12 Euro Mindestlohn - Jobkiller oder Rezept gegen Armut?

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12 Euro Mindestlohn - Jobkiller oder Rezept gegen Armut?

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Kommentare zum Thema

692 Kommentare

  • 692 Pavel Deutscher 17.11.2019, 14:59 Uhr

    Mindestlohn ist ein Jopkiller. Leider Versagen die Gewerkschaften immer mehr. Dann hätten wir solche Diskussionen nicht. Keiner will eine neue DDR. Da war Unrecht.

  • 691 Karina Lehmberg 17.11.2019, 14:59 Uhr

    Nicht nur der Niedriglohnsektor ist ausgeufert. Auch Arbeitnehmer mit guter Ausbildung erhalten immer mehr befristete Arbeitsverhältnisse und sehr bescheidene Löhne. Hier muss endlich massiv gesetzlich gegengesteuert werden. Welche Parteien und Politiker bringen wirklich gegen die Arbeitnehmerausbeutung Gesetze ein?

  • 690 R. Asmus 17.11.2019, 14:59 Uhr

    Für die Populisten und die stets nach Schnäppchen jagenden Nutzenmaximierer, die wieder einmal nichts davon gewusst haben, mit welchen Tricks die vor Strafrecht und Verfassung besonders geschützten, nur ihrem eigenen reinen Gewissen unterworfenen und durch Sozialprivileg hoch gebildeten Nepper, Schlepper und Bauernfänger die Rendite der Elite sichern, ist jede Forderung der Unterschicht nach menschenwürdigem Lohn selbstverständlich eine unzulässige staatliche Einmischung in den "gerechten" Marktfetischismus und als Neiddebatte sogar eine Todsünde. Daher kann hier das oberste Bildungsziel für diese sündige Unterschicht nur die Unmündigkeit sein, also der Mangel an Mut, sich des eigenen Verstandes ohne Anleitung durch die Bildungselite zu bedienen! Denn nur wenn sich jeder selbst der Nächste ist, dann können mit gutem Gewissen die Armen selbst als Hauptschuldige an ihrer Armut entlarvt werden, und nur dann haben sich die Armen ihr selbst verschuldetes Schicksal auch redlich verdient.

  • 689 Reinhold 17.11.2019, 14:59 Uhr

    Ohne Fleiß, kein Preis. Mein Fleiß brachte mir 5 Ostmark Stundenlohn ein, von dem ich in der DDR vergleichsweise zu einem Mindestlohn von ca. 10 Euro heute, damals wie ein Fürst leben konnte. Ich bin Kunnsthandwerker, der Schriften herstellte. Das ist ein heißer und gefährlicher Beruf, in dem noch nie eine Frau gearbeitet hatte. Danach erlernte ich innerhalb meines Berufszweiges parallel zu meiner täglichen Arbeit zwei weitere Berufe mit besten Abschlüssen, arbeitete im Schweiße meines Angesichts bis zur Wende 37 Jahre im Stück Schichtarbeit in Lärm und Unruhe; schaute mir jeden Tag die Augen wund, um Formeln, Tabellen, Anzeigen, wissenschaftlichen Werksatz nicht nur mit dem Stift zu korrigieren, von Schnellschüssen und Tageszeitungs-Hektik habe ich meine vollkomme Festigkeit der Nerven entwickelt, usw., also bekomme ich nach drei Rentenerhöhungen eine Rente von weniger als 1100 Euro. Danke.

  • 688 Rainer Johannsen 17.11.2019, 14:58 Uhr

    In einem echten demokratischen Rechtsstaat mit funktionierender Marktwirtschaft wären anständige Löhne und Renten eine Selbstverständlichkeit und daher Mindestlöhne gar kein Thema. Was in diesem Land falsch läuft und wie gescheitere Politik mit Zukunft aussähe, damit befassen sich hier im Presseclub-Gästebuch u.a. die Kommentare Nr. 11, 13, 17 - 23, 26, 37, 43 und 49.

  • 687 Margit Böhm Mannheim 17.11.2019, 14:58 Uhr

    Eine alternative wäre das Bedingungslose Grundeinkommen.

  • 686 Udo FLintenberg 17.11.2019, 14:57 Uhr

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  • 685 Dr. Sigenau 17.11.2019, 14:57 Uhr

    Danke an alle für die vielen Beiträge.

  • 684 Bernd Müller 55, BW 17.11.2019, 14:56 Uhr

    Die vermeintlich positive Situation am dt. Arbeitsmarkt basiert fast ausschließlich am Währungskorb Namens Euro. Wer kauft im Export nicht gerne dt. Wertarbeit zu Billigstpreisen !? Der Euro ist für die BRD zu weich, für Frankreich, Italien und Co. zu teuer, daher auch der extreme Exportüberschuss, nicht selten zu Lasten der 40% Billiglöhner hier zulande. Übrigens, der atraktivste Wirtschaftsstandort ist seit Jahren die Schweiz, die nun nicht gerade für Dumpinglöhne bekannt ist.

  • 683 Werner 17.11.2019, 14:56 Uhr

    Wenn Aufklärung der Mut ist, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, dann ist der Fels, auf dem die Elite den Tempel der Rendite zu Ehren ihres Götzen Mammon bauen kann, auf dem der rechte, linke und religiöse Populismus die Interessen der Unterschicht als Behinderung der wirtschaftlichen Interessen der Elite und als Lästerung ihres Götzen diffamieren kann und auf dem das Hartz-IV-Schicksal der Unterschicht dynastisch zementiert werden kann. Wenn die Armut vieler die Voraussetzung für den Wohlstand weniger mit dem besonderen Geschmäckle ist, dann sind 12 Euro Mindestlohn für die Wirtschaft so gefährlich wie der Auftrag des Bewährungsbataillons im Film das dreckige Dutzend.

  • 682 M. Sadlowski 17.11.2019, 14:56 Uhr

    Anregung für die Redaktion: Werten Sie die Kommentare doch mal qualitativ, quantitativ aus, um einen Überblick über die Zuschauermeinungen zu erhalten. Heute habe ich den Eindruck, dass die überwiegende Mehrheit für eine Erhöhung des Mindestlohnes ist.