Judentum - Die Weltreligionen - Kultur

Naziparolen an einem Abstellplatz für Einkaufswagen

Demonstrationen gegen Gazakrieg Antisemitismus und die deutsche Demokratie

Antisemitische Äußerungen bei Demonstrationen gegen den Krieg in Nahost: Israels Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, sieht weniger eine persönliche Bedrohung als eine Gefährdung der Demokratie.



Sedertafel jüdischer Soldaten im Ersten Weltkrieg, Mitau, 6. April 1917

Jüdische Soldaten im Ersten Weltkrieg Davidstern und Eisernes Kreuz

Sie wollten unbedingt gute Deutsche und tapfere Vaterlandsverteidiger sein. Aber der Krieg, in den die jüdischen Soldaten voller Begeisterung zogen, ging verloren - und sie wurden zum Sündenbock gemacht. Und selbst hohe Auszeichnungen bewahrten die Männer nicht vor der Verfolgung durch die Nazis.

Gedenkfeier für gefallene jüdische Soldaten

Jüdisches Leben und Sterben im Ersten Weltkrieg Der Anfang vom Ende

In den Augusttagen vor 100 Jahren zogen auch 100.000 deutsche Juden in den Krieg. Sie kämpften, litten und starben Seite an Seite mit ihren christlichen Kameraden. [WDR 5]

Chor beim jüdischen Kulturfestival in Krakau

Jüdisches Kulturfestival Krakau Eine Brücke der Versöhnung

Als Janusz Makusch 1988 das jüdische Kulturfestival Krakau ins Leben rief, wollte er damit die Tür öffnen, "damit Juden aus aller Welt die jüdische Kultur nach Polen bringen konnten." Anfangs kamen 100 Besucher zum Festival - inzwischen kommen rund 30.000 zum kulturellen Austausch.


Samariter feiern auf dem Berg Gerizim das Wochenfest

Jüdische Wurzeln des Pfingstfestes "Da erhob sich vom Himmel her ein Brausen"

Sie wollten zusammen feiern, als der Heilige Geist mit himmlischen Brausen über sie kam. Die Jünger Jesu hatten sich zu "Schawuoth" getroffen - dem Wochenfest, mit dem die Juden an Moses' Begegnung mit Gott auf dem Berg Sinai erinnern. So liegt das jüdische Gründungsfest nah beim christlichen Gründungsfest und 50 Tage nach Ostern und Schabbat.

Junge Exodus-Flüchtlinge hinter Stacheldraht im Lager Pöppendorf bei Lübeck am 10.09.1947

Jüdische Überlebende auf Irrfahrt Von der "Exodus" zurück nach Deutschland

Aus Auschwitz gerettet, vor der Küste Haifas abgefangen - und dann ausgerechnet nach Deutschland zurückgeschickt: Tausende von Holocaust-Überlebenden, die sich auf der "Exodus" nach Palästina aufgemacht hatten, wurden wieder hinter Stacheldraht interniert. Ein Theaterprojekt bringt ihr Schicksal auf die Bühne.

Die Klagemauer in Jerusalem. Frauen und Männer beten getrennt

"Women of the Wall" Mit dem Kopf gegen die Klagemauer

Nur Männer dürfen an der Klagemauer laut und mit Gebetsschal singen, aus der Thora lesen und beten. Dieses Monopol stellt eine kleine Gruppe von Frauen seit Jahren in Frage – die "Women of the Wall". An ihrer Spitze steht Anat Hoffman.


Dieter Graumann, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, von hinten mit Kippa

Die jüdische Kippa Behütet vor dem Höchsten

Gehäkelt und bestickt, bunt und goldfarben, aus Jeansstoff oder schwarzem Samt: Eine Kippa ist so individuell wie die Juden, die sie tragen. Was sie eint, ist der Respekt vor Gott: "Bedecke Dein Haupt, so dass der Segen Gottes auf Dir ruht", heißt es im Talmud.

Ein jüdisches Kind sitzt am Essenstisch während des Pessach-Fests

Pessachfest mit rituellen Speisen Bitterkräuter zum Seder

In diesem Jahr fallen Pessach und Ostern auf den selben Termin. Das ist gut möglich, weil Pessach meistens genau mit dem ersten Frühlingsvollmond beginnt und 7 Tage dauert, das christliche Fest jedoch am Sonntag danach. 2014 beginnt Pessach mit dem Seder-Mahl am Montag der Karwoche. [WDR 5]

Im Vordergrund ein verkleideter Mann, im Hinetrgrund ein traditionell jüdisch angezogener Mann

Das Purim-Fest Wenn Juden jeck sind

Am Aschermittwoch ist alles vorbei? Von wegen! Kaum haben die christlichen Jecken und Narren die Pappnasen abgenommen, legen die Juden am Purim noch einmal richtig los. Ein bisschen dezenter zwar als die Glaubensgenossen in Israel - Party, Krach und Kostüme gehören aber auch hier dazu.


Ein Jude liest in der Thora

Ultraorthodoxe Juden in Israel Glauben und leben wie die Vorfahren

Sie verweigern den Wehrdienst, leben ganz für das Studium der heiligen Schriften und verdammen alles, was "modern" ist: Ultraorthodoxe Juden in Israel folgen der Tradition und leben auf Kosten des Staates. Das missfällt aber ihren Landsleuten immer mehr.

Die Synagoge in Berlin

Gemeindetag der Juden in Berlin Familienfeier - Familienzwist

Zum zweiten Mal fand der Gemeindetag der Juden in Berlin statt - eine Art Familientreffen für die weit verstreuten Gläubigen. Aber wie in jeder Familie sind sich nicht alle grün. Liberale gegen Progressive, Alteingesessene gegen Zuwanderer aus dem Osten: Der Krach war programmiert.

Innenraum der jüdischen Synagoge in Mannheim.

Tag 7 Synagogen - Monumente gegen das Vergessen

Noch vor 100 Jahren prägten sie das Bild der großen deutschen Städte: Synagogen im orientalischen, neoromanischen oder neogotischen Stil, gebaut zumeist von christlichen Stararchitekten. Zeugnisse des wachsenden jüdischen Selbstbewusstseins und des toleranten Miteinanders zwischen Juden und Christen – nach mehr als 1.500 Jahren der Verfolgung und Diffamierung. [Tag 7]


Juden tragen Thorarollen

Ein Buch wird gefeiert Was Juden die Thora bedeutet

Zusammenhalt und Lebensfreude: Das sind zwei Antworten darauf, was die Thora Juden bedeutet. Beim "Fest der Thora-Freude" feiern sie ihr heiliges Buch, mit dem sie über ihren Glauben lernen und das für sie den Glauben an den einen Gott begründet.

Schalom Ben Chorin

Zum 100. Geburtstag von Schalom Ben Chorin Vermittler zwischen Juden und Christen

Geboren wurde er als Fritz Rosenthal 1913 in München. Vor den Nazis floh der Journalist und Schriftsteller Schalom Ben Chorin dann 1935 nach Palästina und gründete dort die erste jüdische Reformgemeinde in Jerusalem. Am 20. Juli 2013 wäre er 100 Jahre alt geworden.

Jüdischer Hochzeitsbaldachin

Hochzeit für gleichgeschlechtliche Paare? Lesben und Schwule in der Synagoge

Wie geht die jüdische Religion mit Homosexualität um? Während liberale und konservative Seminare offen lesbische und schwule Rabbiner und Kantoren ordinieren, ist dies in der Orthodoxie noch undenkbar. Auch zu gleichgeschlechtlichen Ehen gehen die Positionen auseinander.


Die Bielefelder Synagoge brennt in der Reichspogromnacht 1938 ab

Judentum in Westfalen Vergangen, aber nicht untergegangen

Tausende von westfälischen Juden haben im Dritten Reich ihr Leben verloren, ihre Synagogen gingen in Flammen auf. Doch ihre Kultur lebt weiter, ein wenig versteckt zwar, aber sehr lebendig. Eine Tagung hat auf die Spuren dieser verborgenen Schätze gezeigt.

Eine schwarz-weiß Aufnahme eines Davidsterns mit der Aufschrift "Jude"

Mischlinge im Dritten Reich Der halbe Stern

"Geltungsjuden", "Volljuden", "Mischlinge": Die Rassengesetze der Nazis waren aberwitzig, verheerend und selten logisch. Die Folge: Halbjuden wurden diskriminiert, aber nicht deportiert. Trotzdem leiden Opfer bis heute unter Schmähungen von einst.

Micha Brumlik

Pädagoge und Publizist Micha Brumlik - eine wichtige jüdische Stimme

Micha Brumlik bleibt auch nach dem Abschied von der Universität eine wichtige jüdische Stimme. Bei seiner Abschiedsvorlesung an der Uni Frankfurt analysiert der Erziehungswissenschaftler die Beschneidungsdebatte in Deutschland und sieht Züge eines neuen Kulturkampfes.


Blick entlang der Rosenstraße in Berlin

Persönliche Erinnerungen an die Proteste Großtante Ilse aus der Rosenstraße

Die Berliner Rosenstraße ist bekannt, weil christliche Frauen ihre jüdischen Männer durch ihren Protest im Februar 1943 vor der Deportation bewahrte. Auch die jüdische Großtante Ilse führte eine Mischehe, ihr Mann war Christ. Dem Tod entging sie damals nur knapp.

Eine aufgeschlagene Bibel

Wie die Bibel umgeschrieben wurde Gott musste ein Arier sein

Jesus war ein Galiläer, und die Galiläer waren Arier: Mit solchen intellektuellen Klimmzügen versuchten deutsche Theologen in der NS-Zeit, Kirche, Glauben und Bibel "judenrein" zu machen. Dafür gab es in Eisenach sogar ein eigenes Institut - ein verdrängtes Kapitel deutscher Kirchengeschichte.

Buber-Rosenzweig-Medaille

Buber-Rosenzweig-Medaille verliehen Forschender Blick auf ein unbequemes Erbe

Was geht uns das an? Viele junge Menschen, allen voran Moslems, interessieren sich nicht dafür, was Juden in der Nazizeit angetan wurde. Trotzdem (oder gerade deswegen) will das Fritz-Baur-Institut diese Geschichte erforschen und erzählen. Dafür hat es jetzt die Buber-Rosenzweig-Medaille bekommen.


Jüdische Beschneidungszeremonie

Ende einer langen Debatte? Bundestag erlaubt Beschneidung

Mit einer deutlichen Mehrheit hat der Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das die Beschneidung von jungen Muslimen und Juden erlaubt. Voraussetzung: Sie müssen nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt werden. Damit herrscht wieder Rechtssicherheit, nachdem ein Kölner Gericht sie als Körperverletzung eingestuft hatte.

Junger Mann liest jüdische Wochenzeitung

Jüdische Akademie Bildung sichert Zukunft

Eine neue große Bildungsoffensive will der Zentralrat der Juden starten - und eine eigene, jüdische Akademie gründen. Noch ist die Geburtsstunde fern, steht das Nachdenken über Inhalte im Mittelpunkt. Aber die Laborphase hat begonnen.

Rabbi Alter stiftet seinen Preis für Zivilcourage

Intergrationsprojekt junger Muslime Die Helden und der Rabbi

Sie nennen sich "Heroes", und sie wollen ein Leben ohne Angst und Gewalt: Eine Gruppe junger Berliner Muslime kämpft gegen den Hass auf Andersgläubige. Das macht Eindruck: Der Rabbi Daniel Alter, der bei einem Überfall schwer verletzt wurde, widmete ihnen seinen "Integrations-Bambi".


Vier Frauen am Klavier

Erich Mendels gesammelte Werke Vier Frauen, ein Komponist

Vier Frauen wollen die Musik des jüdischen Kantors Erich Mendel (1902-1988) aus Bochum bewaren. Als "Mendels Töchter" spielen die vier Musikerinnen Stücke aus dem Fundus des leidenschaftlichen Musiksammlers und Komponisten, der 1939 nach England und später in die USA emigrierte.

Vier Rabbiner in Köln geweiht

Jüdisches Leben in Deutschland Vier Rabbiner in Köln geweiht

Mit der Beschneidungsdebatte wurde die öffentliche Aufmerksamkeit in den vergangenen Wochen verstärkt auf das jüdische Leben in Deutschland gelenkt. Am Donnerstag sind nun in Köln erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder Rabbiner ordiniert worden. [mehr]

Synagoge in Berlin

Traditionsverlust aus Geldmangel Synagogenorgel vor dem Aus?

Es geht ums Geld, und es geht ums Prinzip: Die liberale Gemeinde in der Pestalozzistraße muss sparen - und Abschied von liebgewordenen Traditionen nehmen. Das kommt dem neuen, orthodoxen Vorstand offensichtlich gerade recht.


Leo Latasch

Porträt des Frankfurter Arztes Leo Latasch Erster Jude im Deutschen Ethikrat

Er ist Mitglied im Zentralrat der Juden und jetzt auch im Deutschen Ethikrat. Als erster Jude wurde der Frankfurter Arzt Leo Latasch in den Rat berufen. Zum aktuellen Thema Organspende hat der Mediziner aber zum Beispiel eine Meinung, die von der jüdischen Lehre abweicht.

Junge läuft mit palästinensischer Fahne am Strand entlang

Die Kirchen und der Staat Israel Ein schwieriges Verhältnis

Die Existenz des Staates Israel steht nicht zur Disposition: Daran, so scheint es, zweifelt keine der beiden Kirchen. Trotzdem wird das Lebensrecht Israels immer wieder diskutiert, vertritt das Kirchenvolk andere Ansichten als die Kirchenoberen. Eine Tagung beleuchtete das schwierige Verhältnis zu den Juden und ihren Staat.

Juden kaufen in einem koscheren Supermarkt ein

Schwerpunkt Jüdisch-Christlicher Dialog

Wie unterschiedlich sind Juden und Christen? Welche Gemeinsamkeiten gibt es es zwischen den beiden Glaubensrichtungen? Papst Benedikt XVI. hat 2005 als erstes Oberhaupt der Katholischen Kirche eine Synagoge in Deutschland besucht. [mehr]


Blick auf die Altstadt von Jerusalem mit der Klagemauer

Schwerpunkt Zionismus

Als Zionismus bezeichnet man die Bewegung, die einen jüdischen Staat fordert und fördert. Die Hoffnung, nach Israel zurückzukehren, gehört zur der jüdischen Gedankenwelt seit der Zerstörung des zweiten Tempels in Jerusalem durch die Römer. [mehr]

Die Opfer: Juden werden aus Frankreich deportiert

Schwerpunkt Holocaust

Über sechs Millionen Menschen wurden durch die Nationalsozialisten systematisch verschleppt und ermordet. Das Konzentrationslager Auschwitz steht dabei für die Unmenschlichkeit und die fabrikmäßige Ermordung von Menschen. [mehr]