11.02.1829 - Patent für eine Schiffsschraube

Josef Ressel, Porträt

ZeitZeichen

11.02.1829 - Patent für eine Schiffsschraube

Von Anne Preger

Einer der Väter der Schiffsschraube ist ausgerechnet ein österreichischer Förster. Josef Ressel erfindet eine Schraube, die Segel und Schaufelräder als Antrieb ablösen soll. Reich wird er dadurch nie. Und Ruhm kommt erst nach seinem Tod.

Die Schiffsschraube bringt die Menschheit im 19. Jahrhundert in Bewegung, zusammen mit der Dampfmaschine und der Eisenbahn. Diverse Erfinder haben an Schiffsschrauben und -propellern gearbeitet. Darunter ist Ressel einer der tragischen Pioniere.

Schon von Jugend an interessiert sich Josef Ressel für Technik, doch finanzielle Gründe zwingen ihn, sein technisches Studium aufzugeben und im kaiserlichen Österreich eine Försterlaufbahn einzuschlagen.

Seine Arbeit führt ihn an die Adria, nach Triest. Dort experimentiert der umtriebige Waldmeister mit einer archimedischen Schraube. Er ist sich sicher, mit ihr lassen sich Dampfschiffe besser antreiben als mit Schaufelrädern. 1827 bekommt er ein Erfinder-Privileg für die "Erfindung eines der Schraube ohne Ende gleichen Rades zum Fortziehen der Schiffe".

Redaktion: Ronald Feisel

Schiffsschraube, Patenterteilung (am 11.02.1827)

WDR ZeitZeichen | 11.02.2017 | 14:48 Min.

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Stand: 06.12.2016, 16:10