ZeitZeichen

23.10.1954 - Unterzeichnung der Pariser Verträge

Stand: 27.08.2019, 10:40 Uhr

Zunächst waren die Westdeutschen noch gar nicht beim westlichen Militärbündnis, der NATO. Doch schnell wurde vor allem den US-Amerikanern klar, dass eine glaubhafte Verteidigung Westeuropas gegen die Sowjetunion nur möglich war, wenn die Bundesrepublik in das Militärbündnis einbezogen würde. Das war ganz im Sinne von Bundeskanzler Konrad Adenauer. Seine Rechnung ging auf.

Von Heiner Wember

Er baute für die NATO eine Bundeswehr mit einer halben Million Soldaten auf und bekam dafür die Souveränität. Das Kalkül der NATO funktionierte trotz aller Krisen: Zusammenhalt, um die Sowjets abzuschrecken. Die sahen das Ganze umgekehrt; sie gründeten den Warschauer Pakt, um den Westen abzuschrecken.

Der große gegenseitige Machtblock sorgte dafür, dass es bis zum Fall der Mauer in Europa keinen großen Krieg mehr gab - einmalig in der Geschichte des Kontinentes.

Heute steckt die NATO in der Krise, sowohl nach innen als auch nach außen. Sie hat sich weit nach Osten gedehnt - und steht einer russischen Führung gegenüber, die den eigenen Einflussbereich wieder vergrößern will - notfalls begrenzt auch mit Waffen.

Redaktion: Ronald Feisel

Unterzeichnung der Pariser Verträge (am 23.10.1954) WDR ZeitZeichen 23.10.2019 14:49 Min. Verfügbar bis 20.10.2099 WDR 5

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