Der Contergan-Skandal - Zeitgeschichtliches Archiv

Contergan-Medikament

Rolle der Landesregierung im Conterganskandal Der Skandal, die Behörden und die Schuld

Tausende Kinder kamen wegen der Einnahme des Beruhigungsmittels Contergan mit Missbildungen auf die Welt. NRW will nun den größten Arzneimittelskandal der Bundesrepublik untersuchen. Auch der Historiker Thomas Großbölting hofft im WDR 5 Morgenecho-Interview auf Aufklärung. [WDR 5]


Porträt Brigitte Rohr

Bundestag berät über Conterganrente "Ein Heim wäre für mich die allerletzte Option"

Contergan-Opfern fehlt es häufig an Pflege und Therapie. Viele können sich das nicht leisten. Deshalb beriet der Bundestag über eine erhebliche Anhebung ihrer Renten. WDR.de sprach darüber mit zwei Contergan-Opfern. [mehr]

Hände von Carla Hermsdörfer

Studie - Mehr Geld für Contergan-Opfer Hände ohne Daumen

Wer mit Füßen greifen muss, weil er keine Arme hat oder sich ständig verrenkt, verschleißt schneller. So geht es inzwischen vielen Contergan-Opfern. Sie brauchen mehr Pflege und Therapie. Das bescheinigt eine Forschungsstudie. Auch Carla Hermsdörfer macht sich Sorgen. [mehr]

Umstrittenes Contergan-Denkmal wird enthüllt

Contergan-Denkmal in Stolberg enthüllt Grünenthal entschuldigt sich erstmals

Der frühere Conterganhersteller Grünenthal hat sich erstmals bei den Opfern des Arzneimittelskandals entschuldigt. Es bedauere die Folgen von Contergan. Für die weltweit rund 10.000 Opfer wurde am Freitag in Stolberg bei Aachen ein Denkmal aufgestellt. Protest gab es dennoch. [mehr]


Szenenbild aus "Eine einzige Tablette"

Landgericht Hamburg fällt Urteil Klagen gegen Contergan-Film unbegründet

Das Hamburger Landesgericht hat vier Klagen gegen den ARD-Spielfilm über den Contergan-Skandal abgewiesen. Die Pharmafirma Grünenthal und ein früherer Opferanwalt hatten gefordert, diverse Filmszenen zu verbieten. [mehr]

Danuta Harrich-Zandberg und Klaus Becker

Dokumentation begleitet Betroffene Was aus den Contergan-Kindern wurde

50 Jahre nach Contergan: Aus den Kindern sind Erwachsene geworden. Sie müssen mit ihren Behinderungen leben, mit Folgeproblemen fertig werden. Ihre persönlichen kleinen und großen Dramen beleuchtet eine WDR-Dokumentation. [mehr]



Contergan-Medikament

Interview mit Pharmazeutin "Man hätte einiges verhindern können"

War die Contergan-Katastrophe ein unvermeidbarer Unfall? Was führte schließlich zur Rücknahme des Medikaments vom Markt? Auch fünf Jahrzehnte später sind diese Fragen brisant. WDR.de stellte sie der Pharmazeutin Beate Kirk. [mehr]

Grünenthal-Schriftzug

Unternehmensgeschichte Grünenthal Erfolgsstory mit katastrophalem Makel

1845 kocht Andreas August Wirtz Seife in seinem Kolonialwarenladen. Heute beschäftigen seine Nachkommen weltweit mehrere Tausend Mitarbeiter. Eine glanzvolle Unternehmensgeschichte - mit einem dunklen Schatten. [mehr]

Gebhard Henke

Interview mit Fernsehfilm-Chef Die Klage und die Freiheit der Kunst

Mit einem Jahr Verspätung zeigt die ARD den Zweiteiler zum Fall Contergan. Hersteller Grünenthal versuchte vor Gericht die Ausstrahlung zu verhindern - vergeblich. Ein Interview über Klagen und Kunst mit Gebhard Henke. [mehr]


Embryo im Mutterleib

Fehlbildungen durch Tahlidomid Zeittafel über schädigende Wirkungen

Wie viel Thalidomid eine Frau während der Schwangerschaft einnimmt, spielt für den Embryo keine Rolle. Ob der Wirkstoff Hände oder Füße, Augen oder Niere schädigt, hängt vom Zeitpunkt der Einnahme ab. [mehr]

Montage: Chemische Formel Thalidomid und Blutgefäße

Gleiches Molekül - verschiedene Wirkung Fotos: Die zwei Gesichter von Thalidomid

Der Wirkstoff Thalidomid wurde Tausenden von missgebildeten Kindern zum Verhängnis - und ist zugleich Hoffnungsträger für viele Kranke. Warum hat die Substanz zwei widersprüchliche Gesichter? [mehr]

Bunte Pillen auf einem Haufen

Der lange Weg zum Arzneimittelgesetz Hundert Jahre Gesetzeslücke

Das erste deutsche Arzneimittelgesetz wurde 1961 beschlossen. Am Contergan-Skandal hätte es damals aber nichts geändert. Die Lehren aus der Katastrophe zog der Gesetzgeber erst fünfzehn Jahre später. [mehr]