Judentum - Die Weltreligionen - Kultur

Die Bielefelder Synagoge brennt in der Reichspogromnacht 1938 ab

Judentum in Westfalen Vergangen, aber nicht untergegangen

Tausende von westfälischen Juden haben im Dritten Reich ihr Leben verloren, ihre Synagogen gingen in Flammen auf. Doch ihre Kultur lebt weiter, ein wenig versteckt zwar, aber sehr lebendig. Eine Tagung hat auf die Spuren dieser verborgenen Schätze gezeigt.



Eine schwarz-weiß Aufnahme eines Davidsterns mit der Aufschrift "Jude"

Mischlinge im Dritten Reich Der halbe Stern

"Geltungsjuden", "Volljuden", "Mischlinge": Die Rassengesetze der Nazis waren aberwitzig, verheerend und selten logisch. Die Folge: Halbjuden wurden diskriminiert, aber nicht deportiert. Trotzdem leiden Opfer bis heute unter Schmähungen von einst.

Ein jüdisches Kind sitzt am Essenstisch während des Pessach-Fests

Juden feiern Pessach-Fest Gedenken an den Exodus

Die Flucht aus der ägyptischen Knechtschaft und die anschließende Wanderung ins Gelobte Land waren entscheidende Ereignisse in der Geschichte des jüdischen Volkes. Mit dem Pessach-Fest wird jährlich an den so genannten Exodus aus Ägypten erinnert. [Video]

Torarolle

Jüdisches Leben in Afrika Ein Rabbi auf Reisen

Moshe Silberhaft kennt die meisten Flughäfen im südlichen Afrika. Der Rabbi betreut rund 4.000 Juden zwischen Kenia und Kapstadt, vom Kongo bis nach Madagaskar und er begleitet das jüdische Leben von der Wiege bis zur Bahre - heute eine Beschneidung in Botswana, übermorgen eine Beerdigung auf Mauritius.


Micha Brumlik

Pädagoge und Publizist Micha Brumlik - eine wichtige jüdische Stimme

Micha Brumlik bleibt auch nach dem Abschied von der Universität eine wichtige jüdische Stimme. Bei seiner Abschiedsvorlesung an der Uni Frankfurt analysiert der Erziehungswissenschaftler die Beschneidungsdebatte in Deutschland und sieht Züge eines neuen Kulturkampfes.

Blick entlang der Rosenstraße in Berlin

Persönliche Erinnerungen an die Proteste Großtante Ilse aus der Rosenstraße

Die Berliner Rosenstraße ist bekannt, weil christliche Frauen ihre jüdischen Männer durch ihren Protest im Februar 1943 vor der Deportation bewahrte. Auch die jüdische Großtante Ilse führte eine Mischehe, ihr Mann war Christ. Dem Tod entging sie damals nur knapp.

Eine aufgeschlagene Bibel

Wie die Bibel umgeschrieben wurde Gott musste ein Arier sein

Jesus war ein Galiläer, und die Galiläer waren Arier: Mit solchen intellektuellen Klimmzügen versuchten deutsche Theologen in der NS-Zeit, Kirche, Glauben und Bibel "judenrein" zu machen. Dafür gab es in Eisenach sogar ein eigenes Institut - ein verdrängtes Kapitel deutscher Kirchengeschichte.


Buber-Rosenzweig-Medaille

Buber-Rosenzweig-Medaille verliehen Forschender Blick auf ein unbequemes Erbe

Was geht uns das an? Viele junge Menschen, allen voran Moslems, interessieren sich nicht dafür, was Juden in der Nazizeit angetan wurde. Trotzdem (oder gerade deswegen) will das Fritz-Baur-Institut diese Geschichte erforschen und erzählen. Dafür hat es jetzt die Buber-Rosenzweig-Medaille bekommen.

Beschneidungsbesteck, ein Messer und ein Vorhautschutz, liegen am 26.07.2012 in den Räumen der Israelitischen Kultusgemeinde in Hof (Oberfranken) auf einem jüdischen Gebetbuch.

Ende einer langen Debatte? Bundestag erlaubt Beschneidung

Mit einer deutlichen Mehrheit hat der Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das die Beschneidung von jungen Muslimen und Juden erlaubt. Voraussetzung: Sie müssen nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt werden. Damit herrscht wieder Rechtssicherheit, nachdem ein Kölner Gericht sie als Körperverletzung eingestuft hatte.

Junger Mann liest jüdische Wochenzeitung

Jüdische Akademie Bildung sichert Zukunft

Eine neue große Bildungsoffensive will der Zentralrat der Juden starten - und eine eigene, jüdische Akademie gründen. Noch ist die Geburtsstunde fern, steht das Nachdenken über Inhalte im Mittelpunkt. Aber die Laborphase hat begonnen.


Rabbi Alter stiftet seinen Preis für Zivilcourage

Intergrationsprojekt junger Muslime Die Helden und der Rabbi

Sie nennen sich "Heroes", und sie wollen ein Leben ohne Angst und Gewalt: Eine Gruppe junger Berliner Muslime kämpft gegen den Hass auf Andersgläubige. Das macht Eindruck: Der Rabbi Daniel Alter, der bei einem Überfall schwer verletzt wurde, widmete ihnen seinen "Integrations-Bambi".

Vier Frauen am Klavier

Erich Mendels gesammelte Werke Vier Frauen, ein Komponist

Vier Frauen wollen die Musik des jüdischen Kantors Erich Mendel (1902-1988) aus Bochum bewaren. Als "Mendels Töchter" spielen die vier Musikerinnen Stücke aus dem Fundus des leidenschaftlichen Musiksammlers und Komponisten, der 1939 nach England und später in die USA emigrierte.

Vier Rabbiner in Köln geweiht Video Vier Rabbiner in Köln geweiht (00:45 Min.) WDR aktuell vom 13.09.2012

Jüdisches Leben in Deutschland Vier Rabbiner in Köln geweiht

Mit der Beschneidungsdebatte wurde die öffentliche Aufmerksamkeit in den vergangenen Wochen verstärkt auf das jüdische Leben in Deutschland gelenkt. Am Donnerstag sind nun in Köln erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder Rabbiner ordiniert worden. [mehr]


Die Synagoge in Berlin

Jüdisches Leben in Deutschland Koscher, Kippa und Schabbat

70 Jahre nach dem Holocaust gibt es wieder ein aktives jüdisches Leben in Deutschland. Normal ist das Miteinander von Juden und Nicht-Juden noch nicht, aber Kindergärten, Kollegen und Rituale verlieren den Ruch des Exotischen. WDR 5 zeigt, wie Juden in Deutschland heute leben. [mehr]

Synagoge in Berlin

Traditionsverlust aus Geldmangel Synagogenorgel vor dem Aus?

Es geht ums Geld, und es geht ums Prinzip: Die liberale Gemeinde in der Pestalozzistraße muss sparen - und Abschied von liebgewordenen Traditionen nehmen. Das kommt dem neuen, orthodoxen Vorstand offensichtlich gerade recht.

Leo Latasch

Porträt des Frankfurter Arztes Leo Latasch Erster Jude im Deutschen Ethikrat

Er ist Mitglied im Zentralrat der Juden und jetzt auch im Deutschen Ethikrat. Als erster Jude wurde der Frankfurter Arzt Leo Latasch in den Rat berufen. Zum aktuellen Thema Organspende hat der Mediziner aber zum Beispiel eine Meinung, die von der jüdischen Lehre abweicht.


Juden kaufen in einem koscheren Supermarkt ein

Schwerpunkt Jüdisch-Christlicher Dialog

Wie unterschiedlich sind Juden und Christen? Welche Gemeinsamkeiten gibt es es zwischen den beiden Glaubensrichtungen? Papst Benedikt XVI. hat 2005 als erstes Oberhaupt der Katholischen Kirche eine Synagoge in Deutschland besucht. [mehr]

Blick auf die Altstadt von Jerusalem mit der Klagemauer

Schwerpunkt Zionismus

Als Zionismus bezeichnet man die Bewegung, die einen jüdischen Staat fordert und fördert. Die Hoffnung, nach Israel zurückzukehren, gehört zur der jüdischen Gedankenwelt seit der Zerstörung des zweiten Tempels in Jerusalem durch die Römer. [mehr]

Die Opfer: Juden werden aus Frankreich deportiert

Schwerpunkt Holocaust

Über sechs Millionen Menschen wurden durch die Nationalsozialisten systematisch verschleppt und ermordet. Das Konzentrationslager Auschwitz steht dabei für die Unmenschlichkeit und die fabrikmäßige Ermordung von Menschen. [mehr]