Einmal Türke immer Türke? Woran Integration scheitert

MONITOR vom 30.03.2017

Einmal Türke immer Türke? Woran Integration scheitert

Bericht: Naima El Moussaoui, Andreas Maus, Adrian Oeser, Gökce Göksu

Georg Restle: „Seit Montag stimmen 1,4 Millionen Menschen mit türkischem Pass hier in Deutschland über eine neue türkische Verfassung ab. Misstrauisch beäugt von einer deutschen Mehrheitsgesellschaft, die einfach nicht verstehen kann oder will, warum sich so viele Menschen in diesem Land einfach nicht zu Hause fühlen wollen. Politiker von CDU und CSU fordern jetzt sogar eine Abschaffung des Doppelpasses. Die Deutschtürken sollen sich gefälligst entscheiden, wo sie hingehören wollen. Die Frage ist nur, ob damit in Sachen Integration irgendetwas verbessert wird oder nicht nur neue Gräben aufgerissen werden. Naima El Moussaoui, Andreas Maus und Adrian Oeser haben Menschen besucht, die alles dafür getan haben, hier anzukommen, und die immer wieder bitter enttäuscht wurden.“

Wir sind im Norden von Köln. Sonntagsfrühstück bei Familie Özdemir. Drei Generationen an einem Tisch. Vater Mitat kam vor über 50 Jahren nach Deutschland, arbeitete früher bei Ford. Drei der vier Kinder wurden hier geboren, auch die beiden Schwiegersöhne. Eine ganz normale Familie in Deutschland - Was das heißt?

Büşra: „Ich bin die Büşra und hab den deutschen Pass.“

Çagil: „Ich bin die Çagil, ich hab‘ auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Das ist mein Sohn Alpekin, er hat die doppelte Staatsbürgerschaft.“

Ufuk: „Ich bin Ufuk und ich habe die deutsche Staatsangehörigkeit.“

Mitat: „Ich bin Mitat, ich habe türkischer Pass.“

Tolga: „Ich habe die deutsche Staatsbürgerschaft.“

Çagkan: „Ich habe die türkische Staatsangehörigkeit.“

Ayşe: „Ich habe deutschen Pass.“

Çem: „Ich bin der Çem, ich habe einen türkischen Pass und hab den deutschen Pass beantragt.“

Eine Familie, aber ein Mischmasch von Pässen und Staatsangehörigkeiten. Ständig hat die deutsche Politik die Gesetze zur Staatsbürgerschaft geändert. Einmal Optionsmodell, einmal Doppelpass, jetzt doch wieder nicht. Das hat ganze Familien gespalten. Dabei sind die Özdemirs bestens integriert. Alle arbeiten oder studieren hier. Und werden mit der neuen Doppelpassdiskussion wieder vor den Kopf gestoßen.

Ufuk: „Mein Gott, er ist seit 50 Jahren hier, die Kinder sind alle hier geboren und aufgewachsen und müssen uns tagtäglich immer wieder der Diskussion stellen, ob wir uns zu Deutschland dazu gehören oder nicht, oder ob wir integriert sind oder nicht. Jeder Spanier und jeder Franzose und jeder Italiener kann - da erübrigt sich die Frage, ob man doppelter Staatsbürger sein kann oder nicht - aber bei den Türken heißt es immer nur, entweder bist du Türkei, pro Erdogan, oder du bist für uns Deutsche. Und das geht mir einfach im Moment so extrem auf die Nerven.“

Dass jetzt wieder darüber diskutiert wird, den Doppelpass abzuschaffen, versteht er überhaupt nicht: Vater Mitat hat den türkischen Pass. Sein Herz aber schlägt seit 50 Jahren auch für die Domstadt.

Mitat: „Also ich fühle mich auch Türke, auch Deutsche. Ich kann ohne Domspitzen zu sehen, nicht leben. Auch ohne Türkei besuchen auch nicht.“

Vor einem Jahr hat Çem die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt. Für den Doppelpass ist er mit 23 zu alt. Jetzt lässt ihm das deutsche Recht nur noch eine Wahl: Entweder deutscher oder türkischer Pass.

Çem: „Und dann gehst du noch zum türkischen Amt zum Schluss, gibt’s deinen Pass dahin. Dann lochen die das vor deinen Augen. Das ist dann so wie … gut, wir reißen dir jetzt das Herz raus. Kannst hier gerne ein Ersatzherz haben. Dann bist du Deutscher, bitteschön. Und so fühlt sich das Ganze an.“

Ufuk: „Warum muss man diesen Menschen, die sich zu Deutschland dazugehörig fühlen, diese Pistole auf die Brust setzen und sagen, los, entscheide dich!“

Mitat: „Das ist richtig Spalt der Geschichte. Man will die Gesellschaft spalten, warum?“

Ständiger Druck aus der deutschen Gesellschaft. Sich entscheiden, sich bekennen müssen. Was macht das mit den jungen Deutschtürken? Wir sind in Köln-Ehrenfeld. 35 Prozent haben hier ausländische Wurzeln, die meisten türkische: Sie sind hier geboren, aufgewachsen, zur Schule gegangen. Trotzdem leben sie in zwei Kulturen. Gerade von den Jungen fühlen sich viele ausgegrenzt. Das schafft neue Konflikte.

Esat Cavusoglu: „Wenn ich dann jetzt behaupten würde von mir, ja, ich sehe die Türkei als meine Heimat, weil ich nicht hier richtig angekommen bin. Dann heißt es, ja dann geh doch zurück in dein Land.  Wenn es da so schön ist, geh doch zu deinem Diktator!“

Esat macht zurzeit eine Umschulung zum Industriemechaniker. Er ist Kölner und würde hier nie weg wollen. Der 29-jährige hat den türkischen Pass, nicht einmal ein deutscher Pass würde etwas ändern, sagt er.

Esat Cavusoglu: „Weil wenn ich jetzt einen deutschen Pass habe, ändert das auch nichts an meinem Aussehen oder an meiner Religion. Auf dem deutschen Pass steht dann immer noch ein türkischer Name drauf. Und wenn ich den dann habe, werde ich irgendwie trotzdem nicht richtig akzeptiert.“

Einmal Türke, immer Türke, egal was du machst. Das ist die Botschaft, die hier ankommt. Und nicht nur das. Heute sei er, der hier geboren ist, nicht nur „der Türke“, sondern werde vor allem auf seine Religion reduziert.

Esat Cavusoglu: „Wenn man dann sagt, ich bin Moslem als Türke, wird man direkt anders angesehen. Warum isst du denn kein Schweinefleisch, oder wenn man dann mal Alkohol trinkt, sage ich mal oder feiern geht auf die Partys, dann wird man wiederum von Deutschen ganz anders angesehen, weil man Alkohol trinkt oder auf Partys geht. Oder Schweinefleisch isst oder so, dann ist man plötzlich integriert.“

Integration. Wie misst man sie? Was erfordert sie auf beiden Seiten? Wo beginnt Anerkennung, wo Teilhabe? Welche Rolle spielt die Lebensleistung derjenigen, die schon seit Jahrzehnten hier leben? Und von vielen immer noch als Gastarbeiter bezeichnet werden? An der stillgelegten Zeche Westfalen in Ahlen treffen wir Yasabey Aldirmaz. Er ist hier Jahrzehnte täglich in den Schacht gefahren.

Yasabey Aldirmaz: „Wir haben hier als eine große Familie zusammen gearbeitet, wir sind heruntergefahren auf die 935-Meter-Sohle und haben unsere Kohlen gefördert. Das ist Herz wie Seele hier, wenn ich allein hier hineinkomme, dann kribbelt es. Leicht ist es nicht, das sind 33 Jahre gewesen.“

Ein paar Straßen weiter, im deutsch-türkischen Freundschaftsverein ist er immer noch ehrenamtlich aktiv. Trotzdem fühlt er sich von der Politik bis heute nicht gleichermaßen angenommen.

Yasabey Aldirmaz: „Ich bin mit deutschen Kindern zusammen groß geworden. Der Michael, der Ralf, der Peter, die dürfen wählen gehen, ich nicht. Wir haben die Schwerstknochenarbeit gemacht, dann war der Türke in Ordnung. Dann möchte ich doch auch genauso gut den Bürgermeister, den ich hier kenne, auch wählen. Das dürfen wir nicht.“

Aldirmaz ist engagiert, er war Gewerkschafter, Betriebsrat, SPD-Mitglied, Ausländerbeirat und Vorsitzender im Fußballverein. Er wollte dazugehören und hat alles dafür getan. Sogar einen deutschen Pass hatte er schon beantragt. Bis ein Beamter ihm klar machte, dass auch das noch nicht genug ist.

Yasabey Aldirmaz: „Einer der Beamten, der dort sitzt, sagt mir, also ruft mir zu, da war ich schon fix und fertig, ging gerade aus der Tür, du Yasabey, komm mal bitte rein. Was wird sich jetzt demnächst bei dir oben im Kopf ändern, wenn du den deutschen Pass hast? Dann habe ich ihm die Unterlagen aus der Hand genommen. Es tut mir leid, das ist zwar verkehrt, wenn ich sage jetzt, ich habe es einfach zerrissen und weggeschmissen.“

Eine Überreaktion? Vielleicht, sagt er. Aber sich auch im Kopf ändern zu müssen, seine türkische Herkunft zu vergessen, das war ihm einfach zu viel.

Yasabey Aldirmaz: „Ich habe mich damals gekränkt gefühlt und hab gesagt, ich werde da nicht mehr hinterlaufen.“

Und plötzlich macht es ihn stolz, in der Türkei wählen zu dürfen, obwohl er dort so gut wie keine familiären Bindungen mehr hat.

Yasabey Aldirmaz: „Das ist ein Gefühl, dass man als Mensch akzeptiert wird, dass ich das Recht habe, jemanden zu wählen, der für mein Land, da, wo ich herkomme, was tut. Ab heute zum Beispiel dürfen wir wählen bei den Konsulaten. Das ist ein innerliches, ein positives Gefühl einfach.“

Positive Gefühle verbinden nur wenige Deutsche mit diesem Ort. Duisburg-Marxloh gilt als Problemviertel. Erst kamen die türkischen Gastarbeiter, später andere Einwanderer, zuletzt viele Roma aus Bulgarien und Rumänien. Der Migrantenanteil liegt bei 64 Prozent. Doch auch das hier ist Marxloh. Die berühmte Brautmeile. Rund 50 Hochzeitsgeschäfte locken zumeist türkische Kunden aus ganz Deutschland und Europa hierher. Als alles brach lag, haben Deutsch-Türken wie Nihal Kuru das Viertel aufgebaut. Seit 15 Jahren betreibt sie mit ihrer Familie ein Brautmodengeschäft.

Nihal Kuru: „Ich liebe es morgens den Laden aufzumachen, meine ganzen Bekannten hier zu sehen. Dieser Laden bedeutet für mich sehr viel. Es hängt alles da dran. Meine Kinder hängen hier dran, meine Lebensweise hängt hier dran.“

Umso mehr sorgt sich Nihal Kuru um die Entwicklung des Viertels. Als Geschäftsleute kämpfen sie täglich gegen den schlechten Ruf von Marxloh, stemmen sich gegen den Niedergang.

Nihal Kuru: „Wenn ich sehe, was wir alles hier geändert haben in den letzten Jahren. Wir versuchen auch draußen schon schöner zu machen, aber das reicht nicht. Ich hätte doch schon ein bisschen vom Staat erwartet, dass sie hier ein bisschen fördern.“

Ihre Beobachtung: Jahrzehntelang wurde hier von der Stadt kaum investiert. Die Deutschen zogen weg, man siedelte Migranten an und das Viertel wurde sich selbst überlassen. Dabei geht es sehr oft nicht um große Vorzeigeprojekte, nur um kleine Gesten, dass man dazugehört.

Nihal Kuru: „Es wird auch Weihnachten nicht geschmückt, gar nichts. Ich hätte doch schon erwünscht, dass wir Weihnachten auch die Kränze und die ganzen Lichterketten haben. Wieso nicht? Also, wir sind zwar Moslems, aber gerade hier hätte ich auch gerne Lichter, dass es so „bling bling“ macht, wenn die Leute reinkommen.“

Nihal Kuru und ihre Familie erfüllen Hochzeitsträume. Die Geschäfte laufen gut und doch bleibt dieses Gefühl, nie ganz dazu zu gehören. Sie hätten sich angestrengt, sagt Ehemann Alis, hätten investiert. Sogar den deutschen Pass hat er. Aber jetzt hat er aufgegeben.

Alis Kuru: „Wenn ich 50 Jahre nicht geschafft habe, Deutscher zu werden, warum soll ich dann versuchen, noch weiter Deutscher zu werden? Der Pass ist da, aber alles andere nicht. Ich habe mein Bestes gegeben, ich habe mein Leben hier gelassen. Wenn Sie jetzt sagen, warum sind Sie noch hier? Ganz einfach, man hat Verpflichtungen, man hat Kinder, die in die Schule gehen. Wenn das irgendwann abläuft, ich will meine Rente in Türkei verbringen. In Deutschland definitiv nicht.“

Zurück in die Türkei? Ist das Zusammenleben tatsächlich gescheitert, nach über 60 Jahren deutsch-türkischer Integrationsgeschichte? Nein, sagen die Özdemirs, die mit den viele Pässen und Staatsangehörigkeiten. Aber was ihnen vor allem fehlt, ist ein klares Bekenntnis der deutschen Politik.

Ufuk: „Also die deutsche Politik muss einfach zu den Menschen stehen, die hier leben und hier ihren Beitrag leisten. Ich habe gesehen, wie in einer WM ein Mesut Özil mehr zu der Integration von vier Millionen Türken hier in Deutschland beigetragen hat, als 30 Jahre Integrationspolitik der deutschen Politiker.“

Deutsche und Türken gemeinsam in Deutschland: Es ist ein kompliziertes Verhältnis in diesen Monaten. Und es steht viel auf dem Spiel, für beide Seiten.

Georg Restle: „Das stimmt tatsächlich. Und die neue Diskussion über die Abschaffung des Doppelpasses ist dabei ganz sicher alles andere als hilfreich.“

Stand: 28.03.2017, 15:14

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16 Kommentare

Neuester Kommentar von "Fred Müller", 13.04.2017, 19:34 Uhr:

Doppelte, oder noch mehr Staatsangehörigkeiten einer Person ist mit ein Weg in die Auflösung von Nationen. Wenn alle Menschen der Erde zugleich Staatsangehörige aller Nationen wären dann gäbe es keine einzelne Staatsgemeinschaften mehr. Niemand würde sich mehr zu einer bürgerlichen, staatlichen Gemeinschaft zugehörig fühlen. Es gäbe keine einzelnen Staaten mehr. Es mag das Ziel von Kommunisten sein (Proletarier aller Welt vereinigt Euch) doch für viele anders politisch gesinnte Menschen es ist zugleich eine Richtung in einer erdweiten kommunistischen Diktatur. Niemand brauchte sich persönlich mehr anstrengen. Alle wären total gleich (bis auf eine diktatorische Führungselite) und alle würden peinlich darauf achten dass niemand einen Vorteil gewinnt. So ein System würde nicht existieren können. Wir Menschen würden gehalten wie Tiere im Zoo. Mehrere Staatsbürgerschaften einer Person ist ein Weg in die gleiche Richtung wie als würden alle Staaten der Erde in die NATO eintreten. ...

Kommentar von "Ralle", 05.04.2017, 23:27 Uhr:

Anderes Beispiel: 2014 sibter Integrationsgipfel: Mmehrere Verbände und die türkische Gemeinde sprachen sich für anonyme Bewerbungsverfahren aus. Sie sind ein wichtiges Instrument für Chancengleichheit im Bewerbungsprozess", so die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders. Aber für Kanzlerin Merkel sind sie es nicht. Zwar bedauert sie Diskriminierungen von Einwanderern bei Bewerbungen, aber von anonymen hält sie nichts. Aus ihrer Sicht sollte man eher ein Umdenken bei Personalern erreichen. Nur wie, sagte sie nicht. Aber sie könnte ja nach fragen bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, da gibt es fähige Mitarbeiter, die haben Ahnung. - Im Jahr 2016 hatte Frau Merkel von türkischstämmigen Bürgern ein hohes Maß an Loyalität eingefordert. Dafür will man dann auch versuchen, "für ihre Anliegen ein offenes Ohr zu haben und sie zu verstehen." Apropro "offenes Ohr, Stichwort - anonyme Bewerbung.

Kommentar von "Ralf Henske", 03.04.2017, 22:12 Uhr:

01.12.2014 - n-tv.de - Vor dem Integrationsgipfel im Kanzleramt haben mehrere Verbände anonyme Bewerbungsverfahren gefordert. Diese seien "ein ganz wichtiges Instrument für Chancengleichheit im Bewerbungsprozess", sagte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Kein Arbeitgeber könne es sich leisten, in Zeiten des Fachkräftemangels Bewerbende auszuschließen. Auch die Türkische Gemeinde sprach sich für das Verfahren aus. (...) Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel hatte in ihrer Video-Botschaft am Wochenende Diskriminierungen von Einwanderern durch Firmen beklagt. Dass Menschen mit ausländischen Namen beispielsweise viel seltener zu Bewerbungsgesprächen eingeladen werden, sei "leider richtig", sagte Merkel. Von anonymen Bewerbungen hält die CDU-Chefin jedoch nichts. Eher aber für ein Umdenken bei Personalern zu erreichen. - Ja und wie erreicht man das am besten Frau Merkel? Natürlich mit anonymen Bewerbungen. Ja, ...

Kommentar von "Marina Heckmann", 02.04.2017, 22:12 Uhr:

..... betrifft Miriam S..... Der Kommentar klingt, für mich persönlich, ein wenig überzogen. Die vorwiegenden Kleinkinder aus dem arabisch/afrikanischen Ländern können in jeder frei gewählten Sprache unter einander kommunizieren. In Kita, Kindergarten, Schule sprechen, bzw. lernen sie halt Deutsch. Viele aus diesen Ländern sprechen auch Englisch....Wachsen dann sogar dreisprachig auf... Deutschland hat 80 Mill. Einwohner. Auf vielen/meisten Kinder- bzw. Freizeitplätzen entsteht dieser Eindruck nicht..

Kommentar von "Friedel Behrendt", 02.04.2017, 10:23 Uhr:

Sie fragen warum die Integration von Türken in Deutschland nicht gelingt. Für mein Umfeld und für mich gibt es daraufhin nur eine Antwort: Türken unterhalten sich auf der Straße und im öffentlichen Raum nur auf Türkisch. Das finden Sie bei kaum keiner anderen Nation. Nehmen Sie z.B. Griechen, Spanier, Polen oder Italiener alle unterhalten sich auf Deutsch! Das ist für uns gelungene Integration. Unsere Nachbarn, Italiener und Spanier unterhalten sich mit ihren Kindern auf Deutsch, mit den Großeltern sprechen die Kinder Italienisch und Spanisch. Sie lernen alle Sprachen und sehen die Deutsche Sprache als ihre Muttersprache an. Suchen Sie das bitte mal bei Türken. Die sehen nämlich auch überwiegend Türkisches Satellitenfernsehen, und wenn ich meine Nachbarn als Beispiel nehme, eigentlich eine moderne Familie ohne Kopftuch u.ä., aber im gesamten Bekanntenkreis kein Nichttürke zu sehen. Wir glauben, die wollen gar nicht ernsthaft integriert werden. Zu allererst sollen sie sich mal für ...

Kommentar von "Marina Heckmann", 01.04.2017, 02:21 Uhr:

Dieses Gezerre um die doppelte Staatsbürgerschaft. Es sollte jeder nur einen Pass besitzen. Ich achte jeden Menschen, egal ob er Türke - dem Islam - oder Deutscher - dem Christentum - angehört. Wenn ein türkischer Bürger einen deutschen Pass besitzt, heißt das doch nicht, das er sich von der Türkei und seiner Kultur distanzieren soll. Gegenseitige Akzeptanz von beiden Seiten......Viele türkische Bürger leben aber , auch in 2. und 3. Generation, nach dem strengen Koran. Ehefrauen dürfen sich nicht in der Öffentlichkeit zeigen, dürfen männlichen Personen nicht mal die Tür öffnen etc. etc... Deutschland ist ein freies, demokratisches Land...Daher: Viele türkische Bürger sind in Deutschland deutsch-türkische Bürger, viele aber türkisch-deutsche Bürger...Das wird sich durch einen Erdo"wahn" nicht ändern, solange die Imame aus der Türkei fremdgesteuert werden!!!

Kommentar von "Miriam S", 31.03.2017, 17:53 Uhr:

à propos Integration von Flüchtlingen oder generell Ausländern hier in Deutschland nur eine kleine Beobachtung: ich lief durch einen Park mit großem Kinderspielplatz, von dem es kurz nach der Installation hieß, er sei von der Bevölkerung angenommen...die Tische und Bänke sind belegt von Müttern oder Großmüttern , fast alle mit Kopftüchern und langen Gewändern...Sehr viele kleine Kinder an den Spielgeräten, es wimmelte davon (wie war das mit der Demographie? ) der übliche Lärm in der Luft, ich versuchte ein einziges deutsches Wort aufzufangen...das war vergeblich , das Gemisch war für mich undurchdringlich , kein englisch, kein französisch, kein deutsch, sondern eine Mischung aus arabisch, türkisch, irgendwelcher mir unbekannter aus dem afrikanischen Bereich, russisch... das Gefühl der Fremdheit im "eigenen" Land überkam mich , obwohl ich aus einem andern Land der EU stamme und glaubte hier heimisch geworden zu sein.

Kommentar von "Lao Yao", 31.03.2017, 02:53 Uhr:

Ich bin ein Deutscher chinesischer Wurzeln, geboren und aufgewachsen in Laos (bis 13 Jahre alt), in Thailand ( bis17 Jahre alt) und lebe in Deutschland seit 17. Schon als Kind erlebte ich in Laos und in Thailand rassistische Diskriminierungen um mich herum: Chinesen gegen Laoten und umgekehrt, Chinesen und Laoten gegen Vietnamesen und umgekehrt, Chinesen gegen Thailänder und umgekehrt, Thailänder gegen Laoten, Vietnamesen, birmesen und Kambodschaner, und umgekehrt, ja selbst Chinesen gegen Chinesen. Und nicht zu vergessen viele Asiaten gegen Europäer, und natürlich auch umgekehrt! Was ich sagen wollte, diese Diskriminierungen sind menschlichen Natur und wird nicht tot zu kriegen sein! erst recht nicht, so lange wir augenscheinlich unterschiedlich aussehen sind! Ich mache mir darüber, seit ich 16 Jahre alt war, keinen Gedanken mehr, weil ich meine, darüber aufzuregen keinen Sinn macht! Der vor einem Jahr verstorbene thailändische König hatte vor vierzig fünfzig Jahren dieses Prob ...

Kommentar von "Leo Lenzbauer", 30.03.2017, 22:55 Uhr:

Ein interessanter, aber leider einseitiger Bericht, mit der Aussage: Die Türken haben all die Jahre versucht sich zu integrieren, aber sie wurden von den bösen Deutschen nicht akzeptiert. Ein typisches TV-Produkt mit dem üblichen Präsentieren von Ausnahmefällen, die als verallgemeinernde Vorzeigemigranten benutzt werden. Kein Wort darüber, welche vielfältigen Probleme ein Großteil der Türken hier bereitet, die durch kontraproduktive, entgegengesetzte Verhaltensweisen eine Integration unmöglich machen. Kein Wort über die die fehlende Bereitschaft der Muslime, sich an die Kultur der Wahlheimat anzupassen. Und das ist nicht nur in Deutschland so, sondern dieses Problem gibt es mit den Muslimen europaweit. Kein Wort z.B. darüber, daß sehr viele hier lebende Türken den Koran über das deutsche Grundgesetz stellen, etc. Gerade heute erst habe ich von einer Recherche des Journalisten Constantin Schreiber (absolut unbedenklich) erfahren. Er hat willkürlich ausgesuchte türkische und arabi ...

Kommentar von "Malcolm Öz Türk", 30.03.2017, 22:34 Uhr:

Grundsätzlich ist jedes Ausländerrecht eine Diskriminierung; EU-Ausländer werden bevorzugt behandelt als Nicht-EU-Ausländer; die Würde des Menschen fängt mit den politischen Rechten an; ohne diese ist man weiterhin nur geduldet; die Türken haben keinen Malcolm X; die türkische Community kann sich noch so sehr anstrengen, sich zu integrieren/assimilieren; sie wird nie von der deutschen Gesellschaft akzeptiert; mich kotzt vor allem die Arbeitswelt an, obwohl man trotz bester Integration gegenüber Osteuropäern diskriminiert wird

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