17.03.1967 - Einführung der Fachhochschulreife

Schild mit dem Wort Fachhochschule

ZeitZeichen

17.03.1967 - Einführung der Fachhochschulreife

Von Anja und Doris Arp

Grenzen öffnen, Horizonte weiten. Die 60er und 70er Jahre waren eine Zeit der großen gesellschaftspolitischen Reformen. Chancengleichheit und ein Bürgerrecht auf Bildung waren die politischen Ziele. Es ging um die wirtschaftliche Zukunft des Landes.

Gebraucht wurden vor allem fähige Ingenieure, aber auch Betriebswirte und Sozialarbeiter mit einer akademischen Grundlage. Deutschland hinkte im internationalen Vergleich hinterher. So einigte man sich vor 50 Jahren auf einen neuen Bildungsabschluss: die Fachhochschulreife.

Der neue Abschluss brauchte auch eine neue Hochschule. Ab 1971 entstanden überall im Land Fachhochschulen nach dem dualen Prinzip: Angewandtes wissenschaftliches Studium, eng verbunden mit der Berufswelt. Lange standen sie im Windschatten der großen Alma Mater und galten als billiger Jakob unter den Hochschulen.

Heute bieten Fachhochschulen eine innovative Forschungslandschaft und ein solides Scharnier ins Berufsleben und sogar, getreu ihren Anfängen, ein Studium ganz ohne Abitur.

Redaktion: Michael Rüger

Fachhochschulreife eingeführt (am 17.03.1967)

WDR ZeitZeichen | 17.03.2017 | 13:48 Min.

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Stand: 30.01.2017, 15:33