Marion Beimer

Marion Beimer

Ulrike C. Tscharre und Ina Bleiweiß spielten

Marion Beimer

In der "Lindenstraße" von Folge 1 bis 1237

Weltoffen und freiheitsliebend – so ist Beimers älteste Tochter. Regeln und verknöcherten Ansichten tritt sie mit Herz, Unkonventionalität und einer guten Portion Sturheit entgegen. Und obwohl Marion einige sehr schmerzhafte Erfahrungen machen muss, landet die wissbegierige Architektin wie eine Katze immer wieder auf den Füßen.

Marion: Die ganze Geschichte

Marion wird am 21. Mai 1969 als älteste Tochter von Helga und Hans Beimer in Bochum geboren. 1976 zieht sie mit ihren Eltern und dem jüngeren Bruder Benny nach München. Dort wird 1978 auch das Nesthäkchen der Familie, Klaus, geboren.

Vasily und Marion flirten

Griechische Tragödie: Marion (Ina Bleiweiß) und Vasily (Hermes Hodolides).

Marion wächst zu einem aufmüpfigen Teenager heran. Das Verhältnis der pubertierenden 16-Jährigen zu ihren Eltern ist Ende 1985 äußerst gespannt. Nicht zuletzt die Liaison mit dem draufgängerischen Vasily Sarikakis gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen im Beimerschen Haushalt. Helga und Hans verbieten der Tochter, Vasily über Weihnachten in seine Heimat Griechenland zu begleiten. Doch da beweist die Gymnasiastin einmal mehr ihren Dickschädel und tritt die Reise einfach ohne elterliche Erlaubnis an - nicht aber ohne die "beruhigende" Notiz zu hinterlassen, dass sie eine Packung von Helgas Antibabypillen eingesteckt hat… (Folge 4).

Im Januar kehrt Marion sichtlich verstört nach München zurück. Ihre Beziehung zu Vasily ist passé. Mit Schrecken erfahren Beimers, dass Marion den Urlaub in einer Jugendherberge verbracht hat, da sie sich schon kurz nach ihrer Ankunft mit Vasily zerstritten hat. Leidend zieht sich Marion in ihr Schneckenhaus zurück, söhnt sich aber nach einigen Wochen wieder mit Vasily aus. Doch schon bald ist Thomas Beck, Marions neuer Freund, wesentlich interessanter …

Im November 1986 unternimmt Marion mit Thomas heimlich eine Fahrradtour nach Österreich. Dabei verunglückt Thomas tödlich. Marion wird mit einem Beinbruch und einem Schock in ein österreichisches Krankenhaus eingeliefert. Wieder zurück in München hat Marion noch lange an Thomas’ Tod, an dem sie sich mitschuldig fühlt, zu knabbern.

Bei der kirchlichen Trauung der Nachbarn Gabi und Benno begegnet Marion dem jungen Geistlichen Matthias Steinbrück (Folge 64). Schnell fühlt sich Marion, die immer noch in einer Krise steckt, zu dem einfühlsamen Pfarrer hingezogen…

Marion und Matthias küssen sich

Verbotene Liebe: Marion (Ina Bleiweiß) und Matthias (Manfred Schwabe).

...und nach Wochen intensiver Gespräche folgt im Mai schließlich der erste Kuss. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebe, die Matthias in Konflikt mit seinem Zölibatsgelübde bringt. Dennoch verwirft er sein Vorhaben, die Beziehung zu beenden.

Als Marion im Sommer 1987 ihr Abitur besteht, schenken Helga und Hans ihr eine Reise nach Paris. Schnell steht fest: Matthias wird Marion auf dieser Reise begleiten. Beimers machen sich Sorgen, denn was für Marion eine harmlose Teenagerliebe ist, scheint für Matthias eine ernste Sache zu sein.

Nach der Reise beschließt Marion, in Berlin Architektur zu studieren. Sofort bittet Matthias ebenfalls um seine Versetzung in die Spreestadt. Außerdem schlägt er vor, ein gemeinsames Konto einzurichten. Als er dann auch noch sein Priesteramt niederzulegen droht, schrillen bei Marion die Alarmglocken: Sie werde alleine nach Berlin gehen, teilt die freiheitsliebende Beimerstochter dem geknickten Matthias resolut mit (Folge 100).

1989 wechselt Marion von Berlin nach Paris, um dort ihr Architekturstudium fortzusetzen. In der Stadt an der Seine lernt sie bald die Französin Dominique Mourrait kennen, der sie ihr Zimmer bei ihren Eltern in München vermittelt. Im Gegenzug wird Marion in der prachtvollen Villa von Dominiques Vater Jean-Luc beherbergt.

Marion hält Tom im Arm

Marions Vater (Joachim Hermann Luger) fängt nochmal ganz von vorne an. Marion (Ina Bleiweiß) freut sich über Halbbrüderchen Tom (Johannes Scheit).

Als sich Hans im Frühjahr 1990 von Helga trennt, weil er sich in die junge Anna Ziegler verliebt hat, reist Marion eigens nach Deutschland, um zwischen den Parteien Frieden zu stiften. Besonders ihrem kleinen Bruder Klaus versucht sie, Hilfestellung im Umgang mit der neuen Familiensituation zu geben. Hans’ „Neue“ findet allerdings sofort Marions Zustimmung – ebenso wie Halbbrüderchen Tom.

Aber auch Helga kommt nicht zu kurz: Als Helga sie in Paris besucht, vermittelt Marion ihrer Mutter mit Flirt- und Schminktipps – mehr oder weniger erfolgreich – ein neues Selbstwertgefühl (Folge 246).

Über Wasser hält sich Marion u.a. mit den 250 DM, die ihr Großonkel Franz Wittich monatlich überweist. Und obwohl sie mit dem unverbesserlichen Altnazi nur selten einer Meinung ist, ist die Studentin froh über das Geld, bis sie sich im Mai 1991 mit einem Job in einem Architekturbüro finanziell unabhängig macht.

Im Juni 1993, kurz nach Abgabe ihrer Examensarbeit, bekommt Marion Besuch von Klausi. Der 14-jährige Bruder hat in München Ärger. Ein Armbruch, den er sich unter Gewalteinwirkung zugezogen hat, legt davon Zeugnis ab. Klaus beichtet Marion schließlich, in die Neonazi-Szene verwickelt zu sein. Der Armbruch sei ein Denkzettel seines Anführers, weil Klaus sich geweigert habe, einen Anschlag auf die polnische Nachbarin Urszula Winicki auszuführen.

Marion ist entsetzt und überzeugt Klaus davon, dass er seine ‚Gefährten’ anzeigen muss. Dazu fliegt die beherzte Marion eigens mit nach München, um dem verängstigten Bruder auf dem Präsidium zur Seite zu stehen (Folge 394).

Weihnachten des gleichen Jahres wartet Marion mit einem Aufsehen erregenden Überraschungsmahl in München auf: Statt des Gänsebratens, den sie für ihrer Eltern und deren Lieben verspricht, kredenzt sie eine lebende Gans. Ein Protest gegen die Tiermast, gegen die Marion sich einsetzen möchte. Helga deutet die Aktion als Beleidigung ihrer Kochkünste, während sich Anna auf der Toilette vor Ekel übergeben muss (Folge 421).

Im November 1995 reist Marion zur Hochzeit von Helga und ihrem neuen Partner Erich Schiller nach München. Doch aus dem freudigen Anlass entspinnt sich eine Tragödie: Der Bus, der die Gäste zur Feier kutschieren soll, verunglückt und ihr Bruder Benny kommt ums Leben (Folge 520). Traurig kehrt Marion nach der Beerdigung am 23. November nach Paris zurück.

Marion zeigt Helga das "Namaste"-Zeichen

Namaste! Die veränderte Marion (Ulrike C. Tscharre) ist wieder bei Muttern. Helga (Marie-Luise Marjan) freut sich sehr.

Nach einem längeren Indienaufenthalt kehrt Marion 2001 nach München zurück. Doch einiges an ihr hat sich verändert. Sie nennt sich nun "Anand Shunya" und lebt nach den Grundsätzen der Sannyasin, der Anhänger Oshos.

In München will sie ein Heil- und Meditationszentrum aufbauen. Mutter Helga kann sich nur schwer mit dem Lebenswandel ihrer Tochter anfreunden. Immer wieder kommt es zu Streitigkeiten zwischen den beiden. Im August 2001 reist Marion wieder nach Indien um dort in einem Ashram zu leben (Folge 819).

Kurz vor dem Weihnachtsfest 2002 kehrt Marion endgültig nach München zurück (Folge 890). Sie hat in Indien „den Mann für Leben“ kennen gelernt, Rashid Daruwalla, einen Computerexperten, der einige Wochen später ebenfalls nach München kommen will. Dank Helgas Hilfe kann Marion eine Wohnung in der Kastanienstraße anmieten, die sie für sich und Rashid herrichtet.

Alex und Marion verstecken sich unter dem Tisch

Schreibtischtäter: Marion und Alex (Joris Gratwohl) tauchen ab.

Als Helga sich im Januar 2003 einer Herzoperation unterziehen muss, nimmt Marion ihren Platz im Reisebüro ein. Eingearbeitet wird sie von Helgas attraktivem Mitarbeiter Alex Behrend. Dabei schlägt das Schicksal unerbittlich zu: Die beiden verlieben sich ineinander und beginnen eine heimliche Affäre.

Als schließlich Rashid Anfang März nach München kommt, sieht Marion sich vor eine schwere Entscheidung gestellt. Um dem indischen IT-Spezialisten eine Chance zu geben, bittet sie Alex zunächst um Abstand. Dieser sieht derweil alle Felle schwimmen (Folge 901).

Marion macht Schluss mit Rashid

Marion hat sich entschieden - und Rashid (Stephen Sikder) den Laufpass gegeben.

Doch Alex geht Marion nicht mehr aus dem Kopf. Als der ahnungslose Rashid auf einer Party einen Antrag an Marion richten will, kommt es zum Eklat: Alex greift ein und fordert Marion für alle Partygäste hörbar auf, zu ihm zu stehen (Folge 909). Damit hat die Liebe zwischen Marion und Alex freie Bahn.

Nachdem der enttäuschte Rashid die Lindenstraße verlassen hat, ist das Tischtuch zwischen Helga und Marion zerrissen. Helga kann und will einfach nicht verstehen, dass Marion ihren indischen Freund wegen dem chaotischen Alex hintergangen hat.

Marion hält Helga im Arm

Tschüss Mama! Ohne Umarmung kann Helga (Marie-Luise Marjan) ihre Marion (Ulrike C. Tscharre) dann doch nicht gehen lassen.

Um Helgas Vorwürfen zu entgehen beschließen Marion und Alex im Juni 2003 die nächsten Monate auf den Malediven zu verbringen. Als sie bereits ins Taxi zum Flughafen steigen, springt Helga doch noch über ihren Schatten und verabschiedet die beiden herzlich (Folge 915).

Nach ihrer Rückkehr im Oktober warten bereits neue Probleme auf Marion und Alex. Lisa Hoffmeister nimmt Alex als Vater des gemeinsamen Sohnes Paul zunehmend in die Pflicht – und versucht ganz nebenbei, Alex als Mann an ihrer Seite zurückzugewinnen. Mit hinterhältigen Intrigen will sie einen Keil zwischen Marion und Alex treiben, muss aber schließlich einsehen, dass die beiden unzertrennlich sind. Mittlerweile lebt Marion mit Alex, ihrem Bruder Klaus und dessen Frau, der Polizistin Nina, in einer Wohngemeinschaft in der Kastanienstraße.

Anfang des Jahres 2005 muss das Paar eine weitere Prüfung bestehen: Marion kann und will Alex' stressbedingten Drogenkomsum nicht tolerieren. Der Freund verstrickt sich immer tiefer in seine "Drogen-Geschichten", wird schließlich sogar zum Dealer und nutzt seinen neuen Job als Flugbegleiter, um Rauschmittel zu schmuggeln. Erst als er im April 2005 durch Ninas Insiderwissen nur knapp einer groß angelegten Razzia entgeht, "wacht" Alex auf und macht fortan einen großen Bogen um das weiße Pulver (Folge 1010).

Kaum hat sich die Beziehung von dieser schweren Zeit erholt, klopft das Schicksal in Gestalt von Rashid erneut an die Tür (Folge 1016). Der Ex-Freund ist aus Indien angereist, um Marion die Leitung über die Bauarbeiten der neuen Villa seiner Eltern anzubieten – ein Projekt, das die junge Architektin im Hinblick auf ihre Karriere eigentlich nicht ausschlagen kann. Einziger Haken: Marion müsste für mehrere Monate nach Indien gehen. Obwohl Marion von der Chance begeistert ist, sagt sie Alex zuliebe ab.

Marion und Alex sitzen im Bett

Marions Heiratsantrag: Ohne Kniefall und Blumenstrauß! (Joris Gratwohl, Ulrike C. Tscharre)

Letztendlich nimmt sie den Auftrag aber doch noch mit Alex’ Segen an. Am 28. Mai 2005 besteigt Marion den Flieger nach Indien um pünktlich zum Weihnachtsfest 2005 wieder nach München zurückzukehren. Im Überschwang der Wiedersehensfreude macht sie Alex einen Heiratsantrag. Alex ist völlig perplex – und stimmt freudig zu (Folge 1046).

Marion schaut besorgt Alex an

Der schönste Tag im Leben - da wird's Alex ganz anders (v.r.n.l.: Joris Gratwohl, Ulrike C. Tscharre, Anna Sophia Claus).

Am 04. Mai 2006 soll das große Hochzeitsfest steigen, doch Alex teilt Marions Euphorie bei den Vorbereitungen immer weniger. Als Marion auch noch vorschlägt, Lea, die Tochter ihres verstorbenen Bruders Benny, nach der Heirat aufzunehmen und zusätzlich ein eigenes, gemeinsames Kind zu bekommen, nimmt sie Alex endgültig die Luft zum Atmen. Panisch macht er sich im letztmöglichen Moment aus dem Staub und lässt seine verzweifelte Braut im Standesamt zurück (Folge 1066)! Die Hochzeit ist geplatzt und Marions Traum von einem Leben mit Alex ebenfalls.

Alex bleibt verschwunden und nach Wochen der Tränen wandelt sich Marions Trauer in Wut. Mit dem Bewusstsein, ihr Leben grundlegend ändern zu müssen, beschließt die junge Architektin die Lindenstraße zu verlassen. Sie nimmt das Angebot ihrer Firma an, die ihr die Leitung eines großen Bauprojekts in Frankfurt an der Oder überträgt (Folge 1069).

Wenige Tage später taucht Alex plötzlich wieder auf. Er ahnt, wie sehr er Marion verletzt hat, bittet aber dennoch um eine neue Chance. Denn eins weiß er nach seiner "Flucht in die Karibik" ganz genau: Marion ist die Frau seines Lebens. Doch deren Gefühle für Alex sind erloschen!

Am 22. Juni 2006 ist es so weit: Nachdem sich Marion von ihren Lieben verabschiedet hat, steigt sie in ein Taxi, das sie zum Flughafen bringen soll (Folge 1071). Dass Alex in einer dramatischen Aktion noch versucht, sie zum Bleiben zu bewegen, bringt die resolute Beimerstochter nicht davon ab, der Lindenstraße auf unabsehbare Zeit den Rücken zu kehren.

Im Juli 2008 kehrt Marion für einen Kurzbesuch in ihre alte Heimat zurück und ist Überraschungsgast auf Helgas und Erichs Hochzeit (Folge 1182). Dort trifft sie auch Alex, dem sie freundlich aber distanziert ihren neuen Freund Jochen vorstellt.

Marion redet mit Erich

Marion (Ulrike C. Tscharre) ist eine seelische Stütze für den angeschlagenen Erich (Bill Mockridge).

Ein knappes Jahr später reist die Architektin aus einem traurigen Anlass erneut nach München (Folge 1228). Erich lebt nach einem schweren Herzinfarkt mit einem künstlichen Herzen und wartet auf ein Spenderorgan. Mit ihrer verständnisvollen Art tut Marion dem verzweifelten Stiefvater sichtlich gut, denn mit ihr kann er endlich über ein Thema sprechen, von dem Helga schon lange nichts hören will: Erich denkt viel über das Sterben nach. Als er sich selbst das Leben nehmen will, macht Helga Marion dafür verantwortlich. Es kommt zum Krach und Marion reist wieder ab (Folge 1237).