Lieber Alexander Dobrindt

Georg Restle am 04.01.2018

Lieber Alexander Dobrindt

Von Georg Restle

So so, auf eine linke Revolution der Eliten folge jetzt also endlich endlich eine konservative Revolution der Bürger, meinen Sie. Dazu hätte ich dann doch ein paar Fragen.

Alexander Dobrindt (15.11.2017)

Alexander Dobrindt

Erstens: Von welcher linken Revolution sprechen Sie denn da? Von 16 Jahren Helmut Kohl? Von sieben Jahren neoliberaler Schröder-Wende? Oder meinen Sie die zwölf Jahre Kanzlerschaft Merkels? Zusammengerechnet macht das 28 Jahre CSU an der Bundesregierung in den letzten 35 Jahren. Von Ihrer Dauerregierung in München ganz zu schweigen. Strauß, Stoiber und Seehofer als Vorhut des Proletariats: Sapperlot, dass so eine links-elitäre Revolution aussieht, hätten sich Marx, Engels & Co. wohl nicht mal in ihren kühnsten Träumen ausgedacht.

Zweitens: Was meinen Sie mit konservativer Revolution der Bürger? Die 13 % Wähler der AfD, auf die Sie scharf sind? Die nationalistischen Hass-Schleudern, die auch Ihre Facebook-Accounts zumüllen? Oder Ihren Freund Viktor Orbán, der von Europa, Demokratie und Bürgerrechten ungefähr so viel hält wie eine bayerische Wildsau vom Jägergruß?

Ja, und drittens, wo sehen Sie sich denn da? Als Autolobbyist und Mautbringer können Sie ja wahrlich punkten bei den konservativen Neu-Revoluzzern. Die haben auf einen wie Sie gerade gewartet. Nein, glauben Sie mir, so wird das nix mit dem Wahlsieg in Bayern, da müssten Sie sich ja geradezu selbst wegrevolutionieren, und den Söder gleich mit. Ob der das gut findet?

Schönen Gruß,

Georg Restle

Stand: 04.01.2018, 19:00

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22 Kommentare

  • Ralf Henske 15.01.2018, 00:29 Uhr

    Alexander Dobrindt der bayerische Mautheld, jetzt ein Maulheld? Eine konservative Revoloution will er starten, gegen die links-grünen 68er. Eine "Ein Mann Revoloution", das ist weniger als ein Zwergenaufstand. Und gegen wen? Gegen Angela Merkel? Eine links-grüne Kanzlerin im schwarzen Tarnkleid? Einer Kanzlerin in dessen Regierung er sich vom Infrastrukturminister zum Mauthelden empor gearbeitet hat. Ist das der Dank für die Chance der Karriere? Ich laß mich überraschen von seiner "One Man Show" und wünsch ihm viel Glück bei seinem Karriere-Sprung, vom "Ein Mann Revolouzer zum Maulhelden.

  • Müller 12.01.2018, 11:42 Uhr

    Ja Frau Schroko, Sie haben es - so empfinde ich - sehr gut beschrieben. Schade, dass es sehr viele Menschen im Land - meist ideologisch bedingt - anders sehen. Unser Land darf nicht aufgrund ideologischer Folgsamkeit unsozial werden. Auch wir Menschen deren Generationen schon viele Jahre hier in diesem Land leben haben ein Recht auf Leben. Wir dürfen nicht unser Leben aufgeben (oder uns freiwillig beschimpfen lassen) um andere Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen, das halte ich für ein fehlgeleitetes soziales Gedankengut und es verstärkt Ungerechtigkeit. Durch die stärker werdende links-grün-68er Ideologie ergeben sich zunehmend mehr Parallelen zu den Zeiten vor dem 2. Weltkrieg. Nur dass heute von ideologisch verblendeten Mitbürgern nicht gegen Menschen eines bestimmten Glaubens gehetzt wird sondern gegen ethnische Deutsche welche nicht der links-grün-68er Szene zugehörig sind. Wir deutschstämmige Menschen sind auch nicht schlechter als andere Menschen.

  • Berger 12.01.2018, 11:19 Uhr

    Zum Beitrag Tino Haucke: Marshallplan für Afrika (über eine Milliarden Menschen)? So etwas wird schwerlich zu finanzieren sein. Auch ist es rechnerisch nicht möglich alle Afrikaner zu uns ins Land zu holen. Selbst wenn jeder berufstätige Arbeitnehmer in Deutschland für einen Afrikaner eine ihn versorgende Patenschaft übernehmen würde, so müsste jeder einzelne hiesige Arbeitnehmer rund fünfundzwanzig Afrikaner zusätzlich zu seiner Fanilie mit versorgen. Auch kann unser Deutschland nicht alle 1,2 Milliarden Afrikaner zu uns ins Land holen. Würde das geschehen würde unser Land mit das ärmste Land der Erde werden und alle dann hier lebenden Menschen (bisher hier lebende und Flüchtlinge) würden sehr schnell nach Afrika fliehen weil dann dort ein besseres Leben möglich ist. Unserem Deutschland ist es alleine nicht möglich die ganze Welt zu retten, da hat es Frau Schroko mit ihrem Beitrag sehr gut beschrieben und vollkommen recht.

  • I. Schroko 11.01.2018, 22:25 Uhr

    Die Mehrheit der CSU-CDUwähler wollen diese "linke Flüchtlinspolitik" von Frau Merkel nicht mehr. Wenn man sich als Deutscher für Deutschland einsetzt, fühlt man sich heute schon in die rechte Ecke gedrängt. Die Medien berichten immer von den "armen Flüchtlingen", aber wenn man dieses ganze Geld den Rentnern, die Aufstocken müssen, gegeben hätte, oder den Kindern die Hartz IV bekommen, dann hätten wir keine Alters- oder Kinderarmut mehr. Warum müssen wir Deutschen immer die ganze Welt retten wollen, übersehen dabei aber unsere eigenen Mitbürger. Wenn wir uns wenigstens noch mit den Flüchtlingen wohl fühlen könnten, aber nein da wird noch von uns verlangt auf die Unarten dieser Menschen Rücksicht zu nehmen. Ich meine damit z.B. , dass mir als Frau nicht einmal von einem Flüchtling die Hand gegeben wird. Dafür habe ich kein Verständnis und bin auch der Meinung, dass jemand der nach Deutschland kommt, sich an unsere Sitten und Gebräuche anpassen muss und nicht etwa wir Deutsche uns.

  • Tino Haucke 11.01.2018, 22:24 Uhr

    Wenn nicht endlich ein Marshall Plan für Afrika kommt und gleichzeitig in Asien allen ein "Bleibemut" geimpft wird rennen uns alle um. Seehofer Dobrinth und Co sind in 5 Jahren unser kleinstes Problem. Leider jagt ja mittlerweile ein "hätte, könnte würde" Thema das andere. Das hab ich auch schon ihren Kollegen von Bayern Alpha geschrieben. Heute schon drüber reden ob und wie Deutschland aus dem Pariser Abkommen aussteigen muss. So machen eben alle die Leute derartig Müde... sind eben alle Politik verdrossen... und der Pöbel - wenn er nicht nachdenkt - wählt die Stammtisch Parolen. Leider. Beste Grüße aus dem Salzburger Land T. Haucke - Exildeutscher...

  • Marx 11.01.2018, 21:15 Uhr

    Politisch links-grün-68er orientierte Mitbürger im Land könnten sich eigentlich beruhigt zurücklehnen, es wird keine Neuauflage des 3. Reiches geben. Eher als ein neues 3. Reich (ein 4. Reich) wird es eine Neuauflage der früheren DDR geben. Dazu brauchen z. B. die sich selbst als Demokraten einstufenden Politiker nur das allgemeine Wahlalter auf das sechzehnte Lebensjahr durchsetzen, durch Medien und Schulen die Propagande für die eigene Ideologie stärken sowie Andersdenkende im Land schärfer anfeinden. Weiter könnten die Parteien SPD, Grüne und Linke samt ihrer Jugendorganisation eine neue „Sozialistischen Einheitspartei“ gründen und die CDU sowie die FDP als „Blockflötenparteien“ nach gewonnener Wahl mit in eine Regierung aufnehmen. Anschließend würden die Parteien AfD, CSU und kleinere unbeliebte Parteien verboten werden. Somit gäbe es eine neue „Deutsche Demokratische Republik“, eine DDR Nr. 2.

  • K. Schneider 11.01.2018, 14:41 Uhr

    Es ist erkennbar dass seit Jahren laut Medien diejenigen im guten Ansehen stehen welche sich in Wort und Tat gegen unser Heimatland wenden und diejenigen welche sich für den Erhalt unseres Deutschland einsetzten tief verachtet werden. So etwas ist bei den ideologisch links-grün-68er Gläubigen immer wieder deutlich zu erkennen. Ob es gegen Bayern, gegen die FDP, gegen deutschstämmige Aussiedler, gegen die AfD oder selbst gegen einen grünen Politiker wie Boris Palmer geht, jeder der sich für Deutschland ausdrückt, der dagegen ist dass Deutschland als Staat auflösend internationalisiert wird, wird von Anhängern der internationalistisch orientierten Ideologie der links-grün-68er bösartig und populistisch bekämpft. Politiker der AfD wurden sogar körperlich angegriffen, deren Eigentum beschädigt und es wird dafür geworben sie aus Sportvereinen auszuschließen. Wann werden (ähnlich wie bei den Nazis) Schaufenster von links-grün-68er Fanaten beschmiert dass hier nicht gekauft werden soll?

  • Mark Schmitt 10.01.2018, 17:58 Uhr

    Zum Beitrag von Anna (10:36): Meinungen sind unterschiedlich, und das ist auch gut so. Ich zum Beispiel finde es bedauerlich dass sich die CSU nicht von der inzwischen politisch links-grün-68er ausgerichteten CDU getrennt hat. Unsere Kanzlerin hat die CDU auf eine Politik eingeschworen welche direkte Parallelen zu der grünen Partei hat. Meiner Meinung nach ist diese Politik maßgeblich mit daran schuld dass die CDU bei den Wahlen zunehmend stärker Einbußen in der Wählergunst erleidet. Unser Land hat meiner Meinung gleich anderen Ländern ein Recht darauf dass die von der deutschen Bevölkerung gewählte Politiker entsprechend unserem Grundgesetz eine Politik für unser Land führen und dann erst für Menschen anderer Nationalität, welche nicht einen Mitgliedsausweis (Personalausweis) unseres Landes tragen. Der Erhalt unseres Heimatlandes sollte vor einer Internationalisierung/Auflösung unseres Landes stehen. Ist unser Land erst aufgelöst kann auch keinem Nichtdeutschen mehr geholfen werden.

  • Anna 10.01.2018, 10:36 Uhr

    Danke Herr Restle. Die bayrischen Politiker sind wirklich nicht mehr ernst zu nehmen. Schlimm genug, dass sie so viel Einfluss haben. Wer braucht die CSU in einer Bundesregierung? Gäbe es nicht auch andere Möglichkeiten einer Koalition? Auch CDU/SPD/Grüne wäre eine Option. Diese Lachnummern aus Bayern braucht keiner.

  • Squareman 09.01.2018, 18:29 Uhr

    Was erwarten sie schon von der CSU, die fühlt inzwischen den Atem der AfD im Genick. Kein Wunder war, doch Seehofer der beste Wahlhelfer der AfD. Aber die CSU ist wie eine Orgel, eine Pfeife neben der anderen und die größten Pfeifen geben den Ton an.

  • heiko 09.01.2018, 15:59 Uhr

    Sehr geehrter Herr Restle,was unter Schröders Rot Grün Regierung gemacht wurde (Hartz 4,Wirtschaftsreformen usw,) war schon revolutionär für Deutschland?Ich habe so meine Zweifel ob Merkel noch konservativ ist und überhaupt wahr?Ihre Einstellung und Politik unterscheidet sich ja kaum noch von SPD und Grünen?Auch hat ja wohl die SPD die letzten 4 Jahre mitregiert.Ein Großteil der Presse und Medien auch Monitor scheint Links-grün zu sein?Der große Wahlerfolg von FDP und AFD ist für mich eine konservative Wende und gerade der Erfolg der AfD ein polit. Erdbebeben!Es hat sich schon so einiges in der Politik geändert.Endlich gibt es wieder eine richtige koservative Opposition im Bundestag .Keiner will mehr mit Frau Merkel eine Regierung bilden? Auch die SPD will es eigentlich nicht.Herr Restle Sie haben mal wieder die Zeichen der Zeit nicht verstanden oder nicht begriffen was da gerade in Deutschland vor sich geht?Kein Wunder das sehr viele Zuschauer von Monitor und den ÖR enttäuscht sind?