Carmen Altmann

Ehemalige Rollen

Manja Schaar spielte

Carmen Altmann

In der "Lindenstraße" von Folge 842 bis 911

Die Dresdner WGler lernen Carmen Altmann als eine verschüchterte, junge Frau kennen, die für ihren Weg aus der Neonazi-Szene bei den Freunden um Unterstützung und Obdach bittet. Mit Hilfe von Klaus, Nina, Philipp und Suzanne findet sie in der Dresdner WG ihren Frieden, Freunde und ein Zuhause.

Carmen: Die ganze Geschichte

Die erste Begegnung mit Carmen Altmann wird Klaus Beimer wahrscheinlich mit (s)einer blutig geschlagenen Nase verbinden.

Klaus steht verletzt im WG-Flur

Klaus Beimer (Moritz A. Sachs) wurde von den Neonazis nicht gerade freundlich empfangen.

Um für einen Zeitungsbericht Insiderinformationen über die rechte Szene in Dresden zu sammeln, recherchiert Klaus Anfang 2002 vor Ort im Neonazi-Milieu. Dort stößt er jedoch auf Ablehnung, die sich in einem zielsicheren Kinnhaken manifestiert (Folge 840). Ein Mitglied der rechten Szene ist Carmen Altmann, die für Klaus' Reportage bereitwillig Auskunft über ihre Kameraden gibt.

Carmen und Philipp unterhalten sich in der WG-Küche

Philipp (Philipp Neubauer) kann Carmens politische Ansichten auf keinen Fall tolerieren.

Kurz nachdem der Bericht “Mein Tag unter Deutschen” veröffentlicht wurde, steht Carmen vor der Dresdner WG-Tür. Aus ihrer Clique als Verräterin ausgestoßen, bittet Sie Klaus um Hilfe und Obdach. Er beschließt Carmen zu unterstützen und stellt ihr vorerst sein Zimmer zur Verfügung. Bei Nina, Philipp und Suzanne stößt dieser Entschluss auf wenig Verständnis, vor allem Philipp klingeln bei Carmens “rassistischem Gequatsche” die Ohren (Folge 842).

Nina hingegen findet langsam Zugang zu Carmen, die sich vor Racheakten ihrer alten Freunde fürchtet. Auch Klaus plant dem Mädchen beim Ausstieg aus dem Nazimilieu zu helfen, nur Philipp findet weiterhin keinen rechten Weg, um mit Carmens nationaler Einstellung umzugehen.

Carmen und Philipp liegen im Bett

Mario (Christian Bergmann, li) bedroht seine Ex-Freundin Carmen und Philipp...

Carmens Befürchtungen bestätigen sich im Februar 2002, als ihr Ex-Freund Mario plötzlich vor der Tür steht und das verängstigte Mädchen mitnehmen möchte. Philipp kann das Schlimmste verhindern, die Wohnung wird allerdings in Trümmer gelegt (Folge 844).

Kurz darauf frühstücken Klaus, Nina, Philipp und Suzanne ein letztes Mal mit ihrem Schützling – Carmen hat eine neue Wohnmöglichkeit in Dresden gefunden. Die angestrebte Umerziehung vom Neonazi zum Demokraten gestaltet sich allerdings immer noch schwierig; nach wie vor treten ihre ausländerfeindlichen Ansichten zu Tage (Folge 847).

Trotz allem haben die WG-Bewohner Carmen in ihr Herz geschlossen. Sogar Philipp verbringt seine Freizeit neuerdings auffällig häufig mit ihr. Angeblich möchte er Carmen jedoch nur bei ihrem Ausstieg aus der rechtsradikalen Szene helfen (Folge 857).

Anscheinend steckt doch mehr dahinter: Philipp und Carmen kommen sich eines Abends körperlich näher.

Was für Philipp eine einmalige Sache ist, bedeutet Carmen mehr. In einem klärenden Gespräch macht Philipp dem Mädchen deutlich, dass es ein Fehler war mit ihr zu schlafen. Betrübt entschuldigt er sich bei der verletzten Carmen (Folge 868).

Carmens Vorschlag, während Philipps Australien-Aufenthalt im November 2002 in dessen Zimmer zu wohnen, lehnen die WGler mit einem “Du kannst uns auch weiterhin jederzeit besuchen” ab. Enttäuscht verlässt Carmen die Wohnung.

Sylvia redet auf Carmen ein

Traute Zweisamkeit: Carmen und Philipp verstehen sich mehr als gut.

Suzanne und Nina sehen Carmen kurz darauf auf der Straße – in Begleitung eines Mädchens in Bomberjacke... Bei einem Essen darauf angesprochen, fühlt sie sich hintergangen und stürmt ein weiteres Mal wütend aus der WG (Folge 893).

Die Freunde wissen, dass Carmen im Januar 2003 das Konzert einer rechtsradikalen Band besuchen möchte. Um sie davon abzuhalten, planen die WGler an diesem Tag ein gemeinsames Essen. Obwohl Carmen eigentlich mit Sylvia, einer anderen “Nazi-Braut”, zu dem Konzert verabredet ist, möchte sie das Angebot annehmen. Von der WG aus ruft sie Sylvia an. Die erscheint kurze Zeit später und wird schnell ungemütlich. “Du gehörst nicht hierher!”, versucht Sylvia ihrer “Freundin” einzureden (Folge 894).

Von Claudia aufgewiegelt, stiehlt Carmen Philipps Schlüssel und schlägt in der WG alles kurz und klein. Sogar vor Ninas selbstgebasteltem Fotoalbum, das sie Klaus zur geplanten Hochzeit schenken wollte, macht sie nicht halt. Das “Werk” vollendet bricht sie in der WG zusammen und verkriecht sich völlig am Boden zerstört in Philipps Bett (Folge 896).

Klaus, Suzanne und Nina diskutieren wegen Carmen

Klaus (Moritz A. Sachs), Nina (Jacqueline Svilarov, Mitte) und Suzanne (Susanne Evers) diskutieren, wie sie weiter im Fall Carmen vorgehen sollen.

Die WGler möchten natürlich den Grund für Carmens Aktion wissen. Sie habe sich einsam und verstoßen gefühlt, ist deren Erklärung. Klaus, Nina, Philipp und Suzanne beraten, was nun zu tun sei und geben Carmen eine zweite Chance – sie darf wieder bei ihnen einziehen.

Endlich ein richtiges Zuhause gefunden, kehrt Carmen ihrem alten Leben endgültig den Rücken. Während Nina und Klaus im Mai 2003 frisch vermählt nach München gehen und es Philipp nach Berlin zieht, bleibt sie in Dresden und hält weiterhin Kontakt zu den Freunden.