahlen, die aus Brasilien und den Vereinigten Staaten gemeldet werden, denn aus? Das sind lediglich getestete Personen, bei denen der Virus nachgewiesen wurden. Aber wer wird denn getestet? Die Ärmsten der Armen, die Menschen, die nur über einfache Bildung verfügen (weil sie ja oft auch keinen Zugang zu guten Schulen haben), die Menschen, die sich ohne soziale Hängematte über Wasser halten? Bestimmt nicht, es gibt Experten, die in den USA von einer riesigen Dunkelziffer ausgehen. Und ich glaube, das kann man auch auf Brasilien übertragen. Denn, wie sagte Trump: Wenn wir nicht mehr testen, haben wir auch nicht mehr Covid 19-Infizierte. So könnte ein Schuh aus der Wikipedia-Statistik werden.

  • 10 Faltin 19.06.2020, 17:04 Uhr

    Die Formel: Populisten + ungleiche Einkommensverteilung = hohe Coronazahlen ist naiv, bzw. falsch. In Grossbritannien war es die Kombination aus einem schlechten staatlichen Gesundheitssystem und einer Reihe von Grossveranstaltungen die in den März fielen und die man noch abgehalten hat, die zu den hohen Corona-Zahlen führten. Ungleichheit hat nichts damit zutun, auch wenn dies gut in das Weltbild linker Journalisten passen würde. Insgesamt ein enttäuschender Beitrag.

    • Jane Eyre 26.06.2020, 07:50 Uhr

      Ganz so einfach ist es auch nicht, die Infektionszahlen in Groß Britannien zu erklären, denn es wurden viele Patienten ungetestet in ihre Alten- und Pflegeheime zurück geschickt. Es wurde zu wenig getestet, denn der Premierminister, der mit dem Brexit beschäftigt war, leugnete die Gefahr die vom Coronavirus ausgeht. Das tat er so lange, bis er selbst im Krankenhaus gerettet werden musste. Johnson sagte am Anfang bei einer Ansprache, die im Fernsehen ausgestrahlt wurde, er würde jedem die Hand schütteln und sich nicht von Corona davon abhalten lassen. .... Also, muss es wohl mehr als ein paar Veranstaltungen gegeben haben. Das Verhalten das Staatschefs vorleben, ist ähnlich dem Vorbild, das Eltern ihren Kindern geben. Und das kann in die Hose gehen ....

  • 9 Anonym 19.06.2020, 17:00 Uhr

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  • 8 Krug 19.06.2020, 16:04 Uhr

    Immer wieder schön den politischen Feinden ein Versagen sowie Schuld zuschieben. Irgendwie billig dieses Verhalten, ein Verhalten welches man eher Autokraten mitsamt ihrer von ihnen ausgesuchten journalistischen Meinungsmacher, der auftragserhaltenen Demagogen zutraut. Auch ein wenig unbedacht vorlaut dieser Leitbeitrag. Auch Monitorjournalisten werden nicht allwissend sein. Es gibt derzeitig noch kein Impfmittel gegen Corona, als Folge dessen auch keine Impfungen und es gibt keine gezielte Medizin für die an Corona erkrankten Menschen. Nun bleibt dem Autor und dessen Gleichdenker des Leitbeitrages nur zu hoffen dass es im folgenden Winter nicht noch zu einer verstärkte Pandemie kommt. Was werden uns die Politiker dann an Einschränkungen diktieren. Wie wollen sie verhindern dass das wirtschaftliche und soziale Leben folgend nicht total zusammenbricht. Sollen dann die Gelddruckmaschinen heiß laufen bis es zu einer Hyperinflation kommt.

  • 7 Willi 19.06.2020, 13:35 Uhr

    Wer braucht diese Pipi Langstrumpf Berichterstattung (Ich mache mir die Welt so, daß sie in meine Gesinnung fällt)? Sind die USA, Brasilien, Russland und Großbritannien die Länder, in denen das Corona-Virus am schlimmsten wütet, weil von Populisten oder Autokraten regiert? Was ist zum Beispiel mit Spanien oder Schweden? Sind diese neiden Länder auch von Populisten oder Autokraten regiert und haben deshalb so hohe Fallzahlen? Warum finden die Länder Peru und Chile, in denen es ganz ohne Trump noch mehr Fälle als in den USA gibt, keine Erwähnung? Infektionsrate beim Coronavirus (COVID-19), Infektionen je Millionen Einwohner; Stand: 18. Juni 2020) USA: 11 053 Spanien: 6240 Schweden: 5 550 Brasilien: 4 519 Vereinigte Königreich 4 409 Quelle: Statista [Link entfernt. Bitte beachten Sie unsere Netiquette - Anm. der Redaktion] Tipp: Lassen Sie bitte die Gesinnung weg, das spart einen Großteil der Sendezeit und die Zwangsgebühren brauchen nicht erhöht werden