ZeitZeichen

15.10.1963 - Verabschiedung Bundeskanzler Adenauer

Stand: 11.03.2016, 11:45 Uhr

Er machte den Fehler vieler Machtpolitiker: Konrad Adenauer hielt sich für unersetzlich – und demontierte deshalb systematisch alle fähigen Nachfolger.

Von Heiner Wember

So blieb der CDU/CSU am Ende nur einer übrig, der extrem populär war, aber Kanzler nicht konnte: Ludwig Erhard. Entsprechend moralinsauer ließ Konrad Adenauer seine eigene Verabschiedung über sich ergehen und zog sich anschließend in Wartehaltung zurück. Er schrieb fleißig seine Memoiren und tat alles, um seinen Nachfolger madig zu machen.

1966 hatte er es geschafft: Erhard musste zurücktreten und Platz machen für Kurt-Georg Kiesinger.

Einige Monate später konnte Konrad Adenauer, der prägende Kanzler der Bundesrepublik, in Ruhe sterben.

Redaktion: Ronald Feisel